Wir waren auf Japanreise vom 30.01. - 21.02.26! (≧▽≦)

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Sonntag, 23. Dezember 2018

Die Welt von "Sangatsu no Lion" & Hoch hinaus mit SPYAIR und dem SKYTREE!


BODORO DA! 

Wir hatten noch ein paar Dinge, die wir auf unserer Tokyo-Reise sehen wollten übrig und so beschlossen wir trotz des regnerischen Wetters am 22. Dezember auf den Spuren des Animes „March comes in like a lion“ (Sangatsu no Lion) zu wandeln! Es ist eine Serie über einen Jungen namens Rei Kiriyama, der sehr gut in der japanischen Variante des Schachs, aka „Shogi“ ist und sich seinen Weg erfolgreich nach oben bahnt. Privat sieht es bei ihm jedoch alles andere als gut aus- er hat Probleme in der Schule, keine Freunde und lebt ganz alleine in einer winzigen Wohnung. Seine Stiefschwester hasst ihn und er wirkt ziemlich allein in der Welt… doch zum Glück gibt es auch Menschen, die ihm mit Wärme begegnen und ihn unterstützen: Da wären zum Beispiel die drei Schwestern der Kawamoto-Familie, die genau über der Brücke in der Nähe von Tsukishima leben und ihn oft wieder aufbauen und lecker bekochen! Die erste Aufgabe war es also, Reis Weg über die Brücke zum Haus der Schwestern zu nehmen.

Aus dem Weg erspähten wir in der Ferne schon den SKYTREE.
Wir fuhren diesmal mit der Metro und nicht der JR Linie, sodass wir ein wenig Geld bezahlen mussten auf dem Weg von Akihabara nach Hatchobori. Nach einigen Minuten sahen wir schon die Chuuo-Ohashi-Brücke und erste Ausblicke, die man auch in der Animeserie oft hat:

Schon aus weiter Entfernung konnte man die Brücke mit dem hohen Wiedererkennungswert sehen.

Hier fuhren einige Schiffe entlang, als wir den Blick zum Tsukuda-Park schweifen ließen.

Über die Brücke gleich rechts befand sich der Tsukuda Park, auch wenn die Kirschblüten am Ufer zu dieser Jahreszeit leider alle kahl waren. Hier gab es ein paar Szenen des Animes, in denen Rei mit der Kawamoto-Schwester Hina-chan redet und sie tröstet…

Ulf versetzt sich in Gedanken nochmal in besagte Szene und wird sehr still und nachdenklich.

Die Statue „Midori“ und der kleine „Leuchtturm“ – wenn ihr an diesem Punkt rechts abbiegt, wartet ein hübscher kleiner Schrein auf euch.
Wir gingen am Leuchtturm vorbei geradeaus und sahen viele Leute im Park mit ihren Kindern spielen. Hier entdeckten wir die leuchtend rote Tsukuda-ko Brücke.

Leider floss unter ihr kein Wasser entlang, da es größere Bauarbeiten im Flussbett gab.

Der Park erschien im riesigen Gegensatz zu den hohen Apartmenthäusern dahinter.
Mit einem kleinen Schlenker landeten wir schließlich am „Sumijoshi Schrein“, welcher fast immer gezeigt wird, wenn Rei zu den Schwestern geht.


Es war wahnsinnig ruhig am Schrein und so trauten wir uns kaum, dort alles ganz genau zu untersuchen.
Den Eingang durch das rote Torii hatten wir leider verpasst und so wurde es unser Ausgang.

Wir gingen in Richtung der Nishinaka-Straße weiter und erhielten am Omikoshi, dem tragbaren Schrein, der alle 3 Jahre für das Sommer-Matsuri ausgeführt wird eine kleine geschichtliche Lektion von einem netten älteren Herren. 

In diesem übergroßen Glaskasten ruht der Schrein, den die Menschen zum Festival auf ihren Schultern durch die breiteren Straßen tragen. Im übernächsten Jahr ist es wieder soweit und da wir hörten, dass jeder mittragen darf, wären auch wir willkommen, so der nette Herr.

Nur noch dieser Stein erinnert daran, dass hier einmal eine Fähre an- und ablegte. Doch schon in 1964 stellte man den Betrieb mit der Errichtung der Tsukuda-Ohashi-Brücke ein…
Falls auch ihr den Anime auch liebt, empfehlen wir euch dringend diese kleine Lauf-Tour, am besten zu einer anderen Jahreszeit, wenn die Bäume und Blumen blühen! Wir liefen dann zum Bahnhof Tsukishima und sahen auf dem Weg viele traditionelle kleine Häuschen, von denen jedes das der Familie Kawamoto hätte sein können. Unser nächstes Ziel war die Shogi Hall in Sendagaya!

Auf dem Weg trank ich diese warme Sojamilch mit dem Geschmack von süßer-Bohnen-Suppe… ich finde das Zeug total kurios und bin nicht sicher, ob es mir schmeckt, oder nicht!

Der Hatonomori Hachiman Schrein wird im Anime March comes in like a lion oft gezeigt, weil hier die Spieler um göttliches Geleit für wichtige Matches bitten.

Der Schinto Schrein soll bereits seit dem frühen 8. Jahrhundert dort gelegen sein.


Alles steht ganz im Zeichen des japanischen Schachspiels Shogi- es gab sogar Omamori, also Glücksbringer mit dem Brett und Steinen darauf!
Special View Pooooint!
Es gibt auch einen sogenannten „fuji-zuka“, einen kleinen Berg, der zur Verehrung des Fuji aufgebaut ist und denen den „gedanklichen“ Aufstieg ermöglichen soll, die zu schwache sind, das Original zu besteigen.Wir kletterten die glitschigen Steine einmal hoch und hatten einen sehr schönen Ausblick auf das Gelände. 

Hinter dem Schrein befand sich gleich die Shogi Hall, wo wir zwar nicht so viel Zeit wie beim Go am Tag zuvor verbrachten, jedoch trotzdem froh waren, hergekommen zu sein. An diesem Samstag war der zweite Stock voll mit Spielern allen Alters: Kleine Kinder spielten sogar gegen schon ergraute Mitmenschen!

Schon von draußen sahen wir durch die Fenster die Spieler ins Match vertieft an ihren Brettern sitzen.

Am Eingang begrüßte uns Rei-kun, doch sonst war nicht so viel vom Anime zu spüren außer unsere Freude darüber, dass wir die echte Shogi-Hall einmal sehen konnten.

Auch hier gab es einen Shop mit Büchern, Kalendern, Brettern, Steinen und vielem mehr!
Dies sind die Dinge, die wir hier und am Schrein zuvor gekauft hatten: Ein Mini-Shogispiel und ein Omamori-Paar für... Hochzeitspaare!

Damit beendeten wir unseren Ausflug in die Animewelt und fuhren zurück nach Akihabara. Wir nutzen unseren mobilen Wifi-Router und kamen mit Hilfe dessen zu einem Restaurant mit veganem Ramen, dessen reicher Geschmack uns einfach umhaute! 

Bei „Kyuushu Jangara Ramen“ gibt es eine Sorte veganes Ramen mit Bambus, Tofu und Lauchzwiebeln, welches einfach köstlich schmeckte. Der Preis waren rund 1000Yen.

Wir fragten uns immer wieder, wie man eine so leckere Suppe kochen konnte, die genauso reichhaltig und fettig schmeckte wie eine mit tierischen Zutaten.
Obwohl wir in eine Ecke des Mini-Ladens gequetscht waren, fanden wir es ziemlich urig und toll!
Nach einer weiteren Stunde, in welcher wir einige Läden abklapperten und auch die Yugi-Oh-Karte für einen Freund fanden, wollten wir nochmal kurz ins Hotel zurück und auf dem Weg einen besonderen Snack genießen… 

Beim Kuriko-An lohnt sich das anstehen sehr, denn…

…es bietet diese süßen Taiyaki-Küchlein in Form des Pokémons Karpador an! Es gab eine Vanille- und Schokoladenfüllung, die beide unglaublich gut waren!
Wir zogen uns kurz Zuhause um und fuhren sofort nach Suidobashi, wo die Tokyo Dome City Hall zu finden ist… denn hier sollte das SPYAIR-Konzert stattfinden, zu welchem wir eingeladen waren. Ulf und ich fanden Ryota am Eingang und gingen mit ihm gemeinsam hinein. Wieder erhielten wir kostenlosen Eintritt zum Konzert sowie einen Special Guest-Pass in Aufkleberform, mit welchem wir nach dem Konzert die Bandmitglieder treffen durften… Womit hatten wir so verdammt viel Glück verdient?! 

Die nächtliche Beleuchtung des Eventorts war echt cool.

Die Schlange draußen fürs Konzert war bereits seit 14h am Nachmittag entstanden- erwartet wurden ca. 4000 Besucher!!
Vor Start des Konzerts durfte ich von unserem Sitzplatz aus noch ein Foto auf die Bühne machen.
Das Konzert startete und schon vorher waren Ulf und ich ziemlich begeistert, wie zurechtgemacht alle Fans dorthin kamen- jeder hatte ein Shirt, ein Handtuch oder andere Dinge der Band dabei oder an, um sie anzufeuern. Sofort wurde uns bei der großen Begeisterung klar, warum der Auftritt in Aschaffenburg den Jungs vielleicht nicht so stark im Gedächtnis geblieben war: Hier gingen die Leute RICHTIG AB und feierten SPYAIR!! Die Arme des Publikums bewegten sich perfekt im Takt zur Musik und auch die Handtücher liess man nach Aufforderung von Frontsänger IKE kreisen… WAS FÜR EIN ABEND! Wir hörten auch die uns besser bekannten Songs aus Bleach, Gintama, Samurai Flamenco und Haikyuu! 

Wir bedankten uns bei den SPYAIR-Jungs und sagten ihnen, dass wir in Deutschland auf sie warten würden… sie gratulierten uns außerdem zur Verlobung… wie süß das einfach war.

Wir kauften mir noch ein Shirt und das neuste Album- Ryota schenkte uns zum Ende die neue Single „I Wanna Be“ zu Gintama… Wir überlegen immer noch, wie wir all diese tollen Erlebnisse wieder gut machen können…
Nach der Verabschiedung hatte Ulf den genialen Einfall, noch schnell zum SKYTREE zu fahren und zu versuchen, den Aufstieg zu schaffen. Es war bereits nur noch eine halbe Stunde Zeit bis zum letzten Einlass… würden wir das schaffen?

Der Zug, den wir nehmen mussten fuhr nach Oshiage, direkt an den Fuß des Turms und wir kamen gerade so um 21.57Uhr an. Glück gehabt, denn wir durften als vorletzte Gruppe hinauf. Wir kauften die Tickets nur für die erste Plattform in 350m Höhe, denn bis zum 450m-Punkt war es nochmal viel viel teurer und ich wusste nicht, wie ich mit meiner Höhenangst klarkommen würde.


Der elegante Aufzug brachte uns in nur 50Sekunden nach oben und eröffnete uns nach Verlassen den Ausblick auf Tokyo BY NIGHT!
Geschafft: Ich hatte die Angst überwunden und war mit Ulf on TOP OF THE WORLD!

Auch auf diesem Turm gab es einen gläsernen Boden, der den schwindelerregenden Blick nach unten ermöglichte.
Alles war schön weihnachtlich dekoriert, aber dennoch will es nicht in meinen Kopf, dass wir Weihnachten haben… für mich ist jetzt JAPANZEIT!
Es gab auch ein Dragonball Super – Themencafé, für das Ulf sich sehr interessierte.
Ich kaufte ein paar Kleinigkeiten als Andenken und hatte Glück beim Gatcha- denn nur hier gab es kleine Figuren des Turms, von denen ich unbedingt eine haben wollte.


Beim Verlassen sahen wir einen kleinen Weihnachtsmarkt, an dem wir vorher nur zügig vorbeigerauscht waren…

…die Stollen und Glühweinpreise hatten es jedoch echt in sich!
Was würden die Japaner wohl denken, wenn wir ihnen die Preise in Deutschland nennen würden?
Mach es gut, großer Freund!
Es war nun Zeit für den Heimweg. Ich bloggte den Vortag und Ulf fiel komplett müde aber glücklich ins Bett… 

Hier ist das Foto mit den tollen CDs und ein paar anderen kleinen Sachen, die wir in Akihabara errungen haben.

Bei Mandarake und Lashinbang gab es außerdem noch diese Dinge für uns.

Wir haben nun fast alle Orte gesehen, die wir in Tokyo besuchen wollten… trotzdem werden wir Euch natürlich auch vom nächsten Tag der Reise wieder berichten!

Vielen Dank für eure Anteilnahme an unserer Reise bisher,
eure Tsu + Ulf

Donnerstag, 20. Dezember 2018

Intermezzo: Zwei Anekdoten aus der Ferne

グーテン・タク!

Ich habe den Pokéball gewählt… und ihr? Die fast überall ausverkauften Donuts waren ein Geschenk von der lieben Kyouko!
Das Minpaku-Problem

Zwei weniger schöne Sachen, die am 19.12. noch passiert sind, habe ich im letzten Blogpost noch nicht erwähnt: Seit unserer Ankunft versuchten wir jeden Tag gemeinsam mit Kyouko und Hisato die Nachbarin im Apartment nebenan zu besuchen, um ihr zu sagen, dass sie sich keine Sorgen machen müsse, dass zwei Ausländer aus Deutschland hier zu Gast sind. Wir waren zu diesem Zweck natürlich auch mit reichlich Süßigkeiten bepackt, die der Besänftigung dienen sollten. Als wir besagte Nachbarin gestern gegen 17Uhr antrafen, wurde uns auch klar, weshalb wir uns so sehr bemühen sollten… Die alleinlebende ältere Dame wurde sehr böse und beschwerte sich, dass in dem Haus ja nur noch Fremde wohnen würden und sie schon alle Leute auf dem Stockwerk gefragt hätte, ob sie uns kennen würden…  Dabei log sie auch frech, denn sie meinte, dass Niemand eine Ahnung von uns hätte und dass das total angsteinflößend sei. Dass es ihr Angst macht, weil wir sie vorher nicht informieren konnten, kann ich nachvollziehen, jedoch: Der nette ältere Herr, der die Treppenhausreinigung vornahm, hatte uns einige Tage zuvor schon angesprochen und wir ihm sofort bereitwillig auf Japanisch erklärt wer wir seien und warum wir Zugang zur Wohnung besaßen.


Am Ende entschuldigte sie sich zwar, dass sie sich beschwert hätte, aber wir wussten, dass sie uns nie wohlgesonnen sein würde… nun mache ich mir große Gedanken darum, dass wir bloß nichts Falsches tun, was ihr zuspielt…! Hisato und Co. waren aber keineswegs sauer auf uns.

Wir ließen letztendlich eine lange Predigt über uns ergehen und waren uns einig, dass sie sehr unfair reagierte, weil sie keinerlei Verständnis dafür zeigte, dass die Yoshimizus uns ihr Apartment für einige Tage überließen. Sie verdächtigte sie anscheinend, illegale Vermietung im AirBnB-Stil zu betreiben, was natürlich absoluter Quatsch ist!! Der einzige Grund, warum Kyouko und Co. das Apartment weniger nutzen als noch vor 2 Jahren ist, dass beide Elternteile arbeiten gehen und es sich als extrem schwierig erwies, eine Tagesmutter für die jüngste Tochter zu finden. Deswegen leben sie momentan eher im großen Haus der Großmutter, die die kleine betreut und wo auch wir die Abende mit allen verbringen. Doch dieser Lifestyle ist anscheinend nicht für Jedermann…

EIN FEUER, EIN FEUER!

Ich habe momentan leider sehr große Probleme, einzuschlafen. Auch gestern war ich gegen 1:40Uhr in der Nacht (Ortszeit) noch wach, als ich plötzlich von draußen einen japanischen Feueralarm hörte: „PIEP PIEP PIEP KAJI DESU! PIEP PIEP PIEP KAJI DESU!!“. Total erschrocken öffnete ich das Fenster um zu sehen, woher das Geräusch kam, während Ulf seelenruhig weiterschlief. Es stellte sich heraus, dass es aus dem Nebengebäude vom Fenster schräg unter unserem Schlafzimmer kam. Ich roch das angebrannte Essen und bekam solche Angst, dass ich auf Facebook Hisato und Satoko anschrieb, ob sie noch wach seien. Während ich 10 Minuten total erstarrt aus dem Fenster gaffte, kam Jemand und löschte das Feuer, ohne ein Licht einzuschalten. Es hörte sich an wie das Zischen, wenn man Wasser auf eine Pfanne mit heißem Öl gießt… Jedoch schallte der Alarm noch weitere 10 Minuten nachdem die gemutmaßte Löschung stattfand!  Ich hoffte auf baldige Klärung, die dann auch eintrat… Am Morgen danach entschuldigte ich mich bei Hisato und Satoko und erklärte, was geschehen war. Beim nächsten Mal sollte ich wohl besser meinen Ulf (und alle Pokémon-Plüschis) packen und das Gebäude verlassen, wenn ich nicht sicher bin, was los ist…!

Nach diesem Blog-Exkurs geht es nun aber wirklich nach (und um) Tokyo! ;-)
 
eure Tsu (+Ulf)
 

Inuyama Konyaku Party!


Hello, my friend.

Am selben Abend des letzten Blogeintrags machten Ulf und ich uns auf nach Inuyama, denn natürlich kann man einfach nicht anders als seine geliebte Gastfamilie in Japan zu besuchen! Okaasan holte uns kurz nach 17 Uhr am Bahnhof Inuyama ab und fuhr zu ihrem Haus, wo auch schon Maho und ihre kleine Tochter Tsumugi auf uns warteten.

Der Bahnhof Inuyama im Abendlicht- an diesem Tag war es wirklich sehr kalt!!

Wir spielten eine ganze Weile mit ihr während uns ein fantastisches Abendessen zubereitet wurde- Maho erinnerte sich an unser gemeinsames Kochabenteuer in 2014, wo wir mit Hilfe von Eiern, Tomaten und Mayonnaise Pilze darstellten. Und auch für unseren Vegetarier Ulf gab es eine ganze Menge leckerer Überraschungen:

Wie man nur unschwer erkennt, handelt es sich um meinen Teller mit leckerem Oden- schließlich ist da superleckerer Tintenfisch drauf!

Auch eine herzhafte Suppe hatte man uns zubereitet- daneben seht ihr Ulfs vegetarisches Oden!

Nun gibt es dieses Bild gleich zweimal auf meinem Blog: Aus 2014 und von 2018! DANKE MAHO!

Extra für Ulf wurde vegetarisches Oden zubereitet, ein typisches Winteressen in Japan.
Zum Essen kamen Papa Masayoshi und Mahos Mann Shinjiro von ihrer Arbeit dazu und wir erzählten sehr viel, wobei Ulf für sein Japanisch viel Lob erhielt. Ich hatte auch das Gefühl, dass er noch viel mehr sagen und verstehen konnte, als vor zwei Jahren! Dabei hat er in dieser Zeit keinen Unterricht genommen.

Da wir uns vor einiger Zeit verlobt haben, bekamen wir jede Menge liebevolle Geschenke, unter anderem auch ein paar Teetassen mit dem traditionellen Muster Inuyamas drauf (sehr teuer, da handgemacht!!!!) sowie leckere Tees, Süßigkeiten und auch einen teuren Sake, den wir in Deutschland gerne trinken werden.

Ich öffne mit Tsumugi ihr erstes Geschenk- ein Frühlingsoutfit mit Marienkäfern drauf! Erst hatte ich Angst, es wäre zu klein, da Maho sagte, sie trägt schon Größe "90" und es war eine deutsche 86... aber anscheinend sind die Babies in Deutschland auch vieeel größer als in Japan, denn die Größe passte!
Die Familien überraschten uns beide mit einem extra georderten Kuchen, auf dem „Alles Gute zur Verlobung“ stand… so viel Liebe machte uns einfach nur extrem glücklich! Danach überreichten auch wir unser buntes Mitbringsel-Gemisch aus Keksen, Gummitieren und anderem, wobei die beiden Männer sich offensichtlich am meisten über das Bier freuten.

"Shin-kun to Jennifer, konyaku omedetou!"

Am nächsten Tag gab es um 9Uhr ein tolles Pizzatoast-Frühstück von Okaasan und um 10Uhr hatte sie ein paar Freundinnen eingeladen, die für uns auf den Shinobue-Flöten mehrere Stücke aus Ghibli-Filmen spielten- ein privates Konzert nur für uns- WOW! Mit dabei war etwas aus Prinzessin Mononoke, der Mohnblumenberg und Chihiros Reise ins Zauberland. Außerdem übten wir auch noch etwas Deutsch mit Ihnen, indem wir ein Verkaufsgespräch á la... äh... "Subway" nachahmten.

Normalerweise essen wir beide garnicht soviel zum Frühstück... sieht es nicht toll aus?

"Guten Tag, was hätten Sie gerne?".
Etwas später gab es noch Matchatee mit diesem Kuchen... Ja, das ist echtes Gold da drauf. Living Life BIG in Japan!
Anschließend gingen wir noch mit あllen etwas bei „Sakura-Chaya“ in Inuyama essen- direkt am Fuße des Schloßes. Es war ein wunderschöner "vegetarischer Mix", dessen Anrichtung an das Kaiseki-Ryori erinnerte, aber weitaus moderner durchgeführt war. 

Ulf und Tsu vor dem hölzernen Eingang des Sakura-Chaya!

Besonders der gewürzte Reis hatte es Ulf angetan! Ich war total erstaunt, dass er sogar das kleine Stück Kamaboko ("fishcake") in der Suppe mitgegessen hatte... (soviel zum Thema "vegetarisch" in Japan).

Obwohl ich nicht der größte Fan von Dengaku bin, aß ich alles auf!

Nach dem schönen Essen wurde es schon wieder Zeit, auf Wiedersehen zu sagen, denn Okaasan hatte noch einen Termin- wir werden sie aber in jedem Fall zur Hochzeit im nächsten Jahr einladen!

Auf dem Weg zum Bahnhof sahen wir, dass in Inuyama ein Igel-Café aufgemacht hatte... Japan macht einfach vor keinem Tier halt... wann kommt endlich Ulfs Krokodil-Café?!
Wir kauften einige wenige Souvenirs am Schrein und in den Geschäften und fuhren mit der Bahn zurück nach Nagoya. Wir packten unsere Koffer für 5 Tage Tokyo, die uns noch bevorstehen. Am Abend wartete dann das langersehnte gemeinsame Essen mit allen Nagoya-nern beim Inder auf uns. Was wir vorher nicht wussten war, dass es ganz schön lange dauerte, dorthin mit dem Auto zu gelangen. Wir fuhren in Satokos Auto mit und staunten nicht schlecht, dass wir im "Karnataka" den gesamten oberen Stock als privates Zimmer bekamen.

So sah mein veganes Set im Karnataka aus! Es war nicht scharf, aber trotzdem lecker!
Da die Kinder alle aus unbekannten Gründen extrem aufgekratzt waren, konnten wir nicht wirklich viel miteinander reden, aber wir versprachen uns, das an Neujahr nachzuholen. Jetzt machen wir uns erstmal auf den Weg nach TOKYO!

Bis zum nächsten Mal auf diesem Blog!

eure Tsu (+Ulf)