Wir waren auf Japanreise vom 30.01. - 21.02.26! (≧▽≦)

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Sonntag, 3. November 2024

Making of: Pokémon Design Lab-Shirt

Even if things don't go as you like
It's not as if you've thrown your life away

(Utada Hikaru - "Flavor of Life")


Der regnerischste Tag in Tokyo überhaupt war der 2. November. Anfangs plante ich noch mit D. und ein paar Bekannten von ihm zum Baseball zu fahren, aber das Spiel wurde aufgrund des schlechten Wetters sowieso gecancelt. Dadurch war für mich klar: Der Samstag war der einzige Tag, an dem ich es schaffen könnte, Ulf einen Wunsch zu erfüllen: Den Wunsch von einem Pokémon DesignLab- T-Shirt!

Im Pokémon Center im Kaufhaus Parco von Shibuya kann man sich sein eigenes Pokémon-Shirt an einem PC/ Terminal gestalten und drucken lassen. Darum machte ich mich schon um 9 Uhr los um mich gegen halb zehn in die Schlange zum Eingang des Kaufhauses zu stellen.

Mein Outfit des Tages... das wird vielleicht nochmal wichtig, denn... ich wurde später am Tag etwas "seltsam" darauf angesprochen.

Da es in Shibuya regnete waren alle mit Schirmen unterwegs. Kurz vor 9:30 Uhr konnte man aber viel entspannter noch als sonst über die Straße und durch die Gassen spazieren.

Ich lag zeitlich gar nicht schlecht, denn vor mir waren zwar einige Leute, aber ich konnte in 3 Meter Entfernung die ersten Design-wütenden Mitstreiter*innen noch erkennen.

Zuvor hatte ich online gelesen, dass es besser sei, NICHT am Wochenende zu kommen, aber... aufgrund der anderen Termine hatte ich nicht wirklich eine Wahl. Umso mehr freute ich mich, dass ich als Nummer 24 dran sein würde.

Wie das mit dem Design Lab bei mir funktionierte war eigentlich:
Man stellt sich in die Schlange vor die Terminals und erhält von einem Staffmember eine kurze, mündliche Unterweisung. Wenn man der langen Wartezeit zustimmt, bekommt man ein einlaminiertes A4 Blatt mit einer Nummer drauf in die Hand. Auf japanisch werden dann die Nummern mit Mikrofon & Lautsprecher aufgerufen, wenn einer der 4 Terminalplätze frei ist. 

Wie ihr hier seht, gab es auch Beispiele für die T-Shirt-Größen an Bügeln hängend.

Die "Regeln" stehen auch nochmal auf Englisch dran.

Was ich nicht so toll fand, aber was theoretisch ging: Ich hätte alleine auch einfach 2 oder mehr Shirts am Stück machen können. Aber ich glaube, man sollte es perspektivisch auf eines pro Person limitieren. Ich seufzte jedenfalls innerlich und guckte die beiden Englischsprechenden Touristen, die 4 Shirts auf einmal gestalteten, etwas böse an... haha, sorry. Es gibt pro Tag leider begrenzte Anzahlen an Shirts, die produziert werden können, deswegen finde ich es auch sehr schade, wenn Leute extra kommen und leer ausgehen, weil andere 4 Shirts machen...

Dieses "Massendesginen" war leider auch einer der Gründe, warum es super lange dauerte, bis ich überhaupt anfangen konnte, Ulfs Shirt zu gestalten... und leider war das ja auch noch nicht der letzte Schritt! Ich musste also wirklich eine ganze Stunde im Laden darauf warten, dass meine Nummer 24 aufgerufen wurde. Ich kaufte in der Zeit noch ein paar Kleinigkeiten für Freunde ein und war sehr enttäuscht, dass es kein einziges Plüschi mehr gab, das Ulf mich gebeten hatte, mitzubringen.

Dann war ich also dran! Man hat für die Gestaltung am Terminal 20 Minuten Zeit, wenn man zuvor die Bedingungen akzeptiert hat. Es gab 4 unterschiedliche Arten, wie man das Shirt designen konnte und der nette Staff erklärt es einem auch gern auf Englisch oder Japanisch nochmal. Die Shibuya-Pokémoncenter exklusiven Artworks waren beispielsweise sehr schön, genauso wie die jetzt bereits verfügbaren Weihnachtsillustrationen einiger weniger Pokémon, wie zum Beispiel Pikachu. Aber es war auch möglich, ein Shirt mit Stempeln zuzukleistern, oder ein Template zu benutzen. Vor der Reise bat ich Ulf, mir seine Top 10 der liebsten Pokémon zu nennen, damit ich ihm diese zusammenstellen könnte. Möglich war es aber nur, diese auszuwählen, wenn man feste Artworks verwendete, unter die sich kein eigener Text mehr drucken ließ. 

Ich habe aus Angst, es nicht in 20 Minuten zu schaffen, alle Nummern und Namen (auch englisch und japanisch!!) der Pokémon die Ulf draufhaben wollte, im Voraus notiert, aber letztendlich brauchte ich das nicht... Die Pokémon waren ganz anders sortiert! Falls auch ihr euch so ein Shirt mit eurem Team zusammenstellen wollt, ist es also für ein schnelles Gestalten viel wichtiger, dass ihr wisst, zu welchem Typ euer Pokémon gehört und parallel dazu, aus welcher Region es stammt... ihr müsst nicht mal wissen, welche Generation es ist, denn sie sind alle nach aufsteigenden Nummern geordnet.

Ich rundete das Souvenir für Ulf noch mit einem Schriftzug ab. 

Wenn man fertig ist, ruft man einfach den Staff und bestätigt seinen Entwurf. Man bekommt einen Zettel, auf den der oder die Mitarbeitende euch die Zeit schreibt, zu der das Shirt fertig sein würde. Diesen Zettel kann man dann an der Kasse bezahlen, wobei ein Shirt 4400 Yen kostet. Eure Quittung könnt ihr dann ca. 1 Stunde nach Fertigstellung des Shirts an einem Extra-Tisch vorzeigen, welcher sich hinter den Kassen am Ausgang aus dem Pokémoncenter gleich rechts befindet.

Ich wartete übrigens nicht die 1 Stunde und 10 Minuten bis das Shirt fertig war im Pokémoncenter ab- es wurde immer voller und unangenehmer und ich wollte lieber einen kleinen Snack essen oder gucken, ob ich noch woanders stöbern könnte. Also ging es raus aus Parco und hin zu Mandarake, der aber leider geschlossen war, als ich gegen 11:20 Uhr dort Aufschlug. Animate daneben hatte offen, aber ich gatcha-te nur und kriegte bei jedem Automaten die schlechtesten Pics... HILFE.

Da um die Ecke ein Daiso war, entschloss ich mich, das erste mal auf der Reise in den 100 Yen Shop zu gehen und suchte nach Yuzu-Süßigkeiten für eine Freundin und ein paar weiteren Dingen auf meiner Liste. Ich fand wieder wunderschöne Sticker, aber leider nicht das meiste, was ich suchte.


Um 12:35 Uhr wollte ich das Shirt holen, aber... ich musste nochmal 25 Minuten in der Kassenschlange stehen, weil ich den Shirtbon nicht vorher mit meinem Einkauf zusammen bezahlt hatte... dumm gelaufen- LERNT AUS MEINEM FEHLER, KINDER!

Um ca. 13 Uhr war das Shirt dann mein- in diesem hübschen Beutel inklusive Wasch- und Pflegetipps.

Und so sah das fertige Shirt dann aus- es würde mich mega freuen, wenn Ulf es auch mag. Alles in allem musste ich also an diesem Samstag Zeit von 9.35 Uhr bis ungefähr 13 Uhr einplanen, um ein Poké Lab-Shirt zu bekommen.


Mein Hunger nach all dem war entsetzlich groß und ich hatte Hunger auf etwas ganz Bestimmtes: Okonomiyaki! Ich googelte den Weg nach Harajuku und lief dann doch mit Schirm durch den Regen, weil es nur 22 Minuten zu Fuß zum Sakuratei waren. Mein Wunsch wurde erhört und ich konnte ohen Reservierung dort essen. Ulf und ich hatten hier bei unserem ersten Besuch eine sehr unfreundliche Kellnerin, aber dieses Mal war alles spitze!

Wani bekam sein erstes Melon Soda auf dieser Reise.

So sah mein veganer Mix aus- rechts noch Pilze und Kirimochi, die ich als Topping extra wählte.

Nach kräftigem Rühren und Öl auftragen, formte ich mein Okonomiyaki auf der heißen Platte. Mir gelang es 10 Minuten später tatsächlich, es ohne Probleme zu wenden- obwohl das bei der veganen Version aufgrund des fehlenden Eis gar nicht mal so leicht war.

Wani war auch sehr glücklich, dass wir hierher gekommen und uns den Bauch vollgeschlagen hatten.

Mein Weg führte mich nach dem Essen dann doch besseren Wissens um die Überfülltheit des Ortes durch die Takeshita-Street. Ich entschied mich, bei Noémie, ANAP, Daiso und Paris' Kids vorbeizuschauen.

Ich mag die eher sportliche Mode von ANAP echt ganz gerne!


Ich kaufte mir dieses Knit-Set und ein paar Socken im Sale... eigentlich habe ich schon so viele Socken geholt, ich hätte gar keine mit nach japan bringen müssen!!

Noémie sah von außen dann doch gar nicht nach meinem Stil aus, darum ging ich letztlich doch nicht hinein.

Im Harajuku-Daiso kaufte ich anscheinend ein paar der letzten Pop Team Epic Blindbox-Anhänger und fühlte mich endlich mal erfolgreich, da ich meine Wunschanhänger rausbekam!

Als ich mir bei Paris' Kids Haaraccessoires ansah, hatte ich leider eine unangenehme Begegnung, die ich nicht so recht einzuordnen wusste und mit der ich auch nicht anders umzugehen wusste, als damit zu spaßen. Mich tippte ein fremder Mann von hinten an und sagte mehrmals laut "EXCUSE ME", auch nachdem ich mich schon umgedreht hatte. Ich sprach in meiner Perplexität japanisch zu ihm, aber er zeigte nur auf sein Handy und sagte "I am English Beginner! Do you speak english?". Ich bejahte und er tippte auf seinem Handy in Google Translator, um mir die Übersetzung einer Frage in Mandarin-Englisch zu zeigen: "Are you an adult?".

Ich hatte überhaupt keine Ahnung, worauf diese Frage abzielen sollte und fühlte mich instant unwohl, weil mir überhaupt nicht klar war, was er mit dieser Frage beabsichtigte. Ich fragte und wiederholte auch nochmal: "Why do you ask this question?, da er mir abermals sein Handy hinhielt, als wolle er gestikulieren "Jetzt antworte doch!". Als ich nichts antworten wollte und konnte, fragte er dann, ob ich ein Model sei, was ich vehement verneinte. Er winkte wild mit der Hand und bewegte sich rückwarts weg von mir mit ungefähr fünf "SORRY"s... Ich hatte keine Ahnung, was das sollte und war sehr verunsichert...

Ich machte mich um 15:55 Uhr auf den Weg zurück in das Hotel in Tamachi. Ich musste noch Wäschen waschen und langsam anfangen, ein wenig zu packen, da es am 4.11. weiter nach Nagoya gehen würde.

Hier seht ihr meinen Stickerhaul des Tages von beiden Daiso-Filialen- sogar mit Washitapes & Briefpapier!

Und diese Dinge kaufte ich zusätzlich dort: Unter anderem auch Yuzu Bonbons und Furikake.

Hier mein erster Pokémoncenter Haul aus der Filiale in Shibuya. Endivie und Glurakbutton sind Geschenke.

Diese süßen Sachen habe ich bei Daiso und Paris' Kids geholt, denn ich möchte der Tochter meiner Arbeitskollegin etwas mitbringen.

Und zum Abschluss für euch noch der bekloppteste Fund des Tages... eine... Pizza... Badebombe?!
Und sie riecht auch noch nach Cola... JETZT REICHT ES MIR ABER!!11!1


Ich fiel müde und glücklich nch dem Bloggen ins Bett und war gespannt, wie es am nächsten Tag beim Baseball wohl werden würde- es stand jedenfalls kein Regen mehr auf dem Plan!

eure Tsu



Montag, 28. Oktober 2024

Yo-ho-ho-ho, Yokohama

Indem ich mich weiterschleppe, laufe ich dem Morgen entgegen
auch heute Nacht ist das das, was die Form meines stillen Gebets reflektiert
Hey mein Freund
aus irgendeinem Grund höre ich deine Stimme
Hey ich selbst
und es scheint, als hätte ich das verborgene Licht kurz gesehen, ah

(Tommy heavenly6 - "Hey my friend")


Als ich das letzte Mal im Dezember 2023 mit Ulf in Japan war, hatten wir zwar mit dem Direktflug eine deutlich kürzere Reisezeit als dieses Mal, doch mir ging es relativ schlecht mit dem Jetlag und ich konnte die ersten 3 Tage fast gar nicht schlafen. Das war dieses Mal für die erste Nacht nach Ankunft etwas anders. Ich schlief von ca. 22.30 Uhr bis 7.20 Uhr und meldete mich per Messenger gleich bei meinem Freund D. . Er war auch schon wach und hatte sich für den Sonntag vorgenommen, nach Yokohama zu fahren. Aufgrund unserer Teilnahme am Filmfestival hatte ich mir nichts fest eingeplant, sondern meine gesamte Reise darauf und auf die zwei Tage im Büro meiner Firma ausgelegt. Und so fuhr ich mit ihm mit nach Yokohama und war sehr glücklich, dass ich problemlos geschlafen hatte und voller Energie war.

Frühstück gab es für uns beide von einem 7-Eleven Kombini und ich kaufte gleich ein bisschen mehr, da ich schon ahnte, dass wir eher keine geregelten Mahlzeiten würden zu uns nehmen. Von unserem nächstgelegenen Bahnhof namens Tamachi aus brauchten wir ungefähr eine halbe Stunde bis zum Bahnhof Yokohama.

 

Ein Blick auf den Vorplatz, an welchem wir kurz anhielten, um uns zu orientieren. D. hatte auch ohne eine E-Sim oder ähnliches an öffentlichen Plätzen guten Zugang zum Wifi und lotste uns zu unseren Teilzielen.

An diesem Morgen war der Himmel noch blau, verwandelte sich jedoch zunehmend in grau mit Nieselregen. Uns machte es aber wenig aus. Wir waren beide froh, dass es noch so warm, aber nicht zu warm war, um in T-Shirts herumzulaufen.

In Yokohama angekommen liefen wir direkt zu Klischee… äh Donquijote und suchten unter anderem nach einem Adapter für meinen Laptop. Da ich nicht riesige Berge von Einkäufen mit mir herumschleppen wollte und mir ja gegen Ende der Zeit in Japan noch eine Zugreise nach Nagoya bevorstand, versuchte ich nur Dinge zu kaufen, von welchen ich befürchtete, dass sie sehr beliebt und sehr schnell weg sein würden.

Die Gegend um Nishi-Yokohama Station ist total verwinkelt und hübsch.

 
Einfach mal ein bisschen Wandmalkunst zwischendurch aufgenommen.

Gibt es eigentlich irgendeinen Donquijote der nicht dieses ikonische Äußere besitzt? (Den Einkaufshaul gibt es am Ende des Blogposts! 😊 )

Nachdem wir beide irgendetwas zwischen 60-70 Euro im Laden gelassen hatten, ging es auf der Suche nach dem nahegelegenen Lashinbang erstmal in unsere erste große Gatcha-Automaten-Hölle des Trips. Da ich auf Instagram 2 Accounts abonniert habe, die regelmäßig posten, was es denn so für Neuheiten in den Automaten gibt, hatten sowohl ich als auch D. bestimmte Dinge, die wir finden wollten. Etwas von Doremi für eine gute Freundin von mir und ihm und natürlich: der TUKAN GATCHA für meinen Ulf.

Etwas unscheinbar, doch in dieser Nachbarschaft versteckten sich unzählige Gatcha-Gatcha!



Die Tukan-Figuren sind relativ groß und kosteten 500 Yen für einmal drehen.

Als erstes zog ich den Tukan mit dem halb-schwarzen, halb-gelben Schnabel und dachte, damit sei es getan, da ich alle verfügbaren 4 Optionen richtig hübsch fand. Doch ein kurzes WhatsAppen mit Ulf signalisierte mir, dass genau dieser Tukan in seinem persönlichen Ranking nur auf Platz 4/4 gelandet war. Also drehte ich noch einmal und bekam einen weiteren Tukan. Nun war Ulf richtig glücklich.


Ich lernte D. von seiner „Gatcha-süchtigen Seite“ kennen, denn als ihm die 100 Yen Münzen ausgingen und der Automat zum Wechseln defekt war, spazierte er ohne zu Zögern zum benachbarten Family Mart und besorgte sich neue Münzen. Aber wer könnte es ihm verübeln?! Only in Japan...


 

Hier einer der seltsamsten Gatcha-Inhalte, die ich an diesem Tag entdeckte… „Nasenlicht“… äh, bitte was?!

 

Ich fand auch diesen Automaten mit „DIY-Möbeln“ sehr witzig und fragte mich, warum man „DIY“ nicht mit „IKEA“ ausgetauscht hatte.

Und dann kam auch schon unser nächstes Ziel in Sicht... Lashinbang!

Nach einer Menge Glücksspiel gingen wir zum benachbarten Lashinbang und suchten ein paar Geschenke. Ich fand etwas von Kaito Kid für eine liebe Freundin, einen Mini-Detektiv Conan-Plüsch, einen Button von Fern aus Frieren und eine sehr sehr witzige Temari aus Naruto, die eigentlich eine Katze war… „NYARUTO“ sozusagen!

 

Die Fern-Figuren waren auch alle richtig schön, weswegen ich mir auf die Finger hauen musste, nicht alle für meine Freundin kukkii mitzunehmen… ich kann zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht garantieren, dass ich nicht doch noch eine in Nagoya für sie erstehen werde!!

 

Ich musste sehr lachen, als ich diese Figur fand und… es war für mich keine Option, sie nicht mitzunehmen. Sie kostete 660 Yen und war eine witzige Parodie auf den Charakter Temari aus Naruto Shippuuden. Da ich dieses Kostüm zuletzt im Juni 2024 bei der Liveaufzeichnung des ZDF Fernsehgartens getragen hatte, war es ein umso witzigerer Zufall.


Als nächstes ging es zu Book-Off im Kaufhaus Vivre, wo D. und ich nach CDs suchten. Ich fand eines der neusten Alben von Utada Hikaru für die Hälfte des Neupreises und war sehr happy, weil dies die einzige CD war, die ich mir vorgenommen hatte, auf dieser Reise für mich zu kaufen. D. fand zwar nicht alles, aber dafür auch etwas Schönes und beim Gang zur Kasse fiel mir noch eine weitere Kostbarkeit auf, mit der ich Ulf würde überraschen können.

Nebendran war auch noch ein Animate-Store, in welchem D. und ich uns aufteilten und uns umsahen. Da die Artikel hier stets neu sind machte ich zunächst eine Runde ohne etwas zu kaufen. Doch bei der zweiten Runde, nachdem ich mich mit D. besprochen hatte, dass er noch einen Moment länger Geschenke für seine Arbeitskolleg*innen suchen wollte, fand ich mit seiner Hilfe die „Bocchi the Rock!“-Regale und… SO EIN MIST. Ich fand endlich ein schönes T-Shirt von der Serie, das mir passen würde, Washitape und eine erste Packung Hüllen für Trading Cards, um welche mich Ulf als Mitbringsel gebeten hatte.

 

Nicht zu übersehen, wenn man am Ende der Rolltreppe angekommen war: ANIMATE!

Mein Bocchi-Loot im Warenkorb… dieser Trip ist so eine Art „ich kaufe jetzt alles, was ich beim letzten Mal versäumt habe“-Reise!


Ein Symbolbild für die übliche Mangadarstellung in den Animate-Stores. Es war an diesem Sonntag ganz schön voll und Menschen unterschiedlichster Altersklassen gingen hier shoppen.


Werbung für Oshi no Ko Blu-ray & DVD Release… just because!


Von den Sachen, die D. einkaufte, war auch richtig schönes Merch von den Tagebüchern der Apothekerin dabei, aber ich hielt mich zurück, nicht auch noch davon etwas zu kaufen. Es folgte noch ein kurzer Gang in den Book-Off speziell mit den Anime-Goods, aber ich konnte weder einen hübschen Jutebeutel zu einem Anime, den ich mag finden, noch ein Portemonnaie mit Anime-Motiv. Letztere sehe ich leider wirklich nur noch sehr selten auf meinen Reisen… sterben sie langsam aus?!

Da mein Freund D. schon gut mit seinen Geschenken zu schleppen hatte und die Uhr bereits 15:30 Uhr überschritten hatte, schlug mir D. vor, in Yokohama China Town etwas zu essen und dann nochmal kurz im Yamashita Park/ Gardens spazieren zu gehen, bevor wir zurückfuhren. Eine gute Idee, denn wir hatten bis dahin ja kein Mittagessen gehabt. Bei Trip Advisor stieß D. auf das „Banwarou“, welches Vegetarier*innen-freundlich war. Wir nahmen eine U-Bahn dorthin und liefen 3 min durch die Straßen des Chinatownviertels. Zuletzt war ich an Ulfs Geburtstag Anfang Januar hier gewesen. Das winzige Lokal war von außen eher unscheinbar, aber wir traten ein und freuten uns, dass wir zu dieser ungewöhnlichen Uhrzeit mit die einzigen Kund*innen waren. Der nette, schon ältere Besitzer begrüßte uns mit seinem gebrochenen Englisch und fragte gleich, ob wir wegen der vegetarischen Optionen gekommen waren. Er wirkte ein kleines bisschen entspannter, als ich ihm auf japanisch alle Fragen beantwortete.

 

Eine englische Speisekarte für mich und D. gab es nicht, aber man erklärte uns anhand der Bilder an der Wand, welche Veggie-Optionen es gab.

Wir bestellten Ulong-Tee, zweimal Mapo Tofu und einen Teller vegetarischer Gyoza, um die insgesamt 6 Stück zu teilen. Da Essen kam, jedoch ohne Reis- wenn wir das gewusst hätten, hätte unsere Bestellung vielleicht eher aus 1x Tofu und 2x Reis bestanden. Wir wollten sichergehen, dass wir aufessen würden und aßen deshalb unser Gericht „einfach so“. Es hatte für mich die perfekte Schärfe, was ich dem Besitzer auf Nachfrage auch so sagte.

 

Sehr lecker und so authentisch, wie ich es sonst nur bei einem leider bereits nicht mehr in meinem Wohnort ansässigen Restaurant bekam.

Auch die Gyoza und das darin enthaltene gemischte Gemüse waren sehr lecker. Hier hat man geschmeckt, dass sie selbstgemacht waren. 

D. bezahlte dieses Mal das Essen für uns beide und wir brachten dem Besitzer noch kurz „Danke“ und „Dankeschön“ bei, denn er erzählte, dass in letzter Zeit ziemlich viele Touristen aus Deutschland bei ihm einkehren würden.

Draußen bewaffnete sich D. noch mit einem Erdbeer-Sahne-Shake und wir liefen zum Yamashita Park, welchen er aus seinen geliebten Yakuza-Spielreihen kannte (Anime- und Gaming-Tourismus, YAY!). Es nieselte zum Glück nur ganz leicht und wir spazierten etwas am Ufer entlang und verbrachten einige Zeit erzählend auf einer der Parkbänke, von welchen wir uns oft mehr im Stadtbild Tokyos wünschen würden, um sich darauf kurz auszuruhen.

 

Wie beißt man eine Skyline? Danach müsst ihr schon meinen Experten Wani fragen…


Viele Leute nutzten die Wiese, die Bänke oder einfach die nette Aussicht und die freundlichen Temperaturen, um wie wir zu verweilen. Kurz vor 18 Uhr machten wir uns dann auf, von der Nihon-Odori zurück zum Bahnhof Yokohama und nach Tamachi zu fahren. Zu diesem Zeitpunkt war D. bereits sehr müde, denn ihm war ein erholsamer Schlaf verwehrt geblieben. Wir kamen bis zum Bahnhof Ooimachi, als die Bahn auf der Keihin-Tohoku-Line plötzlich zum Stillstand kam… Ein Personenschaden hatte dafür gesorgt, dass wir 25 Minuten lang festsaßen und nicht weiterkamen. Mir tat D. in seiner Müdigkeit sehr leid und auch ich hatte mir die Heimreise anders vorgestellt. Statt wie geplant 18:50 Uhr waren wir erst gegen 19:20 Uhr wieder am Bahnhof Tamachi. Da es regnete, nahm mich D. mit unter seinen Schirm. Ich kaufte in einem Lawson Kombini noch Frühstück für den nächsten Tag und die derzeit auf Social Media viralen Lawson-Stil Socken, welche MUJI herausgebracht hatte.

Das ist mein (fast) kompletter Loot des Tages gewesen- manche Sachen kann ich nicht posten, weil ich Ulf überraschen möchte! 😉


Ich kam zurück aufs Zimmer und packte meine Sachen für den Folgetag, denn am Montag und Dienstag würde ich früh aufstehen und in das Tokioter Büro meiner Firma zum arbeiten gehen. Vielleicht erinnert ihr euch noch, dass ich dort bereits im Dezember 2023 einmal „Hallo“ gesagt hatte? 


Wir unterbrechen die laufende Sendung für das obligatorische "Tsu-holt-sich-abends-nen-grüner-Tee-Eis-und-isst-es-auf-dem-Hotelzimmer".


Am Rest des Abends bloggte ich noch den Hinflug und versuchte ab 23 Uhr zu schlafen, was mir nicht gelingen wollte. Von ca. 0:30 Uhr bis 1:00 Uhr nachts Ortszeit telefonierte ich noch kurz mit Ulf und schlief leider nur zwischen 2 und 5:30 Uhr. Da war er also, der Jetlag… trotzdem freute ich mich auf die zwei Tage im Büro, ohne die ich diese Reise deutlich hätte verkürzen müssen, wofür ich meinem Arbeitgeber sehr dankbar bin! Was ich meinen Kolleg*innen in Japan als Omiyage mitgebracht habe, das lest ihr dann also im nächsten Blogeintrag!

Mata ne,
eure Salari-Woman Tsu




Samstag, 13. Januar 2024

Harajuku Blues

Even though you keep on falling
You laugh and get up every time
As I board the vacant back of the bus
You flash me a small smile

(YUI - "Rolling Star")

 

Es war soweit- unser letzter, ganzer Tag auf dieser Japanreise war angebrochen und es gab auch nicht mehr ganz so viel, was wir noch machen mussten. Mir fehlten für eine liebe Freundin noch zwei Omamori-Schutzamulette und da wir nicht mehr so weit rausfahren konnten, entschieden wir uns für einen Kompromiss: Wir würden in Harajuku den Meiji-Schrein aufsuchen und die Omamori dort kaufen und danach noch einen Pflichteinkauf erledigen und im von Ulf ausgesuchten, vegetarischen Okonomiyaki-Restaurant essen. Wir reservierten online einen Tisch für 12 Uhr und fuhren so nach Harajuku, dass wir schon um 10 Uhr da waren.

 

Unser erster Weg führte über die Brücke zum Meiji-Schrein.

 

Eigentlich waren ziemlich viele Leute unterwegs, aber da das Gelände sehr groß ist, verteilte es sich besser als beispielsweise 2019 am Atsuta-Schrein in Nagoya.

 

Der Lauf zum Meiji-Schrein war etwas länger als erwartet, denn noch immer nutzten Japaner*innen wie Touris die Gelegenheit zu Beginn des Jahres, den ersten Schreinbesuch zu vollziehen. Aus diesem Grund waren die Eingänge und Ausgänge strikt geregelt und Security und Polizei vor Ort. Wir liefen zügig zum Tempel und ich nahm erstmal die Veränderungen seit meinem letzten Besuch hier auf- der Reinigungsbrunnen war nicht mehr einer mit hübschen Drachen und Holzkellen, sondern nur noch ein Becken mit Bambusrohren dran. Die ganze Verkaufsstände für die Amulette befanden sich nicht mehr auf dem Gelände des Schreins, sondern waren an einen Standort auf dem Rück(rund-)weg verlagert worden.

 

Das super Wetter machte die Umgebung einfach noch viel schöner. <3

 

Bislang hatte ich immer hier meine Omamori und Co. gekauft- ich nahm an, dass man bei dem großen Menschenauflauf zu Neujahr nur etwas verteilen wollte.

 

Ich war dann doch sehr erleichtert, als das Schild uns den Weg wies.

 

So wurde es ein relativ kurzer Besuch am Schrein und dafür aber auch ein schneller Einkauf- die Leute standen nicht großartig an und ich konnte die gewünschten Omamori problemlos kaufen. Es ging zurück auf die Takeshita Dori und in den Daiso-100-Yen-Shop, da wir für ein Projekt noch einen dringenden Einkauf zu erledigen hatten. Es war aber etwas ernüchternd, weil wir gar nicht so viel von den gewünschten Produkten vorfanden. Überhaupt hatte sich das Sortiment hier sehr verändert und es waren sicherlich auch dadurch weniger Touristen reingekommen.

 

Der altbekannte Eingang zur Takeshita Street mit dem ikonischen Tor.

 

An einem Wochentag war es hier etwas besser mit den Menschenmaßen, aber unser Lieblingsort wird Harajuku nicht mehr.

 


Ulf war so lieb und kaufte mir von seinem fast letzten Bargeld noch einen Button und eine Minifigur von Pop Team Epic, denn ich war sehr traurig gewesen, dass es davon auf der Reise kaum Sachen mehr gab (auch meine kaputten Socken mit dem Charakter Popuko konnte ich nicht ersetzen…).
 
 

Wir liefen die Straße nochmals herunter, hatten eine ähnliche Erfahrung wie beim ersten Besuch und ich musste wieder verarbeiten, wie sehr sich alles in meinem damals, Anno 2008, geliebten Harajuku verändert hatte. 

 

Die meisten Läden auf der Takeshita Street sind durchweg touristisch orientiert und bieten Kuriositäten für Social Media Influencer*innen an, so meine Einschätzung.

 

Als ich sah, dass es hier einen WEGO Store gab, ging ich noch einmal hinein, denn ich hatte noch einen „Did-not-buy-regret“. Ich wollte mir seit 3 Jahren eine Tasche extra für Animeconventions kaufen, an die ich alle meine Buttons und Pins & Co. ranmachen konnte. Diese typischen Taschen sind auch unter dem Namen „Ita-bag“ bekannt. Ulf beleidigte mich nur ein gaaanz kleines bisschen, dass ich schon wieder was gekauft hatte und wir waren nun an dem Punkt, wo ich alles mit Karte zahlen musste, da das Bargeld bis auf wenige Yen alle war. Ich war extrem glücklich, da diese Taschen in Deutschland in guter Qualität schwer zu finden oder irre teuer waren. Beim Kauf entschied ich mich tatsächlich für die Tasche mit einem mir gefallenden Muster, aber auch eine mit geringem Gewicht.

 

Zurück in Deutschland ist meine neue Tasche auch schon im Einsatz und amüsiert meine Freunde, da ich sie wie einen großen Schatz ganz stolz präsentiere.

 

Es war nun an der Zeit, dass wir zu unserer Mittagstisch Reservierung aufbrachen- dem Sakuratei ganz in der Nähe. Wir liefen durch die kleinen Gässchen und an ein zwei AirBnB Häusern vorbei aber waren uns einig, dass wir mit den Hotels dieses Mal doch ganz gut dran gewesen waren und sie sogar bevorzugten- bis auf die kleineren Probleme beim Wäsche waschen. Die Vorfreude für das Sakuratei war sehr groß gewesen, da wir es spontan gefunden hatten und es nicht oft vorkam, dass man Okonomiyaki in vegetarisch oder vegan vorfand- geschweige denn selbst an einem dieser ikonischen Tische mit heisser Platte in der Mitte zubereiten konnte. 

 

Die Seitenstraßen zum Sakuratei waren angenehm leer!

 

 

Das Schild warb für ein Okonomiyaki Tabehodai - Iss soviel du willst! Und das hatten wir eigentlich auch bestellt...

 

Der Eingang war ein wenig versteckt, aber das Graffiti sah schon echt cool aus!


Als wir ankamen, empfing uns eine griesgrämige Frau, die schon im ersten "Hallo!" von uns komplett abgenervt zu sein schien. Ich sprach sie auf japanisch an und sie antwortete in sehr schlecht zu verstehendem Englisch und ging sofort davon aus, dass wir keine Reservierung hätten- hatten wir aber. Ich sollte auf meinen Namen im Handheld-device in ihrer Hand zeigen, weil sie trotz meiner japanischen Aussprache nicht verstand, welche der Reservierungen zu uns gehörte und führte uns dann zu einem Tisch.

 

Nachdem wir zwei Getränke bestellt hatten kam ein anderer, sehr junger Mitarbeiter zu uns, der auch genervt, aber zeitgleich etwas schüchtern wirkte und uns auf Englisch erklärte, dass es für vegetarisches Okonomiyaki nicht die „Iss-Soviel-du-willst“ Option gäbe, die wir online gebucht hatten. Ich war innerlich auf 180, weil ich den Service einfach richtig beschissen und unfreundlich fand und nicht nachvollziehen konnte, warum es für teures Fleisch und Fisch so ein „Tabehodai“ gab, aber nicht für das in der Produktion sicherlich billigere, vegetarische Essen. Unsere Getränke kamen und meins war geschmacklich das beschissenste, was ich im ganzen Urlaub bekommen hatte. Es schmeckte nicht mal nach grünem Tee, sodass ich daran zweifelte, überhaupt das Richtige bekommen zu haben. Das sonst überall erhältliche Gratis-Wasser blieb hier ebenfalls aus.

 

Mein Matcha Chu-hai schmeckte nach fast gar nichts... ein teures Wässerchen also.

 

Wir bestellten unsere Okonomiyaki mit extra rohen Nudeln für 100Yen zum reinmixen und eigentlich wollte ich noch Pilze extra haben. Was wir bekamen waren aber zwei exakt gleiche Schüsseln und ich hoffte, wir müssten am Ende nicht doppelt für die Toppings zahlen. Ich war erleichtert, dass Ulf auch so gerne Pilze mochte wie ich, denn irgendwie bekam er ja dasselbe dank meiner Bestellung…

 

Der Okonomi-Mix, den wir bekamen, sah bis auf den Fehler richtig klasse aus. Bei der Rechnung wurde aber glücklicherweise nicht doppelt draufgeschlagen.

 

So sah das Okonomiyaki-braten am Tisch aus- klassisch, aber auch spaßig und hitze-intensiv.

 

Und so sah mein Okonomiyaki dann verzehrfertig aus! Itadakimasu!


Der Blick durchs Lokal von unserem Tisch aus.

Die Zubereitung machte Spaß, auch wenn wir uns erstmal zurechtfinden mussten und die Schüsseln zum mixen der Zutaten etwas zu klein waren- weshalb wir bei der Zugabe der Nudeln etwas improvisierten. Letztlich schmeckte es aber echt gut und wir wurden mit den extra Toppings auch sehr satt. Bei der Rechnung wurden uns die Toppings glücklicherweise nicht doppelt abgezogen und wir waren insgesamt zufrieden, obwohl wir den negativen Bewertungen online zum Service absolut zustimmen können.

 

Wir liefen zurück an das eine Ende der Takeshita Street und holten uns noch jeder einen Crepe bei Santa Monica.

 

Wir stellten uns in die Schlange mit ungefähr 8 Leuten vor uns.


Die Auswahl war schon riesig, aber wir hatten es jede/r auf 2-3 Wunschcrepes eingrenzen können.

 

Und auf diese Crepes fiel die Wahl: Sahne-Mont-blanc für Ulf und Matcha-Eis-Schoko-Cookies für mich!


 

Wir suchten nochmal kurz nach einer Filiale von Listen Flavor, aber stellten fest, dass die Angaben auf Google dazu falsch waren. So liefen wir zurück zum Bahnhof Harajuku und fuhren zum Packen ins Hotel, wir ca. 14 Uhr wieder ankamen.

 

Wir packten alles und durchdachten auch meine Tax-Free Einkäufe und stellten fest, dass die ersten zwei großen, fertig gepackten Koffer um die 14 und 15 kg wogen, was absolut im Rahmen war. Bis 23 durften sie wiegen und soviel wie jetzt hatten sie auch mit den deutschen Geschenken auf dem Hinflug schon gehabt. Wir stellten fest, dass wir keinen neuen Koffer brauchen würden und planten dann also nur noch unseren letzten Abend in Japan. 


Ulf schlug vor, doch noch einmal in einen anderen 100 Yen Shop zu gehen, um den bei Daiso begonnenen Einkauf zu vervollständigen. Um kein zusätzliches Geld mehr auf unsere IC-Karten laden zu müssen, liefen wir die 1,3 km zum Ziel und fanden es abermals schön, die kleinen Gassen zu erkunden.

 

Es war eine klasse Idee, nochmal einen Laufweg zu nehmen, den wir zuvor nicht genommen hatten!

 

So langsam ging die Sonne unter und bei Ankunft am 100 Yen Shop war es bereits ziemlich dunkel.

 

Der von Ulf erwählte Serie-100-Yen-Shop führte uns witzigerweise auch wieder zu dem Mandarakestore in Ikebukuro, der an einem anderen Tag bereits geschlossen hatte. Ich fand nicht meine Vivy-Figur, aber einen hübschen Plüschi von Uta.

 

Das Schild und den Standort besuchten wir bereits zum zweiten Mal. Es liegt direkt an dem einen Ausgang der "We Road" Brückenunterführung.

 

Ich freute mich, dass ich das erste Mal einen normalgroßen und vergleichsweise hübschen Uta-Plüschi gefunden hatte.

 

Bei Seria bekamen wir noch ergänzende Teile von diversen Animeserien und entschieden dann, das letzte Mal zu Ulfs geliebtem Coco Curry zu gehen- denn eigentlich hatten wir ja genau das für diesen Abend vorgehabt. Meine Arbeitskollegin K. hatte mir leider nur auf Nachfrage abgesagt, da sie und ihr Freund ihren Urlaub verlängert hatten- Sehr schade, aber so gab es noch Quality Time für mich und Ulf. Er machte seine Drohung wahr und bestellte ein Curry mit der Schärfestufe 10 und ich war schon ziemlich erschrocken, wie dunkel seine Sauce im Vergleich zu meiner Stufe 3 war.

 

In dieser Filiale gab es unser "Saigo no Bansan"- das letzte Abendmahl für diese Japanreise.

 

In mir machte sich etwas Angst um Ulf breit und ich bestellte deshalb auch einen Lassi zum Essen, damit ich ihn im Notfall „löschen“ konnte. Bei diesem Coco Curry gab es kein Tablet und so orderten wir mündlich auf japanisch, was nochmal eine schöne Abschlussübung für Ulf darstellte. Er wurde nicht davon abgehalten oder beraten, obwohl er diese hohe Schärfestufe bestellte, aber letztendlich konnte er es mit ein bisschen Schluckauf aufessen. Ich bezahlte mit Karte und Ulf nahm sich noch zwei Buttons und eine Packung Veggiecurry-Sauce für daheim mit.

 


Ich geizte nicht mit Toppings- es kamen Natto, Spinat und Pilze in mein letztes Coco Curry.
 

Ein bisschen Game Center auf dem Rückweg war ja irgendwie schon Pflicht und wir tranken auf dem Zimmer noch zwei alkoholische Getränke und schauten ein paar Folgen Nodame Cantabile. 

 

Mach es gut, Ikebukuro Station!

 

Das letzte Getränk des Abends war ein... Cream Soda Sour mit Erdbeergeschmack. Schmeckte so fürchterlich künstlich, wie es klingt!

 

Wir waren traurig, abzureisen aber auch ein bisschen froh, da in unserer Nähe Leute ins Hotel gekommen waren, die einen fürchterlichen Lärm durch ihr Getrampel und Geschrei verursachten. Ich schlief etwas unruhig und checkte auch in der Nacht noch online, ob unser Flug und Zug planmäßig verlaufen würden.

 

Und nun heisst es Abschied nehmen...
eure Tsu & Ulf