Wir waren auf Japanreise vom 30.01. - 21.02.26! (≧▽≦)

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Mittwoch, 28. Januar 2026

Almost another day

[Dieser halbe Blogeintrag vom November 2024 kommt viel zu spät und mit nur wenigen Fotos, aber als Abschluss für mich :) ]

Woke up with yawn. It's dawning, im still alive
Turned down my radio to start up new day
As goddamned DJs chattered how to survive
Amazing news got over on the air wave

Almost another day

She's a shooting star, good night, good night
She's a shooting star, good bye

(Beat Crusaders - "Tonight, Tonight, Tonight")


Am letzten Morgen meiner Reise, nämlich am Freitag, 8.11.2024, erwachte ich gegen 7.30 Uhr und machte mich in aller Ruhe fertig für meinen langen Flug zurück nach Hause. Ich musste bis 11 Uhr auschecken, aber hatte auf Bitte eines japanischen Freundes vor, nochmal schnell zum 150 Meter entfernten KALDI Coffeefarm zu gehen und auch für ihn noch eine Packung Melonpanaufstrich für Toast zu besorgen. Das war dann wirklich das letzte Teil, was ich noch in meinen Koffer würde quetschen können. Gewichtsmäßig sah alles gut aus, aber es passte einfach nichts mehr hinein…

 

Goodbye, Sakae! See you again!

Ich suchte vergeblich den Ein- und Ausgang Nummer 7 und ging dann durch Eingang 8 in die  Underground-Mall SakaeChika und fand den Laden dort auch auf Anhieb. Auf dem Rückweg ins Zimmer war die Versuchung wirklich groß, nochmal zu Donquijote reinzugehen… aber ich entschied mich stattdessen lieber nochmal zu schauen, ob der graniph Store im Meieki noch die von mir so sehr gewünschte Jacke oder Pullover in meiner Größe hatte. Alles, was ich für meine Anfahrt zum Flughafen brauchte, hatte ich bei mir und ich checkte bereits gegen 10.30 Uhr aus und machte mich mit der U-Bahn auf den Weg zum Hauptbahnhof Nagoya. 

 

Ich entdeckte ganz zufällig schon einen graniph Store noch im Untergrund!
Aber auch hier gab es leider nicht die Inuyasha-College-Jacke und beim Pullover hielt ich mich angesichts der Gepäckmenge zurück.

 

Mit meinem schweren Gepäck schleppte ich mich zum Gleis des Zuges der Meitetsu Linie und musste die ersten 20 Minuten der Fahrt leider stehen. Als ich endlich saß, fühlte ich mich plötzlich unsäglich müde, aber nahm es als ein gutes Zeichen für die Hoffnung auf Schlaf beim Flug. Am Flughafen Chubu Air angekommen machte ich mich gleich auf den kurzen Weg in Terminal 1 und checkte meinen Abflug für 17 Uhr und die Gepäck-Abgabe-Zeit. Ich suchte mir einen Gepäckwagen für meine Koffer und gab sie gegen mein letztes 500 Yen-Stück bei einem Schalter einer Gepäckaufbewahrung auf, da ich noch einige Stunden Zeit hatte.


 

  

Ich spazierte zum Außendeck und schaute auf die Flugzeuge und schmunzelte etwas, dass hier so viele Fotografen, beziehungsweise Plane Spotter unterwegs waren und ich zwei Männer mit österreichischem Akzent über die aktuellen politischen Entwicklungen in Deutschland sprechen hörte (Bye, Christian!).

Es gab ein paar wenige Läden, die ich auschecken wollte und ich musste mich noch entscheiden, wo ich mein Mittagessen einnehmen wollte. Es rächte sich ein bisschen, dass ich am Vortag schon bei Coco Curry gegessen hatte, denn das war eine der wenigen veganen Optionen, die ich hatte.

Sehr kurios fand ich, dass es einen Laden gab, der mit Gemüsereichen Ramen warb, sich das jedoch nur auf die Zubereitung der Suppe bezog und überall Fleisch mit drin war… also nicht mal eine vegetarische Nudelsuppe vorhanden war.

 



 

Meine Wahl fiel auf KOMEDA Coffee, wo ich seit Jahren nicht mehr gewesen war. Ich hatte Hoffnung, dass ich hier sicher Nudeln mit Tomatensauce und ein vegetarisches Sandwich finden würde… leider vergeblich. Ich pickte den Schinken aus der Tomatenpasta und trank einen Kaffee und konnte mir zum Nachtisch ein Melon Cream Soda nicht verkneifen.

 

...Und in wenigen Tagen geht es schon wieder nach Japan... das hätte sich der kleine Wani nicht träumen lassen, dass er so schnell wieder hier sein würde, als er am 8. November 2024 sehnsüchtig auf den Flieger von China Eastern blickte... <3 

Ich werde die kommende 2026er-Reise wahrscheinlich etwas weniger bloggen als sonst, damit ich sie etwas stressfreier genießen kann. Danke an alle, die nun schon über 15 Jahre immer wieder hier mitgelesen, kommentiert und mich auch auf anderen Plattformen mental unterstützt haben. <3

 

~ eure Tsu 

 

Dienstag, 12. November 2024

MisuDo-CoCo-Shoko!

… Lose, soon have nothing to
Space, this is what I choose
A mile, could you walk in my shoes
All your, all your life


… Let me face, let me face, let me face my fears
Oh, let me face, let me face, let me face my fears
Won't be long, won't be long, I'm almost here
Watch me cry all my tears

(Utada Hikaru - "Face my Fears")

 

 

Ich erwachte am 7. November auch ohne Handywecker um 7 Uhr und sah, dass es wieder absolut sonnig werden würde. Ich schaute aus dem Fenster und fragte mich, ob ich Shoko und Chris wohl am Abend nach dem Essen noch davon überzeugen könnte, mit mir eine Runde im Riesenrad „Sky Boat“ zu drehen…?

 

Denn wenn ich schon jeden Tag auf dieses famose mit SKE48-Mädels tapezierten Riesenrad schaute, dann wollte ich es doch auch einmal von innen gesehen haben!
 

Aber unser Treffen sollte erst um 19 Uhr sein und ich musste mich auf den Vormittag konzentrieren!
Ich stand schnell auf und duschte, denn Satoko hatte in mir leider wieder die Kauflust geweckt- Mister Donuts hatte seit einem Tag eine Pokémon-Kollaboration, bei welcher man zum Donutkauf entweder eine kleine Decke oder ein Glas mit Digda und grabewütigen Freunden drauf bekam. Ich war schon länger auf eine weitere Pokémondecke aus, nachdem mir FrauFuchs vor einigen Jahren schonmal eine schenkte und sie für unsere Katze ein kuscheliger Fenstersitz geworden war. Satoko war selber jedoch auch so investiert, dass sie mir schon berichten konnte, dass in der Filiale in Kanayama und am Hauptbahnhof Nagoya wahrscheinlich nichts mehr zu holen sein würde. Sie suchte mir heraus, dass es in Kami-Otai in der Shopping Mall „MOZO Wonder City“ noch alles geben würde und sie um 10 Uhr öffnete… und dann sagte ich mir einfach: Ich fahre dahin. Auch ohne die Donutaktion hatte ich mir MOZO als Option hinzufahren freigehalten, wenn ich in Tokyo oder sonst auch keine Zeit finden würde, um meine gewünschten Dinge einzukaufen. Denn dieses Einkaufszentrum vereinte eine ganze Menge Kleiderläden und Co., die ich aufsuchen wollte.

Als ich fertig war, lief ich zur etwas weiter entfernten Haltestelle Fushimi, da ich von dort aus direkt nach Kami-Otai durchfahren konnte. Ich fand die Idee dorthin zu fahren noch aus einem weiteren Grund sehr gut: Mir war wieder eingefallen, dass die Japan-Youtuberin Cakes with Faces in einem Nagoya-Video vor einiger Zeit erwähnt hatte, dass dort um die Ecke die allererste Coco Curry Filiale der Welt war… und die musste ich doch sehen, oder?!

Auf dem Weg gab es wieder die schönen Shachihoko-Beleuchtungen… Ich fragte Satoko per Messenger, wie viele Jahre ich wohl ins Gefängnis müsste, wenn ich eine davon klaute. Sie lachte sehr und meinte, ich solle es einfach probieren.

Auf dieser Reise kamen Gullideckel und Co. leider zu kurz… aber es waren wieder einige schöne dabei.


Die Haltestelle Fushimi erreichte ich über einen scheinbar unendlich langen unterirdischen Zugang, an dessen Seiten überall kleine Cafés und Imbisse waren, die aber geschlossen hatten.

 

Um 10:15 Uhr kam ich am Gebäude von MOZO an und nahm die Rolltreppe bis in den 4. Stock.

Ich hatte sehr viel Glück denn vor mir waren gerade einmal 5 Personen in der Schlange. Dieses Foto entstand, nachdem ich schon alles eingekauft hatte.


Man nahm sich ein Tablet und eine Zange und legte seine Wunschdonuts drauf.

Um die Pokémondecke zu erhalten, sollte ich mir zwei der Pokémondonuts aussuchen, sowie einen „Pon-de-Ris“-Donut.


Leider verstand ich trotz Lesens nicht, dass ich mir nicht JEDEN BELIEBIGEN Ringförmigen Donut aussuchen durfte, sondern nur einen mit heller oder dunkler Schokolade und Streuseln… Ich entschuldigte mich an der Kasse und kaufte aus Scham zusätzlich den Donut ohne jegliche Glasur in der gleichen Form, auf den ich viel mehr Lust hatte. Manchmal verstehe ich Japan diesbezüglich überhaupt nicht- Also warum es ein Problem ist, dass ich mir einen viel billigeren Donut ausgesucht hatte, als im Preis enthalten… da sind sie wirklich extrem Regeltreu. Weil mein Frühstück relativ klein gewesen war, war ich ganz zuversichtig, alle Donuts bis zu meinem Abflug noch aufessen zu können. Es wurde die gelbe Decke, die man auch zu einem kleinen Meisterball-förmigen Kissen zusammenlegen und in eine dazugehörige Hülle packen konnte.

 

Der „plain“-Donut war auch der erste, den ich verspeiste.


Mit meinem erfolgreichen Donutkauf ging es weiter zum benachbarten „3 Coins+“, bei welchem mir eine kleine Pastelllila Umhängetasche ins Auge fiel, dir nur 91cent kosten sollte… instant buy. Danach lief ich rüber zu Design Store graniph, die sehr oft coole Kollaborationen mit Anime und anderen Franchises haben. Leider waren von allen Sachen, die ich gerne gehabt hätte, die Größe S ausverkauft, sodass ich ziemlich traurig war und weiterzog. Besonders schön fand ich die letzte übriggebliebene Collegejacke mit Inuyasha und Kagome-Motiv, die noch von der Kollektion von vor 3 Monaten übriggeblieben war- nur leider auch nicht in meiner Größe.


Bei graniph in Osu hatten Ulf und ich damals unsere Shirts zur zweiten Animestaffel von MOB Psycho 100 bekommen.

 

Ich fand vielleicht nichts für mich, aber... es gibt ja noch meinen Ulf. <3

Der Donguri Waokoku Ghibli Shop war am Tag meines Besuchs mal vergleichsweise leer und ich sah mich in Ruhe um. Mir fiel sofort das Objekt meiner Begierde ins Auge- eine neue Lunchbox mit dem Ohngesicht drauf! Die Farbe war mit schwarz sehr ungewöhnlich, aber da ich mindestens eine neue Bentobox für meine Arbeit brauchte, war sie sofort gekauft.

 

Es gab zu dieser Zeit auch schon wieder jede Menge abgepackte Weihnachts-Geschenksets mit Ghibli-Stuff.

 

Die Brotdose schien noch viele weitere Sachen im passenden Design zu haben.

 

Mein letzter Stop war der Modeladen „Earth, Music & Ecology”, bei welchem mir eine Bluse und zwei Oberteile sehr gut gefielen, aber… ich kaufte nichts. Ich hatte alles was ich brauchte bekommen und noch ein, zwei neue Teile von der letzten Reise, die ich erstmal tragen wollte.

Ich bekam auf dem Fußweg zurück zur Bahnstation Kami-Otai eine Nachricht von Shoko und erfuhr, wo sie heute für uns zu Abend reserviert hatte. Das Lokal war nur 7 Minuten von meinem Hotel entfernt- spitze! Ich nahm eine sehr langsame Local-Bahn und hoffte sehr, dass ich den 2 Minuten Umstieg nicht verpassen würde, denn dann hätte ich über 30 Minuten auf die nächste Bahn im nirgendwo warten müssen. Es ging gut und schon bald war ich in Nishi-Biwajima angekommen, einem super kleinen Bahnhof.

Das Bahnhofshäuschen sieht irgendwie wie ein Modellbaukasten-Projekt aus…


In der Mittagssonne spazierte ich gegen 12:30 Uhr zu der allerersten Original-Filiale der japanischen Curry-Restaurantkette „Curry House Coco Ichibanya“ mitten im Nirgendwo.

 

So erblickte ich das Restaurant auf der anderen Straßenseite. Es waren einige Gäste im Lokal.

 

Wani begutachtete das außen am Gebäude angebrachte Schild, welches Besuchende auf die Besonderheit dieser Filiale hinwies.


Leider war mein Timing absolut daneben, denn erst ab 14 Uhr würde der kleine Museumsraum zur Geschichte der Kette geöffnet sein… so lange konnte ich leider nicht hier verweilen.

 

Ich war natürlich auch zum Essen hergekommen, denn mein Magen log nicht und meldete sich.

Im Inneren beim mündlichen Bestellen (hier gab es keine Tablets!) und vor allem beim Warten auf meine Bestellung, fühlte ich mich leider extrem beobachtet, denn das war es, was mehrere Japaner und Japanerinnen taten, als sie mich dort Platz nehmen sahen… ich bin es fast gewohnt, aber kann nicht sagen, dass das ein angenehmes Gefühl wäre. Es lag mit Sicherheit daran, dass ich die einzige Ausländerin zu dem Zeitpunkt dort war.

 

Ich schmunzelte ein wenig, da ich mir einen Teller mit Spinat und Natto bestellt hatte… da kommt einfach eine blonde Ausländerin in diesen Laden mitten in der Pampa und bestellt auch noch Natto-Curry mit Schärfegrad 4…? Was für eine absolute Kuriosität, haha!

Als ich mein Curry genossen hatte, bezahlte ich und entschied mich, nicht vom Bahnhof Nishi-Biwajima zurück nach Sakae zu fahren, sondern von Shin-Otai aus. Ich stieg in Kami-Otai wieder um und entschied dann, weil es erst ungefähr kurz nach Eins war, gleich bis Osu Kannon durchzufahren, bevor ich wieder ins Hotel ging. Ich war zwar schon einen Tag in Osu gewesen, doch Ulf hatte mich ermutigt, nicht einfach meinen Lieblings-Secondhand-Laden für Lolitamode auf dieser Reise auszulassen. Also fuhr ich extra nur für Violet Blue nochmal dorthin!

 

Ich überquerte die Brücke, da ich ausversehen einen falschen Ausgang nahm.

Und wieder einmal das Tor zum Paradies durchquert, hehe.


Seit 2011 schon ging ich fast jedes Mal hierher, wenn ich in Nagoya zu Besuch war!


Ich fand zwei richtig hübsche Jumper-Skirts/Kleider für insgesamt unter 33 € - damit war die Garderobe für das nächste Mal auf Anime-Conventions moderieren gesichert! Da der Weg zum Hotel per Bahn wieder leicht kompliziert gewesen wäre, lief ich stattdessen zum Hotel zurück durch ein paar Seitenstraßen.

 

Im Hotel angekommen gab es nochmal einen Eiskakao mit dem sehr witzigen und lustig aussehenden Digda-Donut!

 Dieses rosane Heart-Buckle-Dress ist Item Nummer 1…


Und dieses Kleidchen von Axes Femme war sehr stark reduziert und kam ebenfalls in den Einkaufskorb.

 

Hier noch ein Foto von Decke, Tasche und Bentobox.


Ich bloggte weiter, zog mich in aller Ruhe um und lief 10 Minuten vor Treffen zum Restaurant Rikyu am Nadya Park. Shoko schrieb mir von unterwegs, dass sie sich verspäten würden, aber das machte nichts, da ich pünktlich war. Ich ging schon rein, da es am Abend sehr windig und kalt geworden war und nannte den Reservierungsnamen. 6 Minuten später waren auch Shoko und Chris da und ich freute mich wirklich sehr, sie wieder zu sehen! Shoko und Chris hatten gerade erst am Tag, als ich nach Tokyo geflogen war geheiratet! Wir verstanden uns gut, da Chris auch gerne Anime mochte und generell ein witzig-netter Kumpeltyp war. Shoko wirkte richtig verliebt und happy, was super schön zu sehen war! Wir tauschten auch Geschenke aus und sie fand die "Haribo Herzen" und "Haribo Süße Waffeln", welche ich ausgesucht hatte, sehr spannend. Chris hatte mir sogar auch noch eine Packung schwarzen Tee von Yorkshire Tea geschenkt!

Das Rikyu war vorwiegend ein Okonomiyaki-Restaurant und so gab es an diesem Abend vegetarisches Okonomiyaki für mich. Es war sehr voll in dem Laden, aber auch eine schöne, ausgelassene Atmosphäre.

Shoko fand es etwas überraschend, dass ich mein Okonomiyaki selbst grillen wollte, aber ich erzählte von meinem Abenteuer in Harajuku und erntete auch hier ein kleines Lob für meine Okonomiyaki-Wendekünste.

 

Ich bestellte auch noch diverse Pilze dazu, die allesamt megagut schmeckten!!


Die beiden teilten sich ein Monjajaki, das einfach jedes mal irgendwie nach Kotze aussieht... aber zum Glück gut schmeckt, lol.


Mein Nippon Connection-Shirt war das letzte saubere vor Abflug, haha.

Wir überlegten, wo wir noch etwas trinken gehen könnten und auf dem Weg attackierte ich die beiden mit meinem Plan, das Riesenrad aufzusuchen. Shoko wollte mir sofort eine Fahrt damit ermöglichen, also kauften wir uns Tickets und stiegen ein, denn es war nur noch eine knappe Stunde möglich.


So sahen unsere Tickets aus.

Alleine hätte ich mich glaube nicht getraut, denn es ging mit dem Sky Boat ziemlich hoch hinaus!

 

Ich konnte sogar mein Hotelzimmer sehen...


Die beiden erzählten mir, wie Chris Shoko den Heiratsantrag gemacht hatte und ich erzählte von meinem an Ulf.


Es war so so schön, wieder mit Shoko abzuhängen... <3

Nach der Fahrt durch die höchsten Höhen Nagoyas setzten wir uns noch in ein, meinem Hotel sehr nahegelegenen Izakaya-Billigrestaurant und tranken noch etwas und unterhielten uns. Da Shoko am nächsten Tag, der ein Freitag war, arbeiten müsste, machten wir nicht mehr alzu lange, aber Chris und ich hatten noch Zeit genug, um uns ein wenig über Anime zu unterhalten.

Ich trank einen Gin Sui- wir hatten diesen auf der letzten Reise kennengelernt und sogar in Deutschland in diesem Jahr eine Flasche bestellt.


Wir aßen außerdem noch ein paar frittierte Sachen- Ich hatte Mochi und Renkon!


Als sich bei Shoko die Müdigkeit bemerkbar machte, bezahlten wir und die beiden liefen mit mir zusammen die Straße runter bis zum Hotel. Wir verabschiedeten uns und ich freute mich sehr, so einen schönen letzten Abend vor meinem Rückflug gehabt zu haben.


Wani und Vipitis legten sich schon schlafen, während ich noch ein wenig am Packen der letzten Dinge war. Meine Koffer waren zwar nicht zu schwer, aber ich kriegte absolut nichts mehr hinein... WAAAH.


Wie mein Rückflug verlaufen ist, das lest ihr im nächsten und letzten Blogeintrag für diese Japanreise!



eure Tsu


Sonntag, 20. Oktober 2024

Tokyo Calling

Heute Nacht werde ich dich mitnehmen

 
während wir jede Grenze zwischen Himmel und Erde überqueren

 

wende deinen Blick nicht von dieser Aussicht ab

 

sieh' sie so, wie sie wirklich ist

 

der saure Regen, die Schatten, die sich nicht heben

 

nimm' sie alle auf

 

denn das ist die Welt, in der wir leben

 

(Maaya Sakamoto "30 Minutes Night Flight")

 

 

Ich hätte nicht gedacht, dass es nochmal ein Jahr meines Lebens geben würde, in welchem ich die Gelegenheit bekomme, gleich ZWEIMAL in Japan zu sein,… but here we are!! Bereits am kommenden Freitag, 25. Oktober 2024, werde ich mich in den Flieger setzen und 2 Wochen in Tokyo und Nagoya verbringen. Es wird mein erster Gabelflug, denn ich fliege nach Tokyo Narita (das letzte Mal war ich dort in 2008…) und von Nagoya Centrair wieder zurück nach Frankfurt. Zum Grund der Reise kann ich noch nicht allzuviel sagen, aber: Ich gehe mit einem Freund aufs Tokyo International Film Festival! Das bedeutet eher Business-Trip als alles andere- aber die letzten 4 Tage Nagoya habe ich natürlich auch nicht ohne Grund drangehangen! ;-)


 

Spannend wird für mich auch, dass ich zwei Tage im Tokioter Büro meiner Arbeit arbeiten darf- ansonsten hätte das mit den 14 Tagen auch nicht hingehauen. Ich bin extrem dankbar, dass ich diese Möglichkeit habe und heftig aufgeregt, denn…Immer, wenn ich von bestimmten, gewohnten Komfortoptionen downgraden muss, fasst mir die Anxiety schon von hinten an die Schulter und dreht mich herum, sodass ich alle möglichen Horroszenarien direkt vor mir auftauchen sehe und panicke. Ein großer Angstfaktor ist für mich, dass ich den allerbilligsten Flug genommen habe, den ich finden konnte- Economy Class mit China Eastern Airlines und einem mehrstündigen Stopp in Shanghai Pudong Airport. Wenn ihr euch online bei Reddit und anderen Portalen die Bewertungen zur Airline und bestimmten Flügen anseht, werdet ihr verstehen was ich meine; 



Bei vielen unzufriedenen Kunden und Kundinnen steht die Unerreichbarkeit des Kundenservices für alle nicht-chinesischen Fluggäste im Fokus. Versucht man, eine Mail an die Fluggesellschaft zu schreiben, bekommt man stets nach ein paar Stunden eine Mitteilung, dass die Mail vom Empfänger blockiert wurde- das war bei mir tatsächlich auch so. Über die Telefon-Hotlines ist der Kundenservice nur schwer zu erreichen und das Englisch angeblich sehr schlecht- das kann ich für das eine Mal, als ich durchkam auch bestätigen. Aus diesen genannten und weiteren Gründen ist es nicht möglich, spezielles Essen wie z.B. vegetarisch oder für Allergiker*innen vorzubestellen.

 

Da ich gerne wieder veganes Essen für diese Flüge haben wollte, hatte ich 13 Mal versucht, den Kundenservice über die internationale Hotline zu erreichen. Ich kam nur ein einziges Mal abends um 21.30 Uhr durch und sprach mit einer netten, aber des englischen nicht so mächtigen Kundenbetreuerin. Ich konnte die unklaren Gepäckbestimmungen klären und bestellte für 3 von 4 der Teilflüge veganes Essen, also für jeden Teilflug, für den dies möglich war. Obwohl mir die nette Dame weiterhalf, taucht die Anmerkung des Essens jedoch bis heute, 5 Tage vor Abflug, immer noch nicht in meinem Buchungslogin auf, weswegen ich damit rechne, kein veganes oder vegetarisches Essen zu bekommen. Der Kostenpunkt der Anrufe lag übrigens bei ca. 8 Euro.

 

Ein weiteres Problem gab es auch bei der Sitzplatzbuchung. Ich wollte gerne mit meinem Kumpel auf dem gemeinsamen Hinflug zusammensitzen, aber ohne eine Anmeldung für das China Eastern Meilenprogramm kann diese nicht gespeichert werden. Bei dem Versuch mich anzumelden, muss man eine ganze Reihe persönlicher Daten eingeben und sich per SMS einen Verifizierungscode zukommen lassen- nur wird diese SMS an mein deutsches Handy nie verschickt. Es gibt stets eine Fehlermeldung. Da ich mein Ticket über die Website der Airline direkt gebucht habe, habe ich also keine andere Möglichkeit, als erst beim Check-in einen Platz zugewiesen zu bekommen. Ob es zu diesem Zeitpunkt dann noch möglich sein wird, nebeneinander zu sitzen, weiß ich nicht.



Auch Versuche, wie über die Beschwerdehotline der Airline Hilfe zu bekommen oder mich bei WeChat zu registrieren und dort gegebenenfalls den Kundenservice zu erreichen, sind aus absurden Gründen fehlgeschlagen, die ich hier jetzt nicht noch zusätzlich aufzählen werde. Mein Fazit schon vor Flugantritt fällt also eher negativ aus…

 

Nichtsdestotrotz ist der Preis für den Hin- und Rückflug extrem günstig gewesen. Er beträgt fast genau nur 67,5% des Preises meiner Direktflüge mit Lufthansa. Ob das den ganzen Stress im vornherein schon wert ist, wird sich zeigen. Die Hoffnung besteht zumindest, dass wir einen problemlosen Umstieg in Shanghai haben werden. Nachdem ich von einem Animesong-Konzert in Hamburg mein zweites Mal Corona mitgebracht und Ulf auch noch angesteckt habe, hätte ich gerne auch mal wieder etwas Glück. Ich meine, dass es im Ansatz schon vorhanden ist, da ich vor Reiseantritt noch rechtzeitig genesen bin und sich durch einen Ausfall mein Supersparticket der Bahn in freie ICE-Wahl umgewandelt hat- sehr praktisch für die Rückkehr von Frankfurt Flughafen nach Kassel!

 

Für diese Reise hatte ich geplant, einen großen und einen kleinen Kabinenkoffer mitzunehmen. Und da ich aus dem letzten Jahr gelernt habe, dass sich Schalenkoffer in 12m² Zimmern nicht so toll öffnen ließen, entschied ich mich für den großen Travelite Softcase Koffer, der sich wie eine Schatzkiste öffnen lässt. Bis auf meine Waschtasche und Make-up ist dieser nun zu 3/4 voll mit Geschenken und 1/4 Kleidung- und wiegt bereits 16 von 23 kg, die er maximal haben darf.

Der Softcase-Koffer in karnimani-türkis, der schon auf unserer letzten Reise dabei war.

Ich wusste, dass es schwierig werden würde, mit einem zusätzlichen kleinen Koffer zu reisen, der nur 2 Rollen hat und als ich ein Angebot sah, schnappte ich zu. Mit einem neuen Handgepäck im Schlepptau hoffe ich, im Flieger all meine elektronischen Geräte, ein paar Wechselklamotten und einen Snack bei mir haben zu können. Die Voraussetzung dafür ist jedoch, dass er unter 8kg bleibt, von welchen ich schon 6kg aufgebracht habe… aaaaah.

 

Und auch beim kleinen Kabinentrolley habe ich mich für die türkise Variante entschieden. Beide Koffer haben außerdem einen fliederfarbenen Rollenschutz bekommen, den ich austesten werde.

Ich glaube niemand von den süßen Menschen hier, die meinen Blog seit seinen Anfängen verfolgen, haben daran geglaubt, dass ich mich ernsthaft mit dem Geschenkekaufen würde zurückhalten können... oder?!

 

Für meine Business-Termine brauche ich dieses Mal auch ein wenig andere Kleidung und fühle etwas mehr Angst davor, wie ich es handeln soll, wenn der große Koffer wieder einmal verloren gehen sollte. Ein kleiner Trost ist, dass es in Tokyo und Nagoya um die 10 Grad wärmer sind als bei uns und ich dementsprechend leichte Kleidung eingepackt habe, die nicht zu viel Platz verbraucht. Auf den Flug geht es jedoch für mich Frostbeule wie immer mit langer Hose, Pullover und extra Kuschelsocken.

 

Ich habe mir vorgenommen, meine Reise zu bloggen und würde mich sehr freuen, wenn ihr mitlest und mir bei Instagram Kommentare zur Story schreibt. Da es das erste Mal seit 10 Jahren ist, dass ich ohne Ulf fliege, fürchte ich mich ein wenig, dass es einsam werden könnte, weshalb ich für jede Interaktion dankbar bin!

 

Bitte passt auf euch auf und wir lesen uns, wenn ihr mögt, am nächsten Freitag am Frankfurter Flughafen! :-)

eure Tsu