Wir waren auf Japanreise vom 30.01. - 21.02.26! (≧▽≦)

Sonntag, 3. Mai 2026

Café Tarot und noch mehr Karten

Ulf hatte für diesen 4. Februar ein schönes Café in Asakusabashi rausgesucht, wo wir verspätet frühstücken, bzw. brunchen gehen konnten. Es handelte sich um das Café Tarot und wir stiegen gegen 10 Uhr am Gleis in den Zug. Normalerweise wären wir diese eine Station wohl gelaufen, aber mit dem Fuß ging das natürlich nicht- aber wir waren eigentlich einfach nur dankbar, dass Ulf überhaupt laufen konnte und es mehr für ihn auf der Reise zu tun gab, als rumzuliegen und Schmerzen im Fuß zu haben. Im Café bekamen wir nach der Bestellung und Bezahlung an der Kasse einen random Getränkeuntersetzer mit einem Motiv von Tarotkarten und ich war ein wenig empört, dass ich „The Devil“ zugeschrieben bekam (Ulf war „The Magician“). Bedeutungstechnisch erwartete mich laut Untersetzer-Tarot also in nächster Zeit materieller Gewinn und ein florierendes Geschäftsleben. Dies sollte nicht das einzige Mal sein, dass ich in diesem Urlaub eine Vorhersage dieser Art und mit diesem genauen Ergebnis erhielt.
Unser veganes Essen waren einmal ein Set mit einem Avocado- und einem Tofuei-Toast plus Bulgursalat, sowie eine köstliche Lasagne. Wir machten halbe halbe und ich trank dazu einen Hojicha-Latte. Ich weiß noch, dass mich die Toilette in dem Café extrem beeindruckt hatte, denn das innere war so durchgestylt dass es mich an einen Raum in einem Wellnesstempel erinnerte. Wir überlegten nach dieser tollen Mahlzeit, was wir Ulfs Fuß heute noch zutrauen konnten, aber eigentlich waren wir beide sehr daran interessiert zum Nakano-Broadway zu fahren. Ulf wollte unbedingt noch mehr seiner Wunsch-Tradingcards finden und ich hatte von Maho die Aufgabe, die Sticker für ihre Tochter zu suchen. Außerdem loderte in mir auch die leichte Hoffnung auf, dass irgendein Gashapon oder Ufo-Catcher dort die Hazbin Hotel Sachen haben könnte, denn dafür war dieser Ort schließlich berühmt: Ein Nerdparadies zu sein, an dem man den unhingesten Shit aus seinen kühnsten Träumen würde finden können! Wir kamen kurz vor 12 Uhr mittags am Bahnhof an und liefen die Straßen entlang zum Gebäude. Kurz vorher kaufte ich noch 3 Packungen BonBonDrop-Bootleg Sticker, denn hier gab es endlich mal welche. Da wir noch einen mini Hunger verspürten, holten wir uns auch noch zwei Donuts von Mister Donuts auf die Faust. Wir stürzten uns in den Nakano Broadway und ich wurde immer verzweifelter, weil ich einfach keine Hazbin Hotel Sachen finden konnte. Ich war so frustriert, aber Ulf noch etwas im Kartenkaufrausch und guten Fußes, dass wir wirklich zwei Stockwerke ganz abklapperten.
Gegen 13:20 Uhr und entgegen aller Erwartungen fand ich dann doch im zweiten Stock (2F) tatsächlich beim Gatcha Gatcha Senmonten Hal Shop den Automaten mit den heißersehnten Hazbin Hotel Schlüsselanhängern und sogar etwas mehr! Hier gab es 4 weitere Automaten an denen ein Schild befestigt war, welches besagte, dass es diese Hazbin-Buttons und Mini-Notizblöcke einmalig nur hier gab. Für mich sah es so aus, als wären sie mit Hazbin Hotel Goods gefüllt, die japanische Artists gezeichnet hatten. Ulf befeuerte meine Sucht und wollte die ganze Zeit, dass ich noch mehr drehte, denn auch er hatte das Gefühl bekommen, dass dies eventuell die letzte Gelegenheit für mich sein könnte, Merch von der Serie zu bekommen. Ich hatte da aber schon den Automaten mit den Keychains geleert, denn: es waren nur noch 3 Stück drin, bis das rote SOLD OUT-Schild rausploppte. Doch ich hatte unverschämtes Glück und bekam den heißersehnten cherrisnake Anhänger mit Sir Pentious und Cherri Bomb, sowie einen mit Emily und Sera für unsere Freundin Wana. Nummer drei waren Lute und Adam und dieser sucht aktuell noch eine Besitzerin.
Ulf ergatterte noch weitere Karten und als wir im Mandarake Trading Card Shop zwei Packungen Kartenhüllen (Sleeves) mit Pokémonmotiv aus der Vitrine kaufen wollten, war die Kassiererin so lieb und süß, dass sie uns zwei kleine Kekse schenkte, auf denen ein Flegmon abgebildet war! Die Kekse waren beschrieben als „Flegmon-Ohren“ und sahen aus wie mini Schweinsohrkekse in rosa mit Erdbeergeschmack… einfach richtig süß und witzig. Das war eine Interaktion wie wir sie dankbarerweise öfter erlebten- Leute waren in diesem Urlaub gefühlt oft sehr dankbar, dass wir uns in der Landessprache artikulieren konnten und es zu keinen seltsamen Situationen kam. In den unteren Stockwerken des Nakano Broadway aßen wir aus Tradition noch ein Softeis mit je zwei Sorten und ich deckte mich beim 100 Yen Shop Seria noch mit Stickern ein. Ich fand außerdem einen wunderschönen Acryl-Schlüsselanhänger von Palmon aus Digimon Adventure und einen kleinen süßen Notizblock mit PomPompurin für Ulfs Arbeitskollegin M. .
Wir kauften bei einem Bäcker auf dem Rückweg zum Bahnhof noch etwas für das Frühstück am nächsten Morgen sowie ein Ichigo Daifuku, das ich im Hotelzimmer angekommen verschlang (das war ganz schön viel süßes Zeug an einem Tag, sage ich mir, als ich diesen Blogeintrag nachträglich verfasse).
Wir waren gegen 16:30 Uhr zurück im Hotel. Ulf kühlte seinen Fuß und ich machte die Fotos unserer Einkäufe. Er googelte, was es denn noch Veganes in der Nähe zu essen gäbe und fand heraus, dass fast neben dem Coco Curry eine Pizzeria war, die zwei vegane Pizzen anbot. Es stand zwar auch dabei, dass das Restaurant etwas teurer sein sollte, aber das bedeutete mit dem unfassbar schlechten Yen einfach nur, dass wir wahrscheinlich genauso viel Geld wie bei uns daheim in Deutschland ausgeben würden. Wir hatten große Lust auf Pizza und liefen kurz vor 19 Uhr los zur „Pizzeria Trattoria Armonica“. Ulf hatte wieder eine sehr gute Restaurantwahl getroffen und wir quatschten und lachten sogar noch etwas mit den Besitzern und dem Koch. Ulf kaufte sich eine Flasche einer sehr scharfen Sauce, die ich nur als japanisches Tabasco bezeichnen kann und war überglücklich über diesen Fund im Restaurant.
Auf dem Weg zurück ins Hotel stromerten wir noch etwas durch die Gegend und gingen in 1-2 sehr auf Touristen ausgelegte Läden- einfach weil uns danach war, in bisschen darüber zu reden und zu reflektieren, wie sich die Gegend hier über die Jahre verändert hatte. Wir schliefen mit unseren Plänen für den nächsten Tag glücklich ein.