Wir waren auf Japanreise vom 30.01. - 21.02.26! (≧▽≦)

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Sonntag, 3. November 2024

Making of: Pokémon Design Lab-Shirt

Even if things don't go as you like
It's not as if you've thrown your life away

(Utada Hikaru - "Flavor of Life")


Der regnerischste Tag in Tokyo überhaupt war der 2. November. Anfangs plante ich noch mit D. und ein paar Bekannten von ihm zum Baseball zu fahren, aber das Spiel wurde aufgrund des schlechten Wetters sowieso gecancelt. Dadurch war für mich klar: Der Samstag war der einzige Tag, an dem ich es schaffen könnte, Ulf einen Wunsch zu erfüllen: Den Wunsch von einem Pokémon DesignLab- T-Shirt!

Im Pokémon Center im Kaufhaus Parco von Shibuya kann man sich sein eigenes Pokémon-Shirt an einem PC/ Terminal gestalten und drucken lassen. Darum machte ich mich schon um 9 Uhr los um mich gegen halb zehn in die Schlange zum Eingang des Kaufhauses zu stellen.

Mein Outfit des Tages... das wird vielleicht nochmal wichtig, denn... ich wurde später am Tag etwas "seltsam" darauf angesprochen.

Da es in Shibuya regnete waren alle mit Schirmen unterwegs. Kurz vor 9:30 Uhr konnte man aber viel entspannter noch als sonst über die Straße und durch die Gassen spazieren.

Ich lag zeitlich gar nicht schlecht, denn vor mir waren zwar einige Leute, aber ich konnte in 3 Meter Entfernung die ersten Design-wütenden Mitstreiter*innen noch erkennen.

Zuvor hatte ich online gelesen, dass es besser sei, NICHT am Wochenende zu kommen, aber... aufgrund der anderen Termine hatte ich nicht wirklich eine Wahl. Umso mehr freute ich mich, dass ich als Nummer 24 dran sein würde.

Wie das mit dem Design Lab bei mir funktionierte war eigentlich:
Man stellt sich in die Schlange vor die Terminals und erhält von einem Staffmember eine kurze, mündliche Unterweisung. Wenn man der langen Wartezeit zustimmt, bekommt man ein einlaminiertes A4 Blatt mit einer Nummer drauf in die Hand. Auf japanisch werden dann die Nummern mit Mikrofon & Lautsprecher aufgerufen, wenn einer der 4 Terminalplätze frei ist. 

Wie ihr hier seht, gab es auch Beispiele für die T-Shirt-Größen an Bügeln hängend.

Die "Regeln" stehen auch nochmal auf Englisch dran.

Was ich nicht so toll fand, aber was theoretisch ging: Ich hätte alleine auch einfach 2 oder mehr Shirts am Stück machen können. Aber ich glaube, man sollte es perspektivisch auf eines pro Person limitieren. Ich seufzte jedenfalls innerlich und guckte die beiden Englischsprechenden Touristen, die 4 Shirts auf einmal gestalteten, etwas böse an... haha, sorry. Es gibt pro Tag leider begrenzte Anzahlen an Shirts, die produziert werden können, deswegen finde ich es auch sehr schade, wenn Leute extra kommen und leer ausgehen, weil andere 4 Shirts machen...

Dieses "Massendesginen" war leider auch einer der Gründe, warum es super lange dauerte, bis ich überhaupt anfangen konnte, Ulfs Shirt zu gestalten... und leider war das ja auch noch nicht der letzte Schritt! Ich musste also wirklich eine ganze Stunde im Laden darauf warten, dass meine Nummer 24 aufgerufen wurde. Ich kaufte in der Zeit noch ein paar Kleinigkeiten für Freunde ein und war sehr enttäuscht, dass es kein einziges Plüschi mehr gab, das Ulf mich gebeten hatte, mitzubringen.

Dann war ich also dran! Man hat für die Gestaltung am Terminal 20 Minuten Zeit, wenn man zuvor die Bedingungen akzeptiert hat. Es gab 4 unterschiedliche Arten, wie man das Shirt designen konnte und der nette Staff erklärt es einem auch gern auf Englisch oder Japanisch nochmal. Die Shibuya-Pokémoncenter exklusiven Artworks waren beispielsweise sehr schön, genauso wie die jetzt bereits verfügbaren Weihnachtsillustrationen einiger weniger Pokémon, wie zum Beispiel Pikachu. Aber es war auch möglich, ein Shirt mit Stempeln zuzukleistern, oder ein Template zu benutzen. Vor der Reise bat ich Ulf, mir seine Top 10 der liebsten Pokémon zu nennen, damit ich ihm diese zusammenstellen könnte. Möglich war es aber nur, diese auszuwählen, wenn man feste Artworks verwendete, unter die sich kein eigener Text mehr drucken ließ. 

Ich habe aus Angst, es nicht in 20 Minuten zu schaffen, alle Nummern und Namen (auch englisch und japanisch!!) der Pokémon die Ulf draufhaben wollte, im Voraus notiert, aber letztendlich brauchte ich das nicht... Die Pokémon waren ganz anders sortiert! Falls auch ihr euch so ein Shirt mit eurem Team zusammenstellen wollt, ist es also für ein schnelles Gestalten viel wichtiger, dass ihr wisst, zu welchem Typ euer Pokémon gehört und parallel dazu, aus welcher Region es stammt... ihr müsst nicht mal wissen, welche Generation es ist, denn sie sind alle nach aufsteigenden Nummern geordnet.

Ich rundete das Souvenir für Ulf noch mit einem Schriftzug ab. 

Wenn man fertig ist, ruft man einfach den Staff und bestätigt seinen Entwurf. Man bekommt einen Zettel, auf den der oder die Mitarbeitende euch die Zeit schreibt, zu der das Shirt fertig sein würde. Diesen Zettel kann man dann an der Kasse bezahlen, wobei ein Shirt 4400 Yen kostet. Eure Quittung könnt ihr dann ca. 1 Stunde nach Fertigstellung des Shirts an einem Extra-Tisch vorzeigen, welcher sich hinter den Kassen am Ausgang aus dem Pokémoncenter gleich rechts befindet.

Ich wartete übrigens nicht die 1 Stunde und 10 Minuten bis das Shirt fertig war im Pokémoncenter ab- es wurde immer voller und unangenehmer und ich wollte lieber einen kleinen Snack essen oder gucken, ob ich noch woanders stöbern könnte. Also ging es raus aus Parco und hin zu Mandarake, der aber leider geschlossen war, als ich gegen 11:20 Uhr dort Aufschlug. Animate daneben hatte offen, aber ich gatcha-te nur und kriegte bei jedem Automaten die schlechtesten Pics... HILFE.

Da um die Ecke ein Daiso war, entschloss ich mich, das erste mal auf der Reise in den 100 Yen Shop zu gehen und suchte nach Yuzu-Süßigkeiten für eine Freundin und ein paar weiteren Dingen auf meiner Liste. Ich fand wieder wunderschöne Sticker, aber leider nicht das meiste, was ich suchte.


Um 12:35 Uhr wollte ich das Shirt holen, aber... ich musste nochmal 25 Minuten in der Kassenschlange stehen, weil ich den Shirtbon nicht vorher mit meinem Einkauf zusammen bezahlt hatte... dumm gelaufen- LERNT AUS MEINEM FEHLER, KINDER!

Um ca. 13 Uhr war das Shirt dann mein- in diesem hübschen Beutel inklusive Wasch- und Pflegetipps.

Und so sah das fertige Shirt dann aus- es würde mich mega freuen, wenn Ulf es auch mag. Alles in allem musste ich also an diesem Samstag Zeit von 9.35 Uhr bis ungefähr 13 Uhr einplanen, um ein Poké Lab-Shirt zu bekommen.


Mein Hunger nach all dem war entsetzlich groß und ich hatte Hunger auf etwas ganz Bestimmtes: Okonomiyaki! Ich googelte den Weg nach Harajuku und lief dann doch mit Schirm durch den Regen, weil es nur 22 Minuten zu Fuß zum Sakuratei waren. Mein Wunsch wurde erhört und ich konnte ohen Reservierung dort essen. Ulf und ich hatten hier bei unserem ersten Besuch eine sehr unfreundliche Kellnerin, aber dieses Mal war alles spitze!

Wani bekam sein erstes Melon Soda auf dieser Reise.

So sah mein veganer Mix aus- rechts noch Pilze und Kirimochi, die ich als Topping extra wählte.

Nach kräftigem Rühren und Öl auftragen, formte ich mein Okonomiyaki auf der heißen Platte. Mir gelang es 10 Minuten später tatsächlich, es ohne Probleme zu wenden- obwohl das bei der veganen Version aufgrund des fehlenden Eis gar nicht mal so leicht war.

Wani war auch sehr glücklich, dass wir hierher gekommen und uns den Bauch vollgeschlagen hatten.

Mein Weg führte mich nach dem Essen dann doch besseren Wissens um die Überfülltheit des Ortes durch die Takeshita-Street. Ich entschied mich, bei Noémie, ANAP, Daiso und Paris' Kids vorbeizuschauen.

Ich mag die eher sportliche Mode von ANAP echt ganz gerne!


Ich kaufte mir dieses Knit-Set und ein paar Socken im Sale... eigentlich habe ich schon so viele Socken geholt, ich hätte gar keine mit nach japan bringen müssen!!

Noémie sah von außen dann doch gar nicht nach meinem Stil aus, darum ging ich letztlich doch nicht hinein.

Im Harajuku-Daiso kaufte ich anscheinend ein paar der letzten Pop Team Epic Blindbox-Anhänger und fühlte mich endlich mal erfolgreich, da ich meine Wunschanhänger rausbekam!

Als ich mir bei Paris' Kids Haaraccessoires ansah, hatte ich leider eine unangenehme Begegnung, die ich nicht so recht einzuordnen wusste und mit der ich auch nicht anders umzugehen wusste, als damit zu spaßen. Mich tippte ein fremder Mann von hinten an und sagte mehrmals laut "EXCUSE ME", auch nachdem ich mich schon umgedreht hatte. Ich sprach in meiner Perplexität japanisch zu ihm, aber er zeigte nur auf sein Handy und sagte "I am English Beginner! Do you speak english?". Ich bejahte und er tippte auf seinem Handy in Google Translator, um mir die Übersetzung einer Frage in Mandarin-Englisch zu zeigen: "Are you an adult?".

Ich hatte überhaupt keine Ahnung, worauf diese Frage abzielen sollte und fühlte mich instant unwohl, weil mir überhaupt nicht klar war, was er mit dieser Frage beabsichtigte. Ich fragte und wiederholte auch nochmal: "Why do you ask this question?, da er mir abermals sein Handy hinhielt, als wolle er gestikulieren "Jetzt antworte doch!". Als ich nichts antworten wollte und konnte, fragte er dann, ob ich ein Model sei, was ich vehement verneinte. Er winkte wild mit der Hand und bewegte sich rückwarts weg von mir mit ungefähr fünf "SORRY"s... Ich hatte keine Ahnung, was das sollte und war sehr verunsichert...

Ich machte mich um 15:55 Uhr auf den Weg zurück in das Hotel in Tamachi. Ich musste noch Wäschen waschen und langsam anfangen, ein wenig zu packen, da es am 4.11. weiter nach Nagoya gehen würde.

Hier seht ihr meinen Stickerhaul des Tages von beiden Daiso-Filialen- sogar mit Washitapes & Briefpapier!

Und diese Dinge kaufte ich zusätzlich dort: Unter anderem auch Yuzu Bonbons und Furikake.

Hier mein erster Pokémoncenter Haul aus der Filiale in Shibuya. Endivie und Glurakbutton sind Geschenke.

Diese süßen Sachen habe ich bei Daiso und Paris' Kids geholt, denn ich möchte der Tochter meiner Arbeitskollegin etwas mitbringen.

Und zum Abschluss für euch noch der bekloppteste Fund des Tages... eine... Pizza... Badebombe?!
Und sie riecht auch noch nach Cola... JETZT REICHT ES MIR ABER!!11!1


Ich fiel müde und glücklich nch dem Bloggen ins Bett und war gespannt, wie es am nächsten Tag beim Baseball wohl werden würde- es stand jedenfalls kein Regen mehr auf dem Plan!

eure Tsu



Dienstag, 8. Januar 2019

Ulfs Geburtstag - Ein Gastbeitrag


Es schreibt für Sie heute: Ulf.

Hallo, mein Name ist Ulf und ich wurde von Tsubomi in diesem Blog schon häufig erwähnt. Nachdem mein „falscher Geburtstag“ – wie ihr vor 2 ½ Jahren selbst hier lesen konnte – schon einmal in Japan gefeiert wurde, wurde es dieses Jahr auch Zeit, meinen echten Geburtstag zu feiern. Zu diesem Anlass habe ich einen Gastbeitrag verfasst und werde euch darüber aufklären, wie man mich überraschen konnte. Tsu hat dabei alle Aktivitäten sowie das gesamte Essen des Tages bezahlt.

Direkt zu Beginn des Tages konnte einer meiner größten Wünsche erfüllt werden: Ich durfte ausschlafen. Ihr wisst sicherlich noch, wie früh wir am 1. und 2. Januar aufstehen mussten, um uns für die Lucky Bags anzustellen. Auch wenn wir auch am 3. Januar ein ziemlich straffes Programm hatten, wollte ich unbedingt einmal etwas länger schlafen. Im Gegensatz zu mir ist Tsubomi eine Frühaufsteherin und begann den Tag damit, den Blog für den 2. Januar fertigzustellen sowie das Frühstück vorzubereiten. Ich freute mich hingegen, dass ich meinem großen Vorbild Relaxo nacheifern und einfach nur rumliegen konnte.


Die erste Überraschung gab es direkt zu Beginn des Tages: Tsu schenkte mir einen großen Anhänger und zwei kleine Aufstellfiguren von Steins; Gate 0. Überraschend konnte ich auf der gesamten Reise kaum Merchandise von der Serie entdecken, obwohl ich mir fest vorgenommen hatte, etwas mitzubringen.


Nach einem sehr leckeren Frühstück begann der Tag dann erst gegen 10:00 Uhr so wirklich. Das Gebäck kauften wir am Vortag beim Bäcker „Sawamura“. Im Gegensatz zu andere japanischen Bäckern hat dieser mir sehr gut gefallen, da er sich stark an deutschen und italienischen Waren orientiert. Ein Einkauf hier ist wirklich sehr „Nazukashii“(nostalgisch).

Erster Stopp: Nagoya Aquarium. Fleißige Leser sollten schon wissen, dass ich Pinguine wirklich sehr gerne mag. Als ich erfahren haben, dass die vier antarktischen Pinguinarten (Adelie, Chinstrap, Kaiser, Gentoo) im Aquarium gehalten werden, war mir klar, dass ich unbedingt einmal dahin fahren muss.



Leider werde ich in Japan immer noch süchtiger nach Glücksspiel als ich sonst schon bin. Ich muss also in jeden Gacha-Automaten, den ich sehe, meine 100 Yen Stücke stecken. Eine ziemlich Blöde Schwäche, wenn in Japan an wirklich jeder Ecke dutzende Automaten stehen. Auch das Aquarium hatte einige Automaten. An einem konnte man unterschiedliche Pinguinfiguren bekommen. Neben den sechs normalen Figuren hatte dieser Automat noch eine „Secret-Figur“ – eine Kaiserpinguinkolonie. Durch mein Geburtstagsglück konnte ich genau diese Figur bekommen! Für nur 400 Yen bekomme ich nirgendwo so eine schöne Figur!




Es ist wirklich schwer zu beschreiben, wie süß diese flugunfähigen Vögel sind. Glücklicherweise hat Tsu einige Bilder für euch gemacht. Beachten solltet ihr speziell den Größenunterschied zwischen den unterschiedlichen Arten. Kaiserpinguine sind viel größer als ihre anderen Artgenossen und fallen daher immer stark aus der Masse heraus. Leider wirkt das Gelände der Pinguine relativ klein, wenn man beachtet wie viele Tiere hier gehalten werden.


Der Körperbau der Tiere ist nicht besonders praktisch. Durch ihre eher runde Körperform und die nicht besonders starken Füße wirken Kaiserpinguine immer sehr tollpatschig. Dieser Pinguin hier macht es deshalb mir nach und liegt einfach nur herum. 




Doch es gibt natürlich auch andere Tiere im Aquarium. Die große Attraktion sind die Delfine und Wale. Kinder und Touristen verharrten minutenlang an den Wassertänken, um die großen Meerestiere einmal in Aktion zu sehen. Natürlich werden auch Shows mit den Tieren angeboten. Ich bin kein großer Fan von diesen Shows. Auch diese Tiere haben ein viel zu kleines Becken und werden für diese Shows häufig sehr schlecht behandelt. 

Süßer finde ich hingegen die Schildkröten, die man auch im Aquarium finden kann. Eine Schildkröte mit Sonnenbrille, die bei der Feuerwehr arbeitet, konnten wir aber nicht finden. 



Ein kleines Highlight der gesamten Tour waren die Quallen, über die ich vorher kaum etwas wusste. In einem stark verdunkelten Raum konnte man verschiedenste Quallen in sehr kleinen Becken beobachten. Diese Becken wurden mit Lichtern unterschiedlicher Farben beleuchtet. 






Nachdem wir im Museums-Shop mehr Geld ausgegeben haben als wir eigentlich geplant hatten (Pinguine sind halt süß!), wollten wir natürlich Essen gehen. Geplant war eigentlich, dass wir zum Nagoya Hauptbahnhof zu fahren, um da veganes und glutenfreies Ramen auszuprobieren. Als wir ankamen dann aber der Schock: Das vegane Ramen ist ausverkauft. Da alle anderen Suppen Fleisch enthalten und ich als Vegetarier somit in dem Laden nichts essen könnte, mussten wir uns etwas anderes zu suchen. Durch das frei verfügbare W-Lan wurden wir auf ein kleines Salatrestaurant namens „Green Green“ aufmerksam. Nach 7 Minuten Fußweg der nächste Schock: Es ist geschlossen. Das ist sehr verwunderlich, da sogar am Restaurant selbst die Öffnungszeiten stehen und es eigentlich geöffnet sein müsste. Der einzig erklärbare Grund ist, dass auch hier jemand den Neujahrsurlaub etwas verlängert hat (wie viele andere Geschäfte auch). Etwas frustriert entschieden wir uns dann bei Seven Eleven schnell nur ein paar Kleinigkeiten zu essen, da es abends ja auch noch ein warmes Essen geben würde.


Da mir Tsu noch etwas Gutes tun wollte, gingen wir hinterher noch zu Baskin Robbins, um mir ein Eis zu kaufen. Da wir gerade das Jahr des Wildschweins haben kann man in Japan viele verschiedene Lebensmittel in Wildschweinform kaufen. Bei Baskin Robbins kann man für 490 Yen eine Kugel Eis mit sehr liebevollen Verzierungen bekommen. Ich entschied mich für „Schokolade-Minze“ Eis und wurde auf keinen Fall enttäuscht! Das Schwein war fast zu süß zum Essen. 




Nachdem wir am vorherigen Tag eher wenig Glück mit dem Pokemon Center hatten, versuchten wir noch einmal unser Glück. Da wir den Lucky Bag nicht bekommen haben, wollte ich mir unbedingt noch ein Karnimani kaufen (eines meiner absoluten Lieblingspokemon!). Leider war das Center auch heute stark überfüllt. Da wir aber auch für einen Freund noch etwas kaufen mussten und Tsu die Relaxo-Handcreme (wer möchte sowas nicht haben?) auch noch nicht gekauft hatte, stellten wir uns an. Zwischen 20 und 30 Minuten musste man anstehen – am Vortag war die Schlage etwa dreimal so lang.

Danach ging es nur noch schnell zu Tower Records in Nagoya. Ich hatte noch etwas Geld über und ich wollte mir unbedingt eine CD der Band „Goose House“ kaufen. Danach hieß es: Schnell nach Hause., eine Stunde zum Ausruhen nehmen und dann auf zur Gastfamilie, denn Abends sollte es zum Karaoke gehen! 


Den ganzen Mittag fragte ich mich, warum Tsu nicht bei Coco Ichiban Curry (Bester Laden ever!) essen wollte. Am Abend habe ich es erfahren. Die Yoshimizus suchten einen Karaokeladen heraus, in dem man selbst essen mitbringen konnte. Wir gingen also vor dem Singen zu Coco Ichiban Curry und holten unsere bereits bestellten Gerichte habe. Jenny suchte für mich das vegetarisch Auberginen-Curry in der 4. Schärfestufe aus: Eine sehr gute Wahl!



Nach und nach trafen dann auch die anderen Freunde ein und man begann zu singen. Da es mein Geburtstag war, durfte ich besonders oft zum Mikrofon greifen – für meine Mitmenschen war dies sicherlich nicht besonders positiv. Daneben wurden sehr viele Songs für die 6 Kinder gesungen, die auch beim Karaoke dabei waren. Beliebt waren hier Captain Tsubasa, Totoro und Ultraman!




Gegen 20 Uhr erklang auf einmal ein bekannter Sound: Alle Japaner sangen gemeinsam mit Tsu „Happy Birthday“ für mich. Doch damit nicht genug: Sie hatten sich abgesprochen und mir einen Plüsch-Totoro gekauft – und zwar in der Version, die ich immer haben wollte. Ich freute mich unfassbar, da ich nicht gedacht habe, dass ich den Totoro noch einmal bekommen würde. Auch die meisten Kinder freuten sich über das Geschenk und spielten den Tag über mit mir und Totoro zusammen.


Doch nicht nur ich wurde überrascht. Auch Tsu sollte ein Geschenk bekommen. Die japanischen Freunde überraschten sie mit einem T-Shirt der Serie „Urusei Yatsura“. In Harajuku wollte sie sich schon ein T-Shirt aus der Kollektion kaufen, sie konnte aber keines mehr finden. Glücklicherweise konnten die Freunde Online noch ein schönes Shirt finden.


Nachdem wir noch einige Karaokesongs gemeinsam geschmettert haben, trennten wir uns gegen 21:00 Uhr. Eigentlich war geplant, dass wir direkt nach Hause gehen, Tsus Freundin Satoko lud uns überraschend aber noch zu einem Tee ein. Im Endeffekt verbrachten wir drei Stunden in der schönen Wohnung der Familie. Dabei redeten wir über Anime und Manga in Deutschland, unserer Verbindung zu der Szene und viele andere Themen. Gemeinsam mit den beiden kleinen Söhnen durfte ich an der Wii dann noch ein Taiko-Spiel spielen. Leider war die Erkennung der Trommelschläge bei der Wii-Version viel ungenauer als in den Arcade-Hallen, sodass ich sogar gegen den 4-jährigen Sohn verloren haben. Gegen 24 Uhr sind wir dann sehr müde ins Bett gegangen – aber nicht ohne meinen neuen Totoro noch einmal zu schmusen!

Es war ein wirklich sehr schöner Tag. Ich hoffe, dass mein nächster Geburtstag in Deutschland auch nur halb so spaßig wird.

Liebe Grüße,
euer Ulf