Wir waren auf Japanreise vom 30.01. - 21.02.26! (≧▽≦)

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Sonntag, 3. November 2024

Making of: Pokémon Design Lab-Shirt

Even if things don't go as you like
It's not as if you've thrown your life away

(Utada Hikaru - "Flavor of Life")


Der regnerischste Tag in Tokyo überhaupt war der 2. November. Anfangs plante ich noch mit D. und ein paar Bekannten von ihm zum Baseball zu fahren, aber das Spiel wurde aufgrund des schlechten Wetters sowieso gecancelt. Dadurch war für mich klar: Der Samstag war der einzige Tag, an dem ich es schaffen könnte, Ulf einen Wunsch zu erfüllen: Den Wunsch von einem Pokémon DesignLab- T-Shirt!

Im Pokémon Center im Kaufhaus Parco von Shibuya kann man sich sein eigenes Pokémon-Shirt an einem PC/ Terminal gestalten und drucken lassen. Darum machte ich mich schon um 9 Uhr los um mich gegen halb zehn in die Schlange zum Eingang des Kaufhauses zu stellen.

Mein Outfit des Tages... das wird vielleicht nochmal wichtig, denn... ich wurde später am Tag etwas "seltsam" darauf angesprochen.

Da es in Shibuya regnete waren alle mit Schirmen unterwegs. Kurz vor 9:30 Uhr konnte man aber viel entspannter noch als sonst über die Straße und durch die Gassen spazieren.

Ich lag zeitlich gar nicht schlecht, denn vor mir waren zwar einige Leute, aber ich konnte in 3 Meter Entfernung die ersten Design-wütenden Mitstreiter*innen noch erkennen.

Zuvor hatte ich online gelesen, dass es besser sei, NICHT am Wochenende zu kommen, aber... aufgrund der anderen Termine hatte ich nicht wirklich eine Wahl. Umso mehr freute ich mich, dass ich als Nummer 24 dran sein würde.

Wie das mit dem Design Lab bei mir funktionierte war eigentlich:
Man stellt sich in die Schlange vor die Terminals und erhält von einem Staffmember eine kurze, mündliche Unterweisung. Wenn man der langen Wartezeit zustimmt, bekommt man ein einlaminiertes A4 Blatt mit einer Nummer drauf in die Hand. Auf japanisch werden dann die Nummern mit Mikrofon & Lautsprecher aufgerufen, wenn einer der 4 Terminalplätze frei ist. 

Wie ihr hier seht, gab es auch Beispiele für die T-Shirt-Größen an Bügeln hängend.

Die "Regeln" stehen auch nochmal auf Englisch dran.

Was ich nicht so toll fand, aber was theoretisch ging: Ich hätte alleine auch einfach 2 oder mehr Shirts am Stück machen können. Aber ich glaube, man sollte es perspektivisch auf eines pro Person limitieren. Ich seufzte jedenfalls innerlich und guckte die beiden Englischsprechenden Touristen, die 4 Shirts auf einmal gestalteten, etwas böse an... haha, sorry. Es gibt pro Tag leider begrenzte Anzahlen an Shirts, die produziert werden können, deswegen finde ich es auch sehr schade, wenn Leute extra kommen und leer ausgehen, weil andere 4 Shirts machen...

Dieses "Massendesginen" war leider auch einer der Gründe, warum es super lange dauerte, bis ich überhaupt anfangen konnte, Ulfs Shirt zu gestalten... und leider war das ja auch noch nicht der letzte Schritt! Ich musste also wirklich eine ganze Stunde im Laden darauf warten, dass meine Nummer 24 aufgerufen wurde. Ich kaufte in der Zeit noch ein paar Kleinigkeiten für Freunde ein und war sehr enttäuscht, dass es kein einziges Plüschi mehr gab, das Ulf mich gebeten hatte, mitzubringen.

Dann war ich also dran! Man hat für die Gestaltung am Terminal 20 Minuten Zeit, wenn man zuvor die Bedingungen akzeptiert hat. Es gab 4 unterschiedliche Arten, wie man das Shirt designen konnte und der nette Staff erklärt es einem auch gern auf Englisch oder Japanisch nochmal. Die Shibuya-Pokémoncenter exklusiven Artworks waren beispielsweise sehr schön, genauso wie die jetzt bereits verfügbaren Weihnachtsillustrationen einiger weniger Pokémon, wie zum Beispiel Pikachu. Aber es war auch möglich, ein Shirt mit Stempeln zuzukleistern, oder ein Template zu benutzen. Vor der Reise bat ich Ulf, mir seine Top 10 der liebsten Pokémon zu nennen, damit ich ihm diese zusammenstellen könnte. Möglich war es aber nur, diese auszuwählen, wenn man feste Artworks verwendete, unter die sich kein eigener Text mehr drucken ließ. 

Ich habe aus Angst, es nicht in 20 Minuten zu schaffen, alle Nummern und Namen (auch englisch und japanisch!!) der Pokémon die Ulf draufhaben wollte, im Voraus notiert, aber letztendlich brauchte ich das nicht... Die Pokémon waren ganz anders sortiert! Falls auch ihr euch so ein Shirt mit eurem Team zusammenstellen wollt, ist es also für ein schnelles Gestalten viel wichtiger, dass ihr wisst, zu welchem Typ euer Pokémon gehört und parallel dazu, aus welcher Region es stammt... ihr müsst nicht mal wissen, welche Generation es ist, denn sie sind alle nach aufsteigenden Nummern geordnet.

Ich rundete das Souvenir für Ulf noch mit einem Schriftzug ab. 

Wenn man fertig ist, ruft man einfach den Staff und bestätigt seinen Entwurf. Man bekommt einen Zettel, auf den der oder die Mitarbeitende euch die Zeit schreibt, zu der das Shirt fertig sein würde. Diesen Zettel kann man dann an der Kasse bezahlen, wobei ein Shirt 4400 Yen kostet. Eure Quittung könnt ihr dann ca. 1 Stunde nach Fertigstellung des Shirts an einem Extra-Tisch vorzeigen, welcher sich hinter den Kassen am Ausgang aus dem Pokémoncenter gleich rechts befindet.

Ich wartete übrigens nicht die 1 Stunde und 10 Minuten bis das Shirt fertig war im Pokémoncenter ab- es wurde immer voller und unangenehmer und ich wollte lieber einen kleinen Snack essen oder gucken, ob ich noch woanders stöbern könnte. Also ging es raus aus Parco und hin zu Mandarake, der aber leider geschlossen war, als ich gegen 11:20 Uhr dort Aufschlug. Animate daneben hatte offen, aber ich gatcha-te nur und kriegte bei jedem Automaten die schlechtesten Pics... HILFE.

Da um die Ecke ein Daiso war, entschloss ich mich, das erste mal auf der Reise in den 100 Yen Shop zu gehen und suchte nach Yuzu-Süßigkeiten für eine Freundin und ein paar weiteren Dingen auf meiner Liste. Ich fand wieder wunderschöne Sticker, aber leider nicht das meiste, was ich suchte.


Um 12:35 Uhr wollte ich das Shirt holen, aber... ich musste nochmal 25 Minuten in der Kassenschlange stehen, weil ich den Shirtbon nicht vorher mit meinem Einkauf zusammen bezahlt hatte... dumm gelaufen- LERNT AUS MEINEM FEHLER, KINDER!

Um ca. 13 Uhr war das Shirt dann mein- in diesem hübschen Beutel inklusive Wasch- und Pflegetipps.

Und so sah das fertige Shirt dann aus- es würde mich mega freuen, wenn Ulf es auch mag. Alles in allem musste ich also an diesem Samstag Zeit von 9.35 Uhr bis ungefähr 13 Uhr einplanen, um ein Poké Lab-Shirt zu bekommen.


Mein Hunger nach all dem war entsetzlich groß und ich hatte Hunger auf etwas ganz Bestimmtes: Okonomiyaki! Ich googelte den Weg nach Harajuku und lief dann doch mit Schirm durch den Regen, weil es nur 22 Minuten zu Fuß zum Sakuratei waren. Mein Wunsch wurde erhört und ich konnte ohen Reservierung dort essen. Ulf und ich hatten hier bei unserem ersten Besuch eine sehr unfreundliche Kellnerin, aber dieses Mal war alles spitze!

Wani bekam sein erstes Melon Soda auf dieser Reise.

So sah mein veganer Mix aus- rechts noch Pilze und Kirimochi, die ich als Topping extra wählte.

Nach kräftigem Rühren und Öl auftragen, formte ich mein Okonomiyaki auf der heißen Platte. Mir gelang es 10 Minuten später tatsächlich, es ohne Probleme zu wenden- obwohl das bei der veganen Version aufgrund des fehlenden Eis gar nicht mal so leicht war.

Wani war auch sehr glücklich, dass wir hierher gekommen und uns den Bauch vollgeschlagen hatten.

Mein Weg führte mich nach dem Essen dann doch besseren Wissens um die Überfülltheit des Ortes durch die Takeshita-Street. Ich entschied mich, bei Noémie, ANAP, Daiso und Paris' Kids vorbeizuschauen.

Ich mag die eher sportliche Mode von ANAP echt ganz gerne!


Ich kaufte mir dieses Knit-Set und ein paar Socken im Sale... eigentlich habe ich schon so viele Socken geholt, ich hätte gar keine mit nach japan bringen müssen!!

Noémie sah von außen dann doch gar nicht nach meinem Stil aus, darum ging ich letztlich doch nicht hinein.

Im Harajuku-Daiso kaufte ich anscheinend ein paar der letzten Pop Team Epic Blindbox-Anhänger und fühlte mich endlich mal erfolgreich, da ich meine Wunschanhänger rausbekam!

Als ich mir bei Paris' Kids Haaraccessoires ansah, hatte ich leider eine unangenehme Begegnung, die ich nicht so recht einzuordnen wusste und mit der ich auch nicht anders umzugehen wusste, als damit zu spaßen. Mich tippte ein fremder Mann von hinten an und sagte mehrmals laut "EXCUSE ME", auch nachdem ich mich schon umgedreht hatte. Ich sprach in meiner Perplexität japanisch zu ihm, aber er zeigte nur auf sein Handy und sagte "I am English Beginner! Do you speak english?". Ich bejahte und er tippte auf seinem Handy in Google Translator, um mir die Übersetzung einer Frage in Mandarin-Englisch zu zeigen: "Are you an adult?".

Ich hatte überhaupt keine Ahnung, worauf diese Frage abzielen sollte und fühlte mich instant unwohl, weil mir überhaupt nicht klar war, was er mit dieser Frage beabsichtigte. Ich fragte und wiederholte auch nochmal: "Why do you ask this question?, da er mir abermals sein Handy hinhielt, als wolle er gestikulieren "Jetzt antworte doch!". Als ich nichts antworten wollte und konnte, fragte er dann, ob ich ein Model sei, was ich vehement verneinte. Er winkte wild mit der Hand und bewegte sich rückwarts weg von mir mit ungefähr fünf "SORRY"s... Ich hatte keine Ahnung, was das sollte und war sehr verunsichert...

Ich machte mich um 15:55 Uhr auf den Weg zurück in das Hotel in Tamachi. Ich musste noch Wäschen waschen und langsam anfangen, ein wenig zu packen, da es am 4.11. weiter nach Nagoya gehen würde.

Hier seht ihr meinen Stickerhaul des Tages von beiden Daiso-Filialen- sogar mit Washitapes & Briefpapier!

Und diese Dinge kaufte ich zusätzlich dort: Unter anderem auch Yuzu Bonbons und Furikake.

Hier mein erster Pokémoncenter Haul aus der Filiale in Shibuya. Endivie und Glurakbutton sind Geschenke.

Diese süßen Sachen habe ich bei Daiso und Paris' Kids geholt, denn ich möchte der Tochter meiner Arbeitskollegin etwas mitbringen.

Und zum Abschluss für euch noch der bekloppteste Fund des Tages... eine... Pizza... Badebombe?!
Und sie riecht auch noch nach Cola... JETZT REICHT ES MIR ABER!!11!1


Ich fiel müde und glücklich nch dem Bloggen ins Bett und war gespannt, wie es am nächsten Tag beim Baseball wohl werden würde- es stand jedenfalls kein Regen mehr auf dem Plan!

eure Tsu



Samstag, 2. November 2024

Im Anzug in Akiba

Hey, lass uns auf dieser Hauptstraße treffen

Ich will zu diesem Buchladen gehen, der Bücher mit anderen Welten darin hat

Und weißt du, den Saft von diesem einen Café dort

würde ich nach langer Zeit auch gerne mal wieder trinken


(Momoi Halko - Chuo Line)

Genauso wie ich selbst staunte auch D., als ich ihm am Freitagmorgen kurz vor 9 Uhr schrieb, dass ich fit genug sei und zu unseren letzten 4 Terminen mitkommen würde. Ich merkte schon beim Aufstehen, dass es mir deutlich besser ging. Vor allem wirkte die japanische Medizin extrem gut gegen meine Halsschmerzen, sodass ich davon kaum noch etwas spürte. Sie machte dafür aber ein wenig Schwindel, was ich von anderen Medikamenten der gleichen Art bereits schon kannte.

Trotzdem hielt ich unsere letzten Termine durch und ich konnte meinen Wunsch, selbst nach Akihabara zu fahren, um mir von COSPA ein paar Animeshirts und ggf. Pullover zu kaufen. Ich fragte D. ob er Lust hätte, mit mir erst etwas zu essen und dann noch etwas zu stöbern. Und dann ging es auch schon zum Bahnhof Hamamatsuchou.


Mein Morgen war mit Tee gestartet, auf dessen Flasche Fern aus Frieren mit einer großen Gabel zu sehen war, haha.

Am Stand von Nippon Animation war ein Sternenjäger-Wallscroll... ich hätte es so gerne geklaut...ARGH. <3 

Am letzten Tag der TIFFCOM war teilweise erschreckend wenig los. Es wirkte auf uns so, dass die meisten Ausstellenden ihre Termin in die anderen zwei Tage und auf den Vormittag gelegt hatten. An manchen Ständen war alles wie leer gefegt- keine Flyer, keine Leute, kein garnichts mehr!


Wir bekamen bei jedem der Termine etwas geschenkt und am meisten bei TV Aichi, mit denen ich vor ziemlich genau 10 Jahren den Fernsehbeitrag zum Reisen auf dem "Shouryudou" gedreht hatte...

Gewonnen hatte an dem Tag aber wieder Wani, weil er von Fuji TV eine total knuffige Halloweentüte mit Schokoriegel und Keksen drin bekam.

Ich hatte aufgrunddessen, dass es mir am Vortag gesundheitlich so schlecht gegangen war, nicht vor, extrem lange in Akiba zu bleiben und deshalb auch schon einen Plan gemacht- ich wollte beo CoCo Curry veganes Curry essen und dann weiterlaufen zu zwei, drei Geschäften.

Als Ulf und ich letztes Jahr in genau der gleichen Filiale waren, gab es dort noch keine Tabletbestellung. Doch inzwischen war auch diese hier angekommen.

Ich bestellte mir einen sehr vollen Teller Curry in Schärfegrad 2 und schaffte ihn auch- hoffentlich sieht der für euch so lecker aus, wie er mir geschmeckt hat!

Mein Kumpel D. hatte auf dieser Reise einfach extrem großes Glück bei den ganzen Gatcha-Automaten und Co. und bekam zum Essen meiner Meinung nach den Anhänger, der am besten zu seinem Lieblingsgericht passte.

Ich bezahlte unser Essen und wir machten uns auf den Weg zu Gee!Store, nicht ohne den ein oder anderen Gatcha-Automaten anzuschauen. Anscheinend war es wohl Glück gewesen, dass D. und ich den Gatcha mit den Tukanen in Yokohama gefunden hat- hier kam dieser mir kein einziges Mal unter. Da wir vorher aber noch a, Radio Kaikan Gebäude vorbeikamen und ich mir vorgenommen hatte, Ulf auch dort noch ein paar Kartensleeves zu kaufen, gingen wir rein.

Das Bild zeigt es nicht, aber dieses Gebäude war an einem Freitagabend einfach so gerammelt voll, dass mir teilweise die Luft wegblieb. Da ich mich nicht mehr erinnern konnte, auf welchem Stockwerk oder von welchem Store Ulf seine Kartenhüllen hatte, musste ich ziemlich lang rumsuchen. Wenigstens fand D. noch anders Animemerch.

Die Ausbeute vom herumirren in Radio Kaikan? Eine Oshi no Ko Deckbox und Kartenhüllen mit Tsubasa drauf... und jetzt schreibe ich hier rein, dass es bei Yellow Submarine war, damit ich es ja nicht mehr vergesse! :-D

Wir verließen das Gebäude und der ortskundige D. brachte mich zu meinem eigentlichen Nr.1 Ziel...

... COSPA!!!

An einem der Tage, an denen ich im Büro war, war D. bereits hier gewesen und hatte sich ein wunderschönes Violet Evergarden Longsleeve und ein Dorohedoro Shirt gekauft. Ich blätterte instant durch die Webseite und wusste: ICH MUSS DA AUCH HIN! Es gab wirklich eine Menge cooler Klamotten und Accessoires von Frieren, Trigun Stampede, Dorohedoro, Delicious in Dungeon, Pop Team Epic und vielen Serien mehr! Leider gab es viele coole Sachen nicht mehr in meiner Größe und ich wollte mir einfach keine zusätzlich Umnäharbeit oder schlabberige Riesenshirts mitnehmen...

Ich kaufte wie ihr rechts sehen könnt ein paar Geschenke, wie z.B. einen Sonoko-Anhänger und ein Kikurage T-Shirt. Die Sticker von Dorohedoro will ich mir mit Ulf und Frau Fuchs teilen. <3 

Es gab nur noch einen einzigen Dorohedoro Hoodie in meiner Größe und ich kaufte ihn mir, da ich das simple Design sehr gern mochte.

Auch das Dorohedoro Shirt mit dem Hungry Bug-Logo konnte ich in "S" bekommen.

An dieser Stelle muss ich mal D. loben, der mich die ganze Zeit durch meine Verzweiflung über die nicht mehr vorhandenen Shirts begleitet und hat ruhig aussuchen lassen. Ich war zwar am Ende traurig, dass ich kein Pop Team Epic Shirt in meiner Größe bekam, aber es gab ja auch noch die Möglichkeit mir später etwas anderes, kleines von der Serie zu holen. Wir besprachen uns kurz und einigten uns darauf, zu Mandarake weiterzulaufen, denn wir hätten beide am liebsten ein Anime-Portemonnaie auf dieser Reise gekauft. Aus dem Portemonnaie wurde nichts, denn wir fanden rein GARNICHTS in der Richtung. Aber als ich die Frieren Mimic Figur sah, musste ich sie für Ulf und mich mitbringen. Es folgte der Gang in ein paar wenige, weitere Geschäfte mit Animemerchandise.

Ich bat D. auf dem Weg zum Bahnhof zurück darum, einen Zwischenstopp zu machen, damit ich mir ein Taiyaki holen konnte. 

Und natürlich nicht irgendeins, sondern ein Karpador voll mit Schokopudding für Wani! Macht das Zuhause nicht nach liebe Kinder, sondern esst bitte was Vernünftiges zum Abendbrot! lol

Der CD-liebende D. hatte mir online herausgesucht, dass es eine CD, die Ulf unbedingt haben wollte, im Book-Off Store in Gotanda gäbe und so entschieden wir spontan noch nach unserer Akibatour dorthin zu fahren.

Gotanda by Night- oder auch nicht, denn hier wird es schon gegen 16:00 Uhr langsam dunkel.

Wir erschraken ein wenig, wie lange wir im Book-Off verbracht hatten, aber ich fand Ulfs und noch eine weitere CD, mit der wir dann zurück ins Hotel fuhren. 

Auf dem Heimweg probierte D. einen "SmartGatcha" aus und fand es wie ich ziemlich scheußlich und ruckelig, daran mit IC-Card zu bezahlen.

Hier seht ihr einmal die Frieren Figur und die beiden CDs aus dem Book-Off Gotanda.

Ein Shoppingreicher Tag fand so seinen Abschluß und wir beschlossen, frühestens am Sonntag zum Baseball zu gehen, da für den Samstag den ganzen Tag unangenehmer Regen angekündigt war. Diese Wettervorhersage sollte sich leider bestätigen, doch ich hatte noch eine wichtige Aufgabe im Pokémoncenter in Shibuya vor mir... ;-) 


eure Tsu


Freitag, 22. Dezember 2023

Just the two of OSU

Seid mal ehrlich, wie müde seid ihr schon von den Wortwitzen bei den Titeln? xD

 

Der erste Tag, an dem wir halbwegs ausschliefen! Am 21. Dezember hatten wir geplant, in Osu Kannon weiter auf Kartenjagd für Ulf zu gehen, sowie in 1-2 Läden für mich nach Klamotten zu gucken. Da wir beide aber auch noch dringend gucken wollten, ob es ein paar fehlende Sachen im Pokémoncenter dieser Stadt gab, liefen wir zuerst zu Matsuzakaya und fuhren in den 5. Stock, wo es sich befindet.


Neue Stadt, neue Aussicht - Wir sind nun mitten im Herzen von Nagoyas Sakae untergebracht.
 
 
Ihr kennt das Pokémoncenter schon von unzähligen Besuchen, die ich in diesem Blog dokumentiert habe, aber natürlich ändert sich auch hier die Deko, wenn neue Generationen von Pokémon herauskommen.
 

Wir fanden zwar ein paar Kleinigkeiten, aber die von mir dringend gesuchten Dinge waren nicht dabei. Da es schon etwas später war, googelte Ulf nochmal kurz und führte mich dann zum veganen Restaurant „En kitchen“ nahe der Haltestelle „Higashi Betsuin“. Es war ein schickes kleines Lädchen mit nur 15 Sitzplätzen und ein paar Bio-Produkten im Eingang zum einkaufen.

 

Die Lage des Restaurants ist etwas seltsam, aber wir haben den Spaziergang in der Sonne und dem kühlen Wind sehr genossen.

 

Innen war es auch sehr modern und schön eingerichtet. Mit uns waren insgesamt 7 Personen zum Mittagessen da.

 

Wir bestellten ein „Beautylicous Set“ und eine „Buddha Bowl“ in vegan und hatten das Gefühl, endlich mal wieder gesünder gegessen zu haben. Das Essen schmeckte super und war umgerechnet auch sehr günstig.

 

Die Buddha Bowl hatte ein schmackhaftes Karotten-Knoblauch-Dressing, dass ich zurück in Deutschland auf jeden Fall versuchen werde nachzumachen!

 

 
Ich bekam noch einen Bio Matcha Latte, der genau die richtige Mischung von Süße und Matchageschmack traf!
 
 

Nach dem leckeren Essen nahmen wir die Bahn zurück nach Kamimaezu und starteten unsere OSU-Shoppingtour. Ich wollte zunächst mal wieder ins Violet Blue, dem Secondhandladen für Lolita-/Visual Kei-/Kera Punk- Fashion. 

 

 
Ich fand eine schöne Bluse der Marke Rojita und ein Cocktailkleid, dessen Marke ich noch nicht kannte. Nach dem anprobieren war klar: Beides muss mit!
 

Wir nahmen uns danach die Zeit, einfach locker rumzulaufen und schauten in diverse verschiedene Läden rein. Ulf war auch mit seinen Kartenkäufen erfolgreich und konnte wieder ein wenig von seiner Liste abhaken. Irgendwie gefielen mir die Kleiderläden, an denen wir an diesem Tag Vorbeigekommen waren aber nicht ganz so gut, weswegen es bei dem Einkauf bei Violet Blue blieb. Ein paar Animegoods fanden wir aber beispielsweise noch beim „Thank You-Mart“, wo wir jedes Mal mit mehreren Kleinigkeiten rausgehen. Wir kauften uns bei einem Onigiriladen frische, handgemachte Reisbällchen und mussten dann etwas rennen, denn wir hatten für 15 Uhr eine Reservierung im Mori Café Kodama – einem inoffiziellen Studio Ghibli Themencafé.

 

Am Eingang warteten schon ein paar Waldgeister mit Weihnachtsmützen auf uns!

 

Es war komplett ausgebucht und es stand auch dran, dass für diesen Tag keine freien Tische mehr zur Verfügung stünden. Ich hatte zum Glück schon lange vorher über Instagram einen Tisch reserviert.


Der Laden war ein Sammelsurium aus liebevoll aufgestelltem Ghibli-Merchandise und hatte mit den abgedunkelten Fenstern die beruhigende Atmosphäre eines Waldes.

 

Ich freute mich etwas zu sehr über das japanische Namensschild, auf welchem ich komplett korrekt geschrieben wurde- das passiert sehr sehr selten. :D


Das Menü hat warme Speisen, aber auch viele tolle Desserts und alkoholfreie Cocktails, die nach verschiedenen Inhalten der Ghibli-Filme benannt sind. Da es bei den Hauptgerichten nicht so wirklich etwas vegetarisches gab, hatte ich uns zur Kaffee- und Kuchenzeit eingebucht.

 

Mein Dessert kam wie jedes Gericht mit einer niedlichen Figur daher und war eine Komposition aus Matcha Pulver, Zitronenkuchen, Nuss und Schokolade, sowie einer Kugel Vanilleeis. Aus mit Schoko umhüllten Mandeln hatte die Küche kleine Eicheln gezaubert, die an Totoro erinnerten.

 

Ulf hatte sich für den Schokoladen-Eis-Rollcake mit Prinzessin Mononoke-Thema entschieden und war extrem zufrieden mit seiner Wahl. Die kleinen "Steine" waren alle aus Zucker.

 

Auf manchen Stühlen saßen Plüschtiere und aßen mit, was Ulf sehr freute.

 

Wir bestellten jeder einen Cocktail und ein Dessert und zahlten dafür insgesamt nur 3000 Yen. Als wir im Hausflur nochmal kurz zur Toilette gingen, kam eine Angestellte und drückte mir zwei kleine Blätter-Päckchen mit Schnur in die Hand, wie sie im Film Totoro vorkommen… ich war total verwirrt, bis sie sagte, dass dies Omiyage für uns seien und bedankte mich mehrmals. Ulf konnte es kaum glauben, als ich ihm von der kleinen Geschenkaktion berichtete. Später beim Auspacken stellte sich heraus: es war ein kleines Päckchen mit japanischen Kindersüßigkeiten! Wie lieb!

 

Nach dem Cafébesuch ging es zu Mandarake, denn ich suche immer noch die Nendoroidfigur von „Vivy- Flourite Eyes Song“. Meine Hoffnung sie zu finden wurde jedoch leider auch hier enttäuscht und ich glaube langsam, dass es nichts mehr werden wird. Stattdessen gab es aber die tolle Uta-Figur aus One Piece, die ich schon in Tokyo gesehen hatte für ein Drittel des Preises- und natürlich musste ich sie mitnehmen. Kurz bevor wir gehen wollten, spottete ich dann noch etwas Besonderes: Eine Figur von Bonda-kun aus dem Anime Gurazeni in seiner Jingu Spiders Uniform. Ulf war richtig aus dem Häuschen und für nicht mal 15 € war sie dann gekauft.

 

Mandarake in Nagoya ist klein aber fein und vor allem viel günstiger als in Tokyo...

 

Unser kleiner Haul, wobei es mit Kagome noch etwas anderes auf sich hat, wie ihr gleich lesen werdet... :-)

 

Wir nahmen noch 3 oder 4 verschiedene Kartenläden mit und ich sah das erste Mal auf dieser Reise Figuren oder überhaupt etwas aus Inuyasha. Das war wichtig, denn ich wollte einer Freundin unbedingt etwas als Dankeschön mitbringen, dass sie mir für den neuen Job so viele Business- Klamotten geschenkt hatte. Ulf und ich überlegten außerdem, ob wir es möglich machen könnten, eine Figur unter unseren Bloglesenden zu verlosen... Nur welchen Charakter sollten wir dafür nehmen?! Wenn ihr Ideen oder einen Wunsch habt, würden wir uns heute sehr über eure Kommentare hier freuen! :-)

 

Der neue SpyXFamily Film kommt in Kürze hier raus und... macht alle hier ganz schön crazy. xD

 

Den Rest des Abends wanderten wir weiter umher, bis die Läden langsam anfingen zu schließen. Uns kam mit dem mittlerweile aufgekommenen Hunger auch die Idee, das erste Mal zu einem MOS Burger zu gehen und den einzigen veganen Burger zu testen, den sie haben. Er lag auf halber Strecke zum Hotel und wurde dann auch angesteuert.

 

Das Internet hat (fast) immer Recht: Die Burger und Portionen bei MOS Burger sind wirklich klein, aber wir wussten es vorher und wollten dennoch mal kosten. Der "Green Burger" schmeckte uns beiden ganz gut und wir waren uns einig, dass die Pommes hier leider auch mit die besten waren, die wir in Japan bisher verspeist hatten. Super fanden wir auch das Winter-Spezial-Getränk: eine Yuzu-Lemon Soda.

 

Zurück im Hotel sahen wir uns im Eingangsbereich kurz um und klärten ab, was wir brauchen würden, um unsere Wäsche zu waschen, denn um nicht noch mehr Gepäck zu haben umfasste unsere Garderobe auch dieses Mal nur 8 Tage Outfits. Wir sahen, dass es leider nur zwei Waschmaschinen gab und eine davon kaputt war, weshalb wir uns entschlossen, noch an diesem Abend zu waschen. Die ganze Prozedur dauerte lange und war mühselig und am Ende waren die Sachen trotz Trockner immer noch nicht vollständig trocken… wir hofften, dass wenn wir das nächste Mal waschen müssten, es leichter gehen möge.

 

Gegen 0 Uhr schliefen wir ein und waren froh, dass auch der nächste Tag nochmal ein lässiger war, bevor wir auf Reise in den neuen Ghibli-Park gehen würden...


Bis Morgen mit hoffentlich trockener Wäsche,
eure Tsu & Ulf