Wir waren auf Japanreise vom 30.01. - 21.02.26! (≧▽≦)

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Samstag, 30. Dezember 2023

USJ was quite okay!

HE ARE WEEEE- A- GOOOO!
(Einfach jede/r Angestellte in der Super Nintendo World... xD)

 

Dass wir am 28. Dezember in die Super Nintendo World innerhalb der Universal Studios Osaka fahren würden, hatten Ulf und ich uns schon lange in den Kopf gesetzt. Es war riskant, da wir wussten, dass in der Zeit kurz vor Neujahr auch etliche Japaner*innen Urlaub hatten und in Scharen zum Park strömen würden, aber unsere Zeit in Japan war ja nunmal limitiert...

 

Wir planten also nach bestem Wissen und Gewissen unsere Fahrt von Kyoto aus dorthin und buchten auch pünktlich 1 Monat vorher unsere Eintrittskarten online. Etliche Youtubevideos von Leuten, die schon dort wahren und ihre Erfahrungen schilderten, hatten uns gesagt, dass wir, wenn wir nicht mehr als den hohen Eintrittspreis zahlen wollten, schon vor 7 Uhr morgen dort sein müssten. Das liegt daran, dass man, wenn man später ankommt ein "Timed Entry Ticket" extra braucht und diese ca. 4000 Yen extra pro Person wollten wir nicht noch zusätzlich blechen...

 

Und so standen wir mega früh auf und waren gegen ca. 6.40 Uhr am Bahnhof der Universal City angekommen. Dort fingen dann schon die ersten Leute an zu rennen, um in den Schlangen möglichst weit vorne zu stehen... Wir fanden es furchtbar.

 

Wir mussten auf dem Weg zum Park noch einmal umsteigen, aber das wurde belohnt,...

 

...denn auf uns wartete die Bahn im Super Mario Design!

 

Ich hatte im Urlaub stets versucht, meine Maske im Gedränge zu tragen und tat es auch an diesem Tag. Jedoch brauchte ich bei der Masse und dem Geschubse öfter Pausen zum Durchatmen... Wir waren uns einig- solche Freizeitparks sind nichts für uns.


Es ist ein gut bekanntes "Geheimnis", dass der Park immer schon eine Stunde früher öffnet, als ausgeschrieben und deshalb warteten wir von 6.40 Uhr bis ca. 7.30 Uhr, als die ersten Besuchenden eingelassen wurden. Sobald es rein ging, fingen Leute wieder wie verrückt an, zur Super Mario World zu laufen- denn diese befand sich vom Eingang aus mehrere Meter entfernt im Nordosten des Parks. Uns taten die kleinen Kinder leid, die von ihren Eltern richtig an den Armen gerissen wurden, während sie gemeinsam rannten. Doch es waren auch mehrere Angestellte des Parks positioniert worden, die die Leuten aufforderten nicht zu rennen. Ulf und ich liefen zwar auch schnellen Schrittes, aber wir sahen vom Rennen ab. Und wir mussten auch nicht rennen, denn wir kamen problemlos ohne Timed Entry Ticket hinein und konnten auch kurz vor der grünen Eingangsröhre noch unsere Power Up-Armbänder kaufen.

 

Überall im Park werden diese Armbänder mit verschiedenen Charakter-Motiven aus den Super Mario Spielen verkauft. Sie kosten 4200 Yen und sind nicht günstig, aber ohne sie macht es auch weniger Spaß, den Park zu besuchen. Für manche Attraktionen braucht man sie sogar, um daran teilzunehmen.

 

Ulf entschied sich für das Yoshi-Armband, ich nahm Prinzessin Peach. Die Armbänder funktionieren wie die bekannten Amiibo von Nintendo und man konnte durch sie mit bestimmten Gegenständen und Geheimnissen im Park interagieren, indem man das Armband dranhielt. Wir scannten unsere Armbänder mit der APP der Universal Studios und sammelten so Punkte und Schlüssel.

 

Obwohl es der 28.12. war, standen überall im Park noch hübsche weihnachtliche Dekorationen, die wir sehr süß fanden.


Und dann ging es los- wir kamen durch die grüne Röhre und Prinzessin Peach's Schloss in den Park und waren erstmal etwas überwältigt vom Anblick... hier war wirklich alles extrem stark an die Mario-Spielewelt angepasst!

 

Fast alles, was im Park zu sehen war, bewegte sich ständig, so wie auch die Piranha-Pflanze oder die ganzen Gumbas.
 

 

Es gab Fragezeichen-Blöcke in Hülle und Fülle und in verschiedenen Höhen angebracht.

Drinnen angekommen entschieden wir uns, erst einmal den Yoshi's Adventure-Ride zu machen. Denn wir wussten aus den schon genannten Quellen, dass die Schlangen nur noch länger werden würden, je später am Tag es war. Ulf verfolgte mit der USJ-App auch die Wartezeiten und während wir beim Yoshi-Ride nur ca. 15 Minuten anstanden, waren es als wir den Park verliessen ganze 90 Minuten...(!!!).


Auch in der Warteschlange zum Yoshi-Ride gab es Blöcke, mit denen man dank Armband interagieren konnte.

 

Der Yoshi-Ride startete für uns in einem blauen Yoshi! Nun hatte sich Ulfs Traum, mal einen Yoshi zu reiten endlich erfüllt! Man hatte eine nette Aussicht auf den Park und konnte auch hier wieder sein Armband scannen und ein Spiel während der Fahrt spielen: Man musste die entsprechenden farbigen Knöpfe drücken, wenn ein Yoshi-Ei auftauchte. Die Punkte dafür wurden einem in der App gutgeschrieben.

 

 

Nach Yoshi stellten wir uns sofort schon für den Mario-Kart-Ride an, denn hier stand bereits eine Wartezeit von 45 Minuten dran. Wir mussten aber nicht so lange warten, denn wir stellten uns zu der Schlange, wo man als "Single-Rider" teilnehmen wollte. Dadurch wurde man mit einer fremden Person zusammen in den Karts platziert.

 

Für Mario Kart bekam man diese stylischen Mützen aufgesetzt und in dem Fahrgerät selbst kam dann noch ein Visier dazu, über welches man 3D-Footage eingespielt bekam. Man musste wirklich wie bei Mariokart lenken und schießen und hatte die Illusion, im Spiel drin zu sein. Eine sehr hohe Punktzahl führte dazu, dann man in der App einen Mario Kart Pokal erhielt. Wir fanden es hier ehrlich gesagt nicht schlimm, nicht nebeneinander gesessen zu haben.


Ulf und ich kauften nach dem Mario-Kart-Ride im Shop noch ein paar Kleinigkeiten für Freunde und stellten uns danach noch für ein interaktives Spiel mit einer Piranha-Pflanze an, bei dem man in 4-er Teams schnell genug auf klingelnde Wecker drücken musste, damit die Pflanze nicht aufwachte. Wir schafften es mit den zwei kleinen Kindern, das Aufwachen zu verhindern, aber sie hatten dann doch ein bisschen zu viel Angst, den Sieg mit einem Hände-Abklatsch zu feiern. Die Eltern waren aber sehr dankbar, dass wir uns so eingesetzt hatten. Danach kam ein Spiel mit einem Gumba dran, den man davon abhalten musste, einen Schlüssel zu stehlen. Hierzu musste lediglich eine Kurbel schnell genug gedreht werden, was aber ein Heidenspaß für die jüngsten Besuchenden war. Mit dem Gewinn dieses Spiels hatten Ulf und ich schon genug Punkte gesammelt, um Bowser Jr. in seinem Schloß aufzusuchen und gegen ihn anzutreten.


Das Spiel bestand aus einem riesigen interaktiven Bildschirm, über welchen Bullet Bills und andere Schergen versuchten, einen zu schlagen. Wir mussten Geschosse mit den Armen abwenden, springen oder uns ducken, um auszuweichen. Am Ende hatte Ulf die beste Punktzahl und ich war knapp dahinter und es machte sehr viel Spaß. Diesen Bereich des Spiels konnte man beispielsweise nur mit dem Armband besuchen und auch nur, wenn man 3 Schlüssel bei den anderen Spielen gesammelt hatte. Wir waren glücklich, dass wir alles so schnell erledigt hatten und hatten eine Menge Spaß.


Hier noch einmal an Blick auf einen anderen Bereich des Parks.


Leider war uns von Anfang an bewusst, dass wir mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit an diesem Tag nichts Essen würden können, denn man hätte sich stundenlang vorher beim Café anstellen müssen. Dazu kam, dass wir nichts veganes oder annähernd essbares vegetarisches bekommen hätten und darum liessen wir das bewusst aus. Aber wir shoppten noch etwas in dem Super Mario Store und fanden viele Sachen vom Preis her total okay und auch witzig. Ulf fand allerdings die Kleidung zu teuer und setzte darum aus. Ich wollte unbedingt eine schöne Keksedose mit Yoshi drauf und kaufte sie auch.


Nach dem ganzen Anstehen, Gerenne und Gedrängel zu Beginn des Tages wurde es doch noch sehr spaßig und nett und wir waren sichtlich happy.

 

Später am Tag waren auch Toad, Peach, Mario und Luigi im Park sichtbar und der Mittelpunkt der kleinen Besuchenden.

 

Der Buu Huu Pullover war echt hübsch, aber viiiieeel zu groß für mich...

 

Es gab viele Dinge, die Ulf gerne gekauft hätte, aber... es war letztendlich ja doch sehr teuer und wann würde man eine wunderschöne Mütze wie diese hier jemals wieder aufsetzen?

Gegen 12.20 Uhr war für uns der Tag im Park zu Ende, denn wir hatten Hunger und fingen schon an, die Kekse aus der Yoshi-Keksdose anzuknabbern. Ulf recherchierte kurz und fand ein veganes Okonomiyaki-Restaurant in Osaka, zu dem wir uns prompt aufmachten.
 

Beim Chitose angekommen hatten wir ein sehr ungutes Gefühl, denn es stand eine riesige Schlange Touristen davor...

 

Wir hatten aber Glück im Unglück, denn wir bekamen die ehrenvolle Aufgabe, dieses Schild zu halten- wir sollten also noch ein Okonomiyaki bekommen!!


Wir dachten erst, Fotos seien im ganzen Laden verboten, aber vom Essen durften wir eins machen- deshalb gibt es hier das halbe vegetarische Okonomiyaki mit extra Nudeln von Ulf zu sehen.


Der Laden war super klein und hatte vielleicht maximal 12 Sitzplätze. Mein veganes Okonomiyaki war aber das bisher beste, was ich je hatte!! Sogar besser als 2018 in Hiroshima...

 

Wir quatschten im Chitose mit den Betreibern, wobei der Chef sogar deutsch sprach und schenkten ihnen für ihre Pinnwand einen 5 € Schein, an welcher sich schon viele verschiedene Währungen gesammelt hatten. Wir bedankten uns als letzte Kunden des Tages und fuhren zurück nach Kyoto- denn wir mussten ja noch irgendwie die Wäsche waschen. Wir hofften, dass gegen 16.30 Uhr eventuell noch etwas frei wäre und hatten tatsächlich Glück! In den 2 Stunden, in denen die Wäsche sauber und trocken wurde, bloggte ich etwas und Ulf schlief noch ca. eine Stunde.

 

Da wir beide extrem müde waren, überlegten wir, was wir tun könnten und entschieden uns, etwas zu essen zu suchen- was erfolglos blieb. Wir irrten im Kyoto Porta am Bahnhof umher und fanden nichts zu essen, wo man nicht 1 Stunde hätte anstehen müssen, dafür aber noch eine Bluse für mich von der Marke "Earth, Music and Ecology". Letztendlich kauften wir uns vegetarisches Supermarkt-Sushi und aßen es auf unserem schönen Sofa im Hotelzimmer. Es ging also einmal früh ins Bett, denn für mich stand ein Fotoshooting für den 29. auf dem Plan, auf dass ich sehr lange schon gehofft hatte.

 

Seid gespannt,
eure Tsu & Ulf


Montag, 24. Dezember 2018

Kurisumasu Shoppingu

Furi- Haggu ikaga desu ka?

Der achte Tag in Japan war am 23.12. angebrochen und wir hatten fast alles gemacht, was wir uns vorgenommen hatten und schliefen erst einmal aus. Wir entschieden uns jedoch statt eines Besuches des Bahnhofs Yotsuya (als „Kimi no na ha“-Touristen) dafür, noch einmal nach Nakano Broadway und Ikebukuro zu gehen. Ersteres war uns beiden von der letzten Reise noch gut im Gedächtnis geblieben, da wir dort beim letzten Mal eine Menge CDs erstanden sowie Anime-Merchandise, den wir sonst nirgendwo fanden. Es regnete an diesem Tag leider etwas und auch deshalb waren wir sehr zufrieden damit, drinnen zu sein und stöbern zu können. 

Kuriosität des Tages: Bunte, abstrakte Schneckenparade an einem Bahnhofsautomaten.
Wohin wir auch kamen, an diesem Wochenendtag war es extrem überfüllt…
Ellenlange Gänge, teilweise auch verwinkelte Gässchen bilden den Nakano Broadway mit den unterschiedlichsten Geschäften.
Ulf und ich schauten uns bei den unzähligen kleinen Lädchen Figuren, CDs und anderes an und kauften wieder mal eine ganze Menge ein. Ich konnte leider keine Figur von Sakura Quest finden, aber mein Freund entdeckte einen Schlüsselanhänger von Yoshino-chan, den ich mir sofort holte. Sonst fand ich nur noch die CD mit dem Ending „Freesia“ des Animes und zahlte dafür lait Ulf viel zu viel… mir waren es die 1000Yen aber wert.

An den Treppen gibt es in jedem der drei Stockwerke Hinweise auf die dort vorhandenen Geschäfte.
Ulf wühlte sich mit mir durch zahlreiche Anhänger, teils für uns selbst, teils als Mitbringsel für andere.
In einem Laden gab es sogar fast nur Fanartikel zu japanischen Sängerinnen und Sängern… ich holte mir dort einen Pin von Ayumi Hamasaki und fand auch dieses kuriose Weihnachts-Dekorationsset, was ich mir aber nicht mitnahm…!
Vitrinen dieser Art findet ihr zu hundertfach im Nakano Broadway- teilweise auch mit richtig alten oder sehr seltenen Figuren und/ oder Plüschis!
Gegen 13Uhr packte mich der Hunger und so suchten wir etwas weiter draußen nach einer Essgelegenheit. Wir waren sehr zögerlich, kauften dann aber letztendlich an einem Automaten zwei Tickets für Soba und Katsudon und setzten uns an den schmalen Tresen. Neben uns saßen viele Japaner, die ihr sehr billiges Mittagessen dort genossen.

Der Eingangsbereich mit den Plastikmodellen im Fenster und dem Automaten.

An diesen Stühlen saßen die Leute und aßen- zum Glück waren zwei nebeneinander für uns frei.

Ulfs super-Berg Soba, den er ganz alleine schaffte! Kostenpunkt: 360Yen!
Bei meinem Katsudon war sogar noch eine Miso-Suppe dabei, die ich nicht ganz schaffte. Nach dem Essen merkte ich wieder, wie schlecht ich nur noch Fleisch vertrage, denn es lag mir extrem schwer im Magen… Kostenpunkt: 490Yen!
Zurück im Nakano Broadway nahmen wir uns noch ein Stündchen zum gucken Zeit und verschwanden dann im Keller, da dort der Food Court lag und wir beide riesige Lust auf ein Eis hatten! Beim Daily Chico gab es für Ulf drei Portionen und für mich eine doppelte.

Mein Eis mit Ramune und Trauben-Geschmack.

Ulf hatte leckeres Ramune, Schokolade und schwarzer Sesam-Eis!
Mit Eis in der Hand machten wir uns wieder auf den Weg zur Bahn, denn wir hatten Hoffnung, im Pokémoncenter in Ikebukuro vielleicht noch das letzte fehlende Plüschtier für unseren Freund Stefan zu finden: Ein Krabby! In Nagoya war dies bereits restlos ausverkauft gewesen (und ich dachte immer Ulf wäre der einzige, der Krabben SUPERSÜSS findet…!). Mich machte es traurig, dass unser kleiner Abstecher zum auf dem Weg gelegenen Sanrio Shop erfolglos blieb: Seit Beginn der Reise suche ich Sachen von Aggretsuko (bzw. „Aggressive Retsuko“) und konnte also nicht mal bei der Ursprungsfirma etwas finden außer zwei viel zu große Kissen, die nie in unsere Koffer passen würden…
Der JR-Bahnhof Ikebukuro mit Weihnachtsbaum-Lichtinstallation.
Und wieder einmal auch hier extrem volle Straßen und Menschen, die in dich reinlaufen oder dich mit ihren Einkaufstaschen anrempeln und schubsen!

Hier mal noch ein weihnachtliches Bild mit Hello Kitty für Euch und mich, damit ich in Stimmung komme.
Im Pokémoncenter angekommen fanden wir uns in einer Masse von Leuten mit endloser Kassenschlange wieder, aber vor allem fanden wir auch hier KEIN KRABBY mehr, auch wenn noch nicht alles ausverkauft war. 

Dieses seltsame „Robo-Pikachu“, wie ich es liebevoll nannte wurde als neuste Ware angepriesen… witzig, aber nicht mein Fall.
Wir guckten uns noch kurz im Kiddyland um und fanden extrem überteuerte Pingus… ARMER ULF!
Nachdem wir feststellten, dass mehrere Läden leider kein passendes weißes Kleid für mich hatten, fuhren wir weiter nach Shibuya, denn um halb sieben hatten wir eine Verabredung mit meinem Freund Frank, der schon seit 17Jahren dort lebt und arbeitet. Geplant war, dass wir im veganen Restaurant „Nagi Shokudo“ essen, jedoch stellte sich heraus, dass es geschlossen war. Wir warteten nicht lange und entschieden uns dann mit Frank zu einem „One Coin Pizza Shop“ eine Straße weiter zu gehen, der von der Inneneinrichtung her sehr westlich wirkte. Das Klientel waren einige Ausländer, sowie jede Menge sehr junge Japaner. Es gab ca. 5 Pizzen zur Auswahl, wobei man so ab 500Yen (daher auch „One Coin“) pro riesiges Stück bezahlte. Wir aßen jeder zwei Stück und nahmen einen Softdrink dazu.

So sah die Jalapeno-Pizza aus und der Geschmack war auch nicht schlecht!
Wir erzählten uns jede Menge und ich freute mich, dass Frank und Ulf in Retrogames und Konsolen ein gemeinsames, großes Hobby teilten und sich Tipps geben konnten. Wir kamen auf das Thema japanische Bars und Frank bot an, uns zu einer tollen Bar in Shimokitazawa zu bringen, wo wir gemeinsam anstoßen konnten. Wir setzten uns gemeinsam an den Tresen aus dunklem Holz.

Das Schild verrät: Im 3.Stock (eigentlich 2. ...) befindet sich das "TsumujiFuu"!
Die Inneneinrichtung wirkte sehr edel, da vorwiegend in dunklem Holz gehalten.
Wir bestellten jeder etwas Alkoholisches- hier seht ihr meinen „Lemon Sour“ und auch ein bisschen von den vorhandenen Getränken!
An der Wand hinter uns befanden sich unzählige Schalplatten, aus denen man auswählen durften- der Barkeeper legte dann die Wunschsongs auf! Es gab sogar einige Retro-Animesongs wie das Opening zum Baseballanime „Touch“ oder „Ai Oboeteimasuka“ aus Macross!
Bestimmt habt ihr als häufiger Leser des Blogs schon mehrmals davon gelesen, dass ich mich mit Frank in Japan getroffen habe. Er hat mir 2008 auf meiner zweiten Japanreise damals sehr geholfen, denn er arbeitete zusammen mit der Schule in Aobadai/Yokohama, bei der ich meinen ersten Sprachkurs machte (und demnach noch nichts auf Japanisch sagen konnte!). Darüber hinaus haben wir immer mal wieder Mailkontakt gehabt und sogar 2012 auf der Animaco in Berlin für die Band „Akino&Bless4“ gearbeitet. Ich freue mich jedes Mal, wenn wir die Zeit finden, uns wieder zu sehen, da er als Deutscher in Japan so viele tolle Anekdoten zu erzählen hat, wie kaum Jemand anderes.
Gegen 22Uhr machten wir uns auf den Rückweg, denn nach Akihabara zum Hotel dauerte es schon etwas über 30Minuten und wir wollten fit sein für unseren morgendlichen Besuch im Ghibli-Museum und die anschließende Rückreise nach Nagoya.

Das Beste wieder zum Schluß: Unser Einkaufsbild mit allen Schätzen... brauchen wir dieses Jahr einen vierten Koffer...?!
Wohin uns die Spur aus Eicheln führte, könnt ihr das nächste Mal hier lesen!
Weihnachtliche Grüße von:
Tsu + Ulf

Sonntag, 23. Dezember 2018

Die Welt von "Sangatsu no Lion" & Hoch hinaus mit SPYAIR und dem SKYTREE!


BODORO DA! 

Wir hatten noch ein paar Dinge, die wir auf unserer Tokyo-Reise sehen wollten übrig und so beschlossen wir trotz des regnerischen Wetters am 22. Dezember auf den Spuren des Animes „March comes in like a lion“ (Sangatsu no Lion) zu wandeln! Es ist eine Serie über einen Jungen namens Rei Kiriyama, der sehr gut in der japanischen Variante des Schachs, aka „Shogi“ ist und sich seinen Weg erfolgreich nach oben bahnt. Privat sieht es bei ihm jedoch alles andere als gut aus- er hat Probleme in der Schule, keine Freunde und lebt ganz alleine in einer winzigen Wohnung. Seine Stiefschwester hasst ihn und er wirkt ziemlich allein in der Welt… doch zum Glück gibt es auch Menschen, die ihm mit Wärme begegnen und ihn unterstützen: Da wären zum Beispiel die drei Schwestern der Kawamoto-Familie, die genau über der Brücke in der Nähe von Tsukishima leben und ihn oft wieder aufbauen und lecker bekochen! Die erste Aufgabe war es also, Reis Weg über die Brücke zum Haus der Schwestern zu nehmen.

Aus dem Weg erspähten wir in der Ferne schon den SKYTREE.
Wir fuhren diesmal mit der Metro und nicht der JR Linie, sodass wir ein wenig Geld bezahlen mussten auf dem Weg von Akihabara nach Hatchobori. Nach einigen Minuten sahen wir schon die Chuuo-Ohashi-Brücke und erste Ausblicke, die man auch in der Animeserie oft hat:

Schon aus weiter Entfernung konnte man die Brücke mit dem hohen Wiedererkennungswert sehen.

Hier fuhren einige Schiffe entlang, als wir den Blick zum Tsukuda-Park schweifen ließen.

Über die Brücke gleich rechts befand sich der Tsukuda Park, auch wenn die Kirschblüten am Ufer zu dieser Jahreszeit leider alle kahl waren. Hier gab es ein paar Szenen des Animes, in denen Rei mit der Kawamoto-Schwester Hina-chan redet und sie tröstet…

Ulf versetzt sich in Gedanken nochmal in besagte Szene und wird sehr still und nachdenklich.

Die Statue „Midori“ und der kleine „Leuchtturm“ – wenn ihr an diesem Punkt rechts abbiegt, wartet ein hübscher kleiner Schrein auf euch.
Wir gingen am Leuchtturm vorbei geradeaus und sahen viele Leute im Park mit ihren Kindern spielen. Hier entdeckten wir die leuchtend rote Tsukuda-ko Brücke.

Leider floss unter ihr kein Wasser entlang, da es größere Bauarbeiten im Flussbett gab.

Der Park erschien im riesigen Gegensatz zu den hohen Apartmenthäusern dahinter.
Mit einem kleinen Schlenker landeten wir schließlich am „Sumijoshi Schrein“, welcher fast immer gezeigt wird, wenn Rei zu den Schwestern geht.


Es war wahnsinnig ruhig am Schrein und so trauten wir uns kaum, dort alles ganz genau zu untersuchen.
Den Eingang durch das rote Torii hatten wir leider verpasst und so wurde es unser Ausgang.

Wir gingen in Richtung der Nishinaka-Straße weiter und erhielten am Omikoshi, dem tragbaren Schrein, der alle 3 Jahre für das Sommer-Matsuri ausgeführt wird eine kleine geschichtliche Lektion von einem netten älteren Herren. 

In diesem übergroßen Glaskasten ruht der Schrein, den die Menschen zum Festival auf ihren Schultern durch die breiteren Straßen tragen. Im übernächsten Jahr ist es wieder soweit und da wir hörten, dass jeder mittragen darf, wären auch wir willkommen, so der nette Herr.

Nur noch dieser Stein erinnert daran, dass hier einmal eine Fähre an- und ablegte. Doch schon in 1964 stellte man den Betrieb mit der Errichtung der Tsukuda-Ohashi-Brücke ein…
Falls auch ihr den Anime auch liebt, empfehlen wir euch dringend diese kleine Lauf-Tour, am besten zu einer anderen Jahreszeit, wenn die Bäume und Blumen blühen! Wir liefen dann zum Bahnhof Tsukishima und sahen auf dem Weg viele traditionelle kleine Häuschen, von denen jedes das der Familie Kawamoto hätte sein können. Unser nächstes Ziel war die Shogi Hall in Sendagaya!

Auf dem Weg trank ich diese warme Sojamilch mit dem Geschmack von süßer-Bohnen-Suppe… ich finde das Zeug total kurios und bin nicht sicher, ob es mir schmeckt, oder nicht!

Der Hatonomori Hachiman Schrein wird im Anime March comes in like a lion oft gezeigt, weil hier die Spieler um göttliches Geleit für wichtige Matches bitten.

Der Schinto Schrein soll bereits seit dem frühen 8. Jahrhundert dort gelegen sein.


Alles steht ganz im Zeichen des japanischen Schachspiels Shogi- es gab sogar Omamori, also Glücksbringer mit dem Brett und Steinen darauf!
Special View Pooooint!
Es gibt auch einen sogenannten „fuji-zuka“, einen kleinen Berg, der zur Verehrung des Fuji aufgebaut ist und denen den „gedanklichen“ Aufstieg ermöglichen soll, die zu schwache sind, das Original zu besteigen.Wir kletterten die glitschigen Steine einmal hoch und hatten einen sehr schönen Ausblick auf das Gelände. 

Hinter dem Schrein befand sich gleich die Shogi Hall, wo wir zwar nicht so viel Zeit wie beim Go am Tag zuvor verbrachten, jedoch trotzdem froh waren, hergekommen zu sein. An diesem Samstag war der zweite Stock voll mit Spielern allen Alters: Kleine Kinder spielten sogar gegen schon ergraute Mitmenschen!

Schon von draußen sahen wir durch die Fenster die Spieler ins Match vertieft an ihren Brettern sitzen.

Am Eingang begrüßte uns Rei-kun, doch sonst war nicht so viel vom Anime zu spüren außer unsere Freude darüber, dass wir die echte Shogi-Hall einmal sehen konnten.

Auch hier gab es einen Shop mit Büchern, Kalendern, Brettern, Steinen und vielem mehr!
Dies sind die Dinge, die wir hier und am Schrein zuvor gekauft hatten: Ein Mini-Shogispiel und ein Omamori-Paar für... Hochzeitspaare!

Damit beendeten wir unseren Ausflug in die Animewelt und fuhren zurück nach Akihabara. Wir nutzen unseren mobilen Wifi-Router und kamen mit Hilfe dessen zu einem Restaurant mit veganem Ramen, dessen reicher Geschmack uns einfach umhaute! 

Bei „Kyuushu Jangara Ramen“ gibt es eine Sorte veganes Ramen mit Bambus, Tofu und Lauchzwiebeln, welches einfach köstlich schmeckte. Der Preis waren rund 1000Yen.

Wir fragten uns immer wieder, wie man eine so leckere Suppe kochen konnte, die genauso reichhaltig und fettig schmeckte wie eine mit tierischen Zutaten.
Obwohl wir in eine Ecke des Mini-Ladens gequetscht waren, fanden wir es ziemlich urig und toll!
Nach einer weiteren Stunde, in welcher wir einige Läden abklapperten und auch die Yugi-Oh-Karte für einen Freund fanden, wollten wir nochmal kurz ins Hotel zurück und auf dem Weg einen besonderen Snack genießen… 

Beim Kuriko-An lohnt sich das anstehen sehr, denn…

…es bietet diese süßen Taiyaki-Küchlein in Form des Pokémons Karpador an! Es gab eine Vanille- und Schokoladenfüllung, die beide unglaublich gut waren!
Wir zogen uns kurz Zuhause um und fuhren sofort nach Suidobashi, wo die Tokyo Dome City Hall zu finden ist… denn hier sollte das SPYAIR-Konzert stattfinden, zu welchem wir eingeladen waren. Ulf und ich fanden Ryota am Eingang und gingen mit ihm gemeinsam hinein. Wieder erhielten wir kostenlosen Eintritt zum Konzert sowie einen Special Guest-Pass in Aufkleberform, mit welchem wir nach dem Konzert die Bandmitglieder treffen durften… Womit hatten wir so verdammt viel Glück verdient?! 

Die nächtliche Beleuchtung des Eventorts war echt cool.

Die Schlange draußen fürs Konzert war bereits seit 14h am Nachmittag entstanden- erwartet wurden ca. 4000 Besucher!!
Vor Start des Konzerts durfte ich von unserem Sitzplatz aus noch ein Foto auf die Bühne machen.
Das Konzert startete und schon vorher waren Ulf und ich ziemlich begeistert, wie zurechtgemacht alle Fans dorthin kamen- jeder hatte ein Shirt, ein Handtuch oder andere Dinge der Band dabei oder an, um sie anzufeuern. Sofort wurde uns bei der großen Begeisterung klar, warum der Auftritt in Aschaffenburg den Jungs vielleicht nicht so stark im Gedächtnis geblieben war: Hier gingen die Leute RICHTIG AB und feierten SPYAIR!! Die Arme des Publikums bewegten sich perfekt im Takt zur Musik und auch die Handtücher liess man nach Aufforderung von Frontsänger IKE kreisen… WAS FÜR EIN ABEND! Wir hörten auch die uns besser bekannten Songs aus Bleach, Gintama, Samurai Flamenco und Haikyuu! 

Wir bedankten uns bei den SPYAIR-Jungs und sagten ihnen, dass wir in Deutschland auf sie warten würden… sie gratulierten uns außerdem zur Verlobung… wie süß das einfach war.

Wir kauften mir noch ein Shirt und das neuste Album- Ryota schenkte uns zum Ende die neue Single „I Wanna Be“ zu Gintama… Wir überlegen immer noch, wie wir all diese tollen Erlebnisse wieder gut machen können…
Nach der Verabschiedung hatte Ulf den genialen Einfall, noch schnell zum SKYTREE zu fahren und zu versuchen, den Aufstieg zu schaffen. Es war bereits nur noch eine halbe Stunde Zeit bis zum letzten Einlass… würden wir das schaffen?

Der Zug, den wir nehmen mussten fuhr nach Oshiage, direkt an den Fuß des Turms und wir kamen gerade so um 21.57Uhr an. Glück gehabt, denn wir durften als vorletzte Gruppe hinauf. Wir kauften die Tickets nur für die erste Plattform in 350m Höhe, denn bis zum 450m-Punkt war es nochmal viel viel teurer und ich wusste nicht, wie ich mit meiner Höhenangst klarkommen würde.


Der elegante Aufzug brachte uns in nur 50Sekunden nach oben und eröffnete uns nach Verlassen den Ausblick auf Tokyo BY NIGHT!
Geschafft: Ich hatte die Angst überwunden und war mit Ulf on TOP OF THE WORLD!

Auch auf diesem Turm gab es einen gläsernen Boden, der den schwindelerregenden Blick nach unten ermöglichte.
Alles war schön weihnachtlich dekoriert, aber dennoch will es nicht in meinen Kopf, dass wir Weihnachten haben… für mich ist jetzt JAPANZEIT!
Es gab auch ein Dragonball Super – Themencafé, für das Ulf sich sehr interessierte.
Ich kaufte ein paar Kleinigkeiten als Andenken und hatte Glück beim Gatcha- denn nur hier gab es kleine Figuren des Turms, von denen ich unbedingt eine haben wollte.


Beim Verlassen sahen wir einen kleinen Weihnachtsmarkt, an dem wir vorher nur zügig vorbeigerauscht waren…

…die Stollen und Glühweinpreise hatten es jedoch echt in sich!
Was würden die Japaner wohl denken, wenn wir ihnen die Preise in Deutschland nennen würden?
Mach es gut, großer Freund!
Es war nun Zeit für den Heimweg. Ich bloggte den Vortag und Ulf fiel komplett müde aber glücklich ins Bett… 

Hier ist das Foto mit den tollen CDs und ein paar anderen kleinen Sachen, die wir in Akihabara errungen haben.

Bei Mandarake und Lashinbang gab es außerdem noch diese Dinge für uns.

Wir haben nun fast alle Orte gesehen, die wir in Tokyo besuchen wollten… trotzdem werden wir Euch natürlich auch vom nächsten Tag der Reise wieder berichten!

Vielen Dank für eure Anteilnahme an unserer Reise bisher,
eure Tsu + Ulf