Wir waren auf Japanreise vom 30.01. - 21.02.26! (≧▽≦)

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Sonntag, 20. Oktober 2024

Tokyo Calling

Heute Nacht werde ich dich mitnehmen

 
während wir jede Grenze zwischen Himmel und Erde überqueren

 

wende deinen Blick nicht von dieser Aussicht ab

 

sieh' sie so, wie sie wirklich ist

 

der saure Regen, die Schatten, die sich nicht heben

 

nimm' sie alle auf

 

denn das ist die Welt, in der wir leben

 

(Maaya Sakamoto "30 Minutes Night Flight")

 

 

Ich hätte nicht gedacht, dass es nochmal ein Jahr meines Lebens geben würde, in welchem ich die Gelegenheit bekomme, gleich ZWEIMAL in Japan zu sein,… but here we are!! Bereits am kommenden Freitag, 25. Oktober 2024, werde ich mich in den Flieger setzen und 2 Wochen in Tokyo und Nagoya verbringen. Es wird mein erster Gabelflug, denn ich fliege nach Tokyo Narita (das letzte Mal war ich dort in 2008…) und von Nagoya Centrair wieder zurück nach Frankfurt. Zum Grund der Reise kann ich noch nicht allzuviel sagen, aber: Ich gehe mit einem Freund aufs Tokyo International Film Festival! Das bedeutet eher Business-Trip als alles andere- aber die letzten 4 Tage Nagoya habe ich natürlich auch nicht ohne Grund drangehangen! ;-)


 

Spannend wird für mich auch, dass ich zwei Tage im Tokioter Büro meiner Arbeit arbeiten darf- ansonsten hätte das mit den 14 Tagen auch nicht hingehauen. Ich bin extrem dankbar, dass ich diese Möglichkeit habe und heftig aufgeregt, denn…Immer, wenn ich von bestimmten, gewohnten Komfortoptionen downgraden muss, fasst mir die Anxiety schon von hinten an die Schulter und dreht mich herum, sodass ich alle möglichen Horroszenarien direkt vor mir auftauchen sehe und panicke. Ein großer Angstfaktor ist für mich, dass ich den allerbilligsten Flug genommen habe, den ich finden konnte- Economy Class mit China Eastern Airlines und einem mehrstündigen Stopp in Shanghai Pudong Airport. Wenn ihr euch online bei Reddit und anderen Portalen die Bewertungen zur Airline und bestimmten Flügen anseht, werdet ihr verstehen was ich meine; 



Bei vielen unzufriedenen Kunden und Kundinnen steht die Unerreichbarkeit des Kundenservices für alle nicht-chinesischen Fluggäste im Fokus. Versucht man, eine Mail an die Fluggesellschaft zu schreiben, bekommt man stets nach ein paar Stunden eine Mitteilung, dass die Mail vom Empfänger blockiert wurde- das war bei mir tatsächlich auch so. Über die Telefon-Hotlines ist der Kundenservice nur schwer zu erreichen und das Englisch angeblich sehr schlecht- das kann ich für das eine Mal, als ich durchkam auch bestätigen. Aus diesen genannten und weiteren Gründen ist es nicht möglich, spezielles Essen wie z.B. vegetarisch oder für Allergiker*innen vorzubestellen.

 

Da ich gerne wieder veganes Essen für diese Flüge haben wollte, hatte ich 13 Mal versucht, den Kundenservice über die internationale Hotline zu erreichen. Ich kam nur ein einziges Mal abends um 21.30 Uhr durch und sprach mit einer netten, aber des englischen nicht so mächtigen Kundenbetreuerin. Ich konnte die unklaren Gepäckbestimmungen klären und bestellte für 3 von 4 der Teilflüge veganes Essen, also für jeden Teilflug, für den dies möglich war. Obwohl mir die nette Dame weiterhalf, taucht die Anmerkung des Essens jedoch bis heute, 5 Tage vor Abflug, immer noch nicht in meinem Buchungslogin auf, weswegen ich damit rechne, kein veganes oder vegetarisches Essen zu bekommen. Der Kostenpunkt der Anrufe lag übrigens bei ca. 8 Euro.

 

Ein weiteres Problem gab es auch bei der Sitzplatzbuchung. Ich wollte gerne mit meinem Kumpel auf dem gemeinsamen Hinflug zusammensitzen, aber ohne eine Anmeldung für das China Eastern Meilenprogramm kann diese nicht gespeichert werden. Bei dem Versuch mich anzumelden, muss man eine ganze Reihe persönlicher Daten eingeben und sich per SMS einen Verifizierungscode zukommen lassen- nur wird diese SMS an mein deutsches Handy nie verschickt. Es gibt stets eine Fehlermeldung. Da ich mein Ticket über die Website der Airline direkt gebucht habe, habe ich also keine andere Möglichkeit, als erst beim Check-in einen Platz zugewiesen zu bekommen. Ob es zu diesem Zeitpunkt dann noch möglich sein wird, nebeneinander zu sitzen, weiß ich nicht.



Auch Versuche, wie über die Beschwerdehotline der Airline Hilfe zu bekommen oder mich bei WeChat zu registrieren und dort gegebenenfalls den Kundenservice zu erreichen, sind aus absurden Gründen fehlgeschlagen, die ich hier jetzt nicht noch zusätzlich aufzählen werde. Mein Fazit schon vor Flugantritt fällt also eher negativ aus…

 

Nichtsdestotrotz ist der Preis für den Hin- und Rückflug extrem günstig gewesen. Er beträgt fast genau nur 67,5% des Preises meiner Direktflüge mit Lufthansa. Ob das den ganzen Stress im vornherein schon wert ist, wird sich zeigen. Die Hoffnung besteht zumindest, dass wir einen problemlosen Umstieg in Shanghai haben werden. Nachdem ich von einem Animesong-Konzert in Hamburg mein zweites Mal Corona mitgebracht und Ulf auch noch angesteckt habe, hätte ich gerne auch mal wieder etwas Glück. Ich meine, dass es im Ansatz schon vorhanden ist, da ich vor Reiseantritt noch rechtzeitig genesen bin und sich durch einen Ausfall mein Supersparticket der Bahn in freie ICE-Wahl umgewandelt hat- sehr praktisch für die Rückkehr von Frankfurt Flughafen nach Kassel!

 

Für diese Reise hatte ich geplant, einen großen und einen kleinen Kabinenkoffer mitzunehmen. Und da ich aus dem letzten Jahr gelernt habe, dass sich Schalenkoffer in 12m² Zimmern nicht so toll öffnen ließen, entschied ich mich für den großen Travelite Softcase Koffer, der sich wie eine Schatzkiste öffnen lässt. Bis auf meine Waschtasche und Make-up ist dieser nun zu 3/4 voll mit Geschenken und 1/4 Kleidung- und wiegt bereits 16 von 23 kg, die er maximal haben darf.

Der Softcase-Koffer in karnimani-türkis, der schon auf unserer letzten Reise dabei war.

Ich wusste, dass es schwierig werden würde, mit einem zusätzlichen kleinen Koffer zu reisen, der nur 2 Rollen hat und als ich ein Angebot sah, schnappte ich zu. Mit einem neuen Handgepäck im Schlepptau hoffe ich, im Flieger all meine elektronischen Geräte, ein paar Wechselklamotten und einen Snack bei mir haben zu können. Die Voraussetzung dafür ist jedoch, dass er unter 8kg bleibt, von welchen ich schon 6kg aufgebracht habe… aaaaah.

 

Und auch beim kleinen Kabinentrolley habe ich mich für die türkise Variante entschieden. Beide Koffer haben außerdem einen fliederfarbenen Rollenschutz bekommen, den ich austesten werde.

Ich glaube niemand von den süßen Menschen hier, die meinen Blog seit seinen Anfängen verfolgen, haben daran geglaubt, dass ich mich ernsthaft mit dem Geschenkekaufen würde zurückhalten können... oder?!

 

Für meine Business-Termine brauche ich dieses Mal auch ein wenig andere Kleidung und fühle etwas mehr Angst davor, wie ich es handeln soll, wenn der große Koffer wieder einmal verloren gehen sollte. Ein kleiner Trost ist, dass es in Tokyo und Nagoya um die 10 Grad wärmer sind als bei uns und ich dementsprechend leichte Kleidung eingepackt habe, die nicht zu viel Platz verbraucht. Auf den Flug geht es jedoch für mich Frostbeule wie immer mit langer Hose, Pullover und extra Kuschelsocken.

 

Ich habe mir vorgenommen, meine Reise zu bloggen und würde mich sehr freuen, wenn ihr mitlest und mir bei Instagram Kommentare zur Story schreibt. Da es das erste Mal seit 10 Jahren ist, dass ich ohne Ulf fliege, fürchte ich mich ein wenig, dass es einsam werden könnte, weshalb ich für jede Interaktion dankbar bin!

 

Bitte passt auf euch auf und wir lesen uns, wenn ihr mögt, am nächsten Freitag am Frankfurter Flughafen! :-)

eure Tsu

 

Samstag, 30. Dezember 2023

USJ was quite okay!

HE ARE WEEEE- A- GOOOO!
(Einfach jede/r Angestellte in der Super Nintendo World... xD)

 

Dass wir am 28. Dezember in die Super Nintendo World innerhalb der Universal Studios Osaka fahren würden, hatten Ulf und ich uns schon lange in den Kopf gesetzt. Es war riskant, da wir wussten, dass in der Zeit kurz vor Neujahr auch etliche Japaner*innen Urlaub hatten und in Scharen zum Park strömen würden, aber unsere Zeit in Japan war ja nunmal limitiert...

 

Wir planten also nach bestem Wissen und Gewissen unsere Fahrt von Kyoto aus dorthin und buchten auch pünktlich 1 Monat vorher unsere Eintrittskarten online. Etliche Youtubevideos von Leuten, die schon dort wahren und ihre Erfahrungen schilderten, hatten uns gesagt, dass wir, wenn wir nicht mehr als den hohen Eintrittspreis zahlen wollten, schon vor 7 Uhr morgen dort sein müssten. Das liegt daran, dass man, wenn man später ankommt ein "Timed Entry Ticket" extra braucht und diese ca. 4000 Yen extra pro Person wollten wir nicht noch zusätzlich blechen...

 

Und so standen wir mega früh auf und waren gegen ca. 6.40 Uhr am Bahnhof der Universal City angekommen. Dort fingen dann schon die ersten Leute an zu rennen, um in den Schlangen möglichst weit vorne zu stehen... Wir fanden es furchtbar.

 

Wir mussten auf dem Weg zum Park noch einmal umsteigen, aber das wurde belohnt,...

 

...denn auf uns wartete die Bahn im Super Mario Design!

 

Ich hatte im Urlaub stets versucht, meine Maske im Gedränge zu tragen und tat es auch an diesem Tag. Jedoch brauchte ich bei der Masse und dem Geschubse öfter Pausen zum Durchatmen... Wir waren uns einig- solche Freizeitparks sind nichts für uns.


Es ist ein gut bekanntes "Geheimnis", dass der Park immer schon eine Stunde früher öffnet, als ausgeschrieben und deshalb warteten wir von 6.40 Uhr bis ca. 7.30 Uhr, als die ersten Besuchenden eingelassen wurden. Sobald es rein ging, fingen Leute wieder wie verrückt an, zur Super Mario World zu laufen- denn diese befand sich vom Eingang aus mehrere Meter entfernt im Nordosten des Parks. Uns taten die kleinen Kinder leid, die von ihren Eltern richtig an den Armen gerissen wurden, während sie gemeinsam rannten. Doch es waren auch mehrere Angestellte des Parks positioniert worden, die die Leuten aufforderten nicht zu rennen. Ulf und ich liefen zwar auch schnellen Schrittes, aber wir sahen vom Rennen ab. Und wir mussten auch nicht rennen, denn wir kamen problemlos ohne Timed Entry Ticket hinein und konnten auch kurz vor der grünen Eingangsröhre noch unsere Power Up-Armbänder kaufen.

 

Überall im Park werden diese Armbänder mit verschiedenen Charakter-Motiven aus den Super Mario Spielen verkauft. Sie kosten 4200 Yen und sind nicht günstig, aber ohne sie macht es auch weniger Spaß, den Park zu besuchen. Für manche Attraktionen braucht man sie sogar, um daran teilzunehmen.

 

Ulf entschied sich für das Yoshi-Armband, ich nahm Prinzessin Peach. Die Armbänder funktionieren wie die bekannten Amiibo von Nintendo und man konnte durch sie mit bestimmten Gegenständen und Geheimnissen im Park interagieren, indem man das Armband dranhielt. Wir scannten unsere Armbänder mit der APP der Universal Studios und sammelten so Punkte und Schlüssel.

 

Obwohl es der 28.12. war, standen überall im Park noch hübsche weihnachtliche Dekorationen, die wir sehr süß fanden.


Und dann ging es los- wir kamen durch die grüne Röhre und Prinzessin Peach's Schloss in den Park und waren erstmal etwas überwältigt vom Anblick... hier war wirklich alles extrem stark an die Mario-Spielewelt angepasst!

 

Fast alles, was im Park zu sehen war, bewegte sich ständig, so wie auch die Piranha-Pflanze oder die ganzen Gumbas.
 

 

Es gab Fragezeichen-Blöcke in Hülle und Fülle und in verschiedenen Höhen angebracht.

Drinnen angekommen entschieden wir uns, erst einmal den Yoshi's Adventure-Ride zu machen. Denn wir wussten aus den schon genannten Quellen, dass die Schlangen nur noch länger werden würden, je später am Tag es war. Ulf verfolgte mit der USJ-App auch die Wartezeiten und während wir beim Yoshi-Ride nur ca. 15 Minuten anstanden, waren es als wir den Park verliessen ganze 90 Minuten...(!!!).


Auch in der Warteschlange zum Yoshi-Ride gab es Blöcke, mit denen man dank Armband interagieren konnte.

 

Der Yoshi-Ride startete für uns in einem blauen Yoshi! Nun hatte sich Ulfs Traum, mal einen Yoshi zu reiten endlich erfüllt! Man hatte eine nette Aussicht auf den Park und konnte auch hier wieder sein Armband scannen und ein Spiel während der Fahrt spielen: Man musste die entsprechenden farbigen Knöpfe drücken, wenn ein Yoshi-Ei auftauchte. Die Punkte dafür wurden einem in der App gutgeschrieben.

 

 

Nach Yoshi stellten wir uns sofort schon für den Mario-Kart-Ride an, denn hier stand bereits eine Wartezeit von 45 Minuten dran. Wir mussten aber nicht so lange warten, denn wir stellten uns zu der Schlange, wo man als "Single-Rider" teilnehmen wollte. Dadurch wurde man mit einer fremden Person zusammen in den Karts platziert.

 

Für Mario Kart bekam man diese stylischen Mützen aufgesetzt und in dem Fahrgerät selbst kam dann noch ein Visier dazu, über welches man 3D-Footage eingespielt bekam. Man musste wirklich wie bei Mariokart lenken und schießen und hatte die Illusion, im Spiel drin zu sein. Eine sehr hohe Punktzahl führte dazu, dann man in der App einen Mario Kart Pokal erhielt. Wir fanden es hier ehrlich gesagt nicht schlimm, nicht nebeneinander gesessen zu haben.


Ulf und ich kauften nach dem Mario-Kart-Ride im Shop noch ein paar Kleinigkeiten für Freunde und stellten uns danach noch für ein interaktives Spiel mit einer Piranha-Pflanze an, bei dem man in 4-er Teams schnell genug auf klingelnde Wecker drücken musste, damit die Pflanze nicht aufwachte. Wir schafften es mit den zwei kleinen Kindern, das Aufwachen zu verhindern, aber sie hatten dann doch ein bisschen zu viel Angst, den Sieg mit einem Hände-Abklatsch zu feiern. Die Eltern waren aber sehr dankbar, dass wir uns so eingesetzt hatten. Danach kam ein Spiel mit einem Gumba dran, den man davon abhalten musste, einen Schlüssel zu stehlen. Hierzu musste lediglich eine Kurbel schnell genug gedreht werden, was aber ein Heidenspaß für die jüngsten Besuchenden war. Mit dem Gewinn dieses Spiels hatten Ulf und ich schon genug Punkte gesammelt, um Bowser Jr. in seinem Schloß aufzusuchen und gegen ihn anzutreten.


Das Spiel bestand aus einem riesigen interaktiven Bildschirm, über welchen Bullet Bills und andere Schergen versuchten, einen zu schlagen. Wir mussten Geschosse mit den Armen abwenden, springen oder uns ducken, um auszuweichen. Am Ende hatte Ulf die beste Punktzahl und ich war knapp dahinter und es machte sehr viel Spaß. Diesen Bereich des Spiels konnte man beispielsweise nur mit dem Armband besuchen und auch nur, wenn man 3 Schlüssel bei den anderen Spielen gesammelt hatte. Wir waren glücklich, dass wir alles so schnell erledigt hatten und hatten eine Menge Spaß.


Hier noch einmal an Blick auf einen anderen Bereich des Parks.


Leider war uns von Anfang an bewusst, dass wir mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit an diesem Tag nichts Essen würden können, denn man hätte sich stundenlang vorher beim Café anstellen müssen. Dazu kam, dass wir nichts veganes oder annähernd essbares vegetarisches bekommen hätten und darum liessen wir das bewusst aus. Aber wir shoppten noch etwas in dem Super Mario Store und fanden viele Sachen vom Preis her total okay und auch witzig. Ulf fand allerdings die Kleidung zu teuer und setzte darum aus. Ich wollte unbedingt eine schöne Keksedose mit Yoshi drauf und kaufte sie auch.


Nach dem ganzen Anstehen, Gerenne und Gedrängel zu Beginn des Tages wurde es doch noch sehr spaßig und nett und wir waren sichtlich happy.

 

Später am Tag waren auch Toad, Peach, Mario und Luigi im Park sichtbar und der Mittelpunkt der kleinen Besuchenden.

 

Der Buu Huu Pullover war echt hübsch, aber viiiieeel zu groß für mich...

 

Es gab viele Dinge, die Ulf gerne gekauft hätte, aber... es war letztendlich ja doch sehr teuer und wann würde man eine wunderschöne Mütze wie diese hier jemals wieder aufsetzen?

Gegen 12.20 Uhr war für uns der Tag im Park zu Ende, denn wir hatten Hunger und fingen schon an, die Kekse aus der Yoshi-Keksdose anzuknabbern. Ulf recherchierte kurz und fand ein veganes Okonomiyaki-Restaurant in Osaka, zu dem wir uns prompt aufmachten.
 

Beim Chitose angekommen hatten wir ein sehr ungutes Gefühl, denn es stand eine riesige Schlange Touristen davor...

 

Wir hatten aber Glück im Unglück, denn wir bekamen die ehrenvolle Aufgabe, dieses Schild zu halten- wir sollten also noch ein Okonomiyaki bekommen!!


Wir dachten erst, Fotos seien im ganzen Laden verboten, aber vom Essen durften wir eins machen- deshalb gibt es hier das halbe vegetarische Okonomiyaki mit extra Nudeln von Ulf zu sehen.


Der Laden war super klein und hatte vielleicht maximal 12 Sitzplätze. Mein veganes Okonomiyaki war aber das bisher beste, was ich je hatte!! Sogar besser als 2018 in Hiroshima...

 

Wir quatschten im Chitose mit den Betreibern, wobei der Chef sogar deutsch sprach und schenkten ihnen für ihre Pinnwand einen 5 € Schein, an welcher sich schon viele verschiedene Währungen gesammelt hatten. Wir bedankten uns als letzte Kunden des Tages und fuhren zurück nach Kyoto- denn wir mussten ja noch irgendwie die Wäsche waschen. Wir hofften, dass gegen 16.30 Uhr eventuell noch etwas frei wäre und hatten tatsächlich Glück! In den 2 Stunden, in denen die Wäsche sauber und trocken wurde, bloggte ich etwas und Ulf schlief noch ca. eine Stunde.

 

Da wir beide extrem müde waren, überlegten wir, was wir tun könnten und entschieden uns, etwas zu essen zu suchen- was erfolglos blieb. Wir irrten im Kyoto Porta am Bahnhof umher und fanden nichts zu essen, wo man nicht 1 Stunde hätte anstehen müssen, dafür aber noch eine Bluse für mich von der Marke "Earth, Music and Ecology". Letztendlich kauften wir uns vegetarisches Supermarkt-Sushi und aßen es auf unserem schönen Sofa im Hotelzimmer. Es ging also einmal früh ins Bett, denn für mich stand ein Fotoshooting für den 29. auf dem Plan, auf dass ich sehr lange schon gehofft hatte.

 

Seid gespannt,
eure Tsu & Ulf


Dienstag, 25. Dezember 2018

A very Ghibli Christmas

Totoro, Totorooo~

Am 24. Dezember war der Tag gekommen, an dem wir Tokyo wieder verlassen würden. Doch zunächst hieß es am Morgen zusammenpacken, auschecken und ins Ghibli Museum nach Mitaka zu fahren! Damit ihr wisst, wie klein das Zimmer wirklich war vorher aber die langersehnten Fotos der Unterkunft:

Das Bett war angenehm breit, jedoch hatten wir nur eine große Decke.
Es gab kein richtiges Bad, sondern nur eine einzelne Toilette ohne Waschbecken- die Hände und Zähne putzen musste man in der Küche.
Besagte kleine Küche mit dem Warmwasser-Boiler und Lüfter, der relativ laut war und wegen der Vergiftungsgefahr ständig beim Duschen mitlaufen musste…
 Auf den Fotos hatte man uns ein richtiges, kleines Sofa versprochen. Dort angekommen fanden wir jedoch nur dieses graue „Riesenkissen“...
Blick von der Raummitte zur Tür: Unsere Schuhe mussten wir auch irgendwie seitlich platzieren, um nicht drüber zu stolpern.
Satoko hatte uns netterweise im Voraus die Tickets fürs Museum besorgt, denn im deutschen Reisebüro kosteten sie keine 8Euro, sondern wucherige 30€! Wir brauchten für die Anreise ca. 51Minuten und schlossen die Koffer aus Bequemlichkeitsgründen am Bahnhof ein, denn es war schönes Wetter und wir wollten die 15-minütige Strecke dorthin laufen.

Überall waren niedliche Totoro Wegweiser aufgestellt, die wir passierten.
An der „falschen“ Rezeption saß ein diiiiicker Totoro und begrüßte die Besucher.
Da wir etwas zu früh angereist waren, holten wir uns noch einen warmen Tee im benachbarten Kombini, denn der Wind war an diesem Tag extrakalt! Ulf holte sich dort auch den neusten Manga von Sangatsu no Lion als Souvenir. Kurz nach halb 10Uhr wurden unsere Tickets geprüft und wir konnten uns vor dem Eingang des Museums anstellen. Wir plauderten mit einer lieben, kleinen japanischen Familie, deren Sohn sich sehr über Ulf Katzenbus-T-Shirt freute und auch meine Totoro-Ohrringe erspähte. Als es rein ging erhielten wir die süße Eintrittskarte mit einem Dia-Strip eines Ghiblifilms und gingen damit gleich zur ersten Vorstellung in das kleine Kino. Dort zeigten sie den 9-minütigen Kurzfilm „Takarasagashi“, welchen Hayao Miyazaki wohl in 2011 gefertigt hatte. Der Mitarbeiter erklärte, dass dieser Film nach einem japanischen Kinderbuch gefertigt worden war, das Miyazaki vor ca. 40 Jahren das erste Mal gesehen hatte. Ulf war leicht enttäuscht, weil er so gerne die Geschichte der Raupe gesehen hätte- leider läuft diese wieder erst ab Januar in dem kleinen Kino.

Da man im Ghibli-Museum nur im Außenbereich fotografieren darf, kann ich euch ab jetzt leider auch nur Fotos von dort zeigen. Generell denke ich aber, dass der Besuch sich lohnt, denn der Eintritt ist günstig und man kann als Fan die originalen Handzeichnungen und Storyboards begutachten. Das Museum ist mit seinen bunten Glasfenster aus Ghibli-Motiven ein echter Hingucker und es erwarten einen auch einige besondere Souvenirs, die man z.B. nicht in den Shops „Donguri Wakoku“ bekommen kann.

Der Blick vom Dach des Museums auf den Eingangsbereich.
Wir waren beide fest davon überzeugt, dass die starke Einbindung der Natur einen Großteil des Konzeptes des Museums ausmachte.
Na, aus welchem Ghibli-Film ist das Muster dieser Glastür...?
Hier sind wir gemeinsam mit dem süßen Roboter aus Laputa zu sehen.
Auch der Stein ist noch zu finden und wurde gleich von Ulf inspiziert.

In diesem Fenster versteckten sich jede Menge Riesen-Rußmännchen!
Wir nutzten ca. 1,5Stunden um unseren Rundgang zu machen und erfreuten uns an den schönen Bildern und Installationen. Im Shop kauften wir nur Kleinigkeiten, vor allem aber noch ein paar Postkarten, denn bislang hatten wir erst 2 Stück geschrieben. Wir gingen ganz zuletzt hinaus in Richtung des Strawhat-Cafés, um die limiterten Ghibli-Kekse zu suchen, von denen uns die liebe Frau Fuchs zuvor erzählt hatte. Es gab zwar nicht mehr so viele, aber…

…ein paar konnten wir ergattern und dieses Paar direkt auffuttern!
Ulf schenkte mir aus dem Shop später noch diesen süßen Jiji-Pin zu Weihnachten.

Wir verließen das Museum sehr seelig und liefen zurück zum Bahnhof, um in der Tokyo Station mit Yosuke Mittag zu essen. Er ist ein Freund von Ulf, mit dem er früher in Kassel viel Yu-Gi-Oh spielte. Seit einiger Zeit schon wohnt er jedoch in Freiburg und da wir zur gleichen Zeit in Japan waren verabredeten wir uns zum Essen bei T’s TanTan. Das bedeutete natürlich noch einmal: VEGANES RAMEN FÜR ALLE!

Dies war die aktuelle Karte des Restaurants.
Ich hatte ein Shouyu-Ramen-Set mit der Beilage „Soja-Karaage“.

Ulf nahm dieses Golden Sesame Tanmen und dazu sein geliebtes Curry.
Wir luden Yosuke zu Weihnachten ein und kauften auch noch einige fertige Mixes der Suppe und des Currys, da ich hoffe, dass ich meiner kleinen Schwester das schenken und sie es mit Gluten-Unverträglichkeit essen kann.

Hier seht ihr unseren T’s TanTan Haul: Die Currys kosteten pro Packung 600Yen, die Brühe 500Yen und die einmal-Fertignudelsuppe 250Yen.
Nach dem Essen brachten wir mit Yosukes Hilfe noch das Pocket Wifi zu dem Kombini Family Mart, bei dem mir die freundliche Frau an der Kasse beim Versand half. Irgendwie tat es schon weh, dieses praktische Gerät abgeben zu müssen, das uns in Tokyo mehrfach geholfen hatte schnell und einfach den richtigen Weg zu finden. Ab morgen mussten wir wieder ohne auskommen.

Zurück in Nagoya angekommen holten wir uns eine Zugreservierung für den nächsten Tag und packten in der Wohnung in Kanayama die Sachen um für den nächsten großen Abschnitt unserer Reise…

Frohe Weihnachten aus Japan wünschen euch:
Tsu + Weihnachtsulf (oder sollte das „-elf“ heißen…?)