Wir waren auf Japanreise vom 30.01. - 21.02.26! (≧▽≦)

Posts mit dem Label Tokyo werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Tokyo werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 7. April 2026

Racecourse... Oi! - Flohmarkt für Anfängerinnen

Am ersten vollen Tag in Japan, dem 1. Februar, starteten wir mit dem unfassbar günstigen Hotelfrühstück für um die 8 Euro. Es gab genug vegane und vegetarische Optionen, um uns glücklich und satt für unser anstehendes Abenteuer zu machen: Ich wollte unbedingt einmal zum Tokyo City Flohmarkt beim Oi Race Course. Wir erreichten den Flohmarkt von Akiba aus so kurz vor 10 Uhr morgens und stürzten uns in die Reihen von Tapeziertischen mit Antik- und Vintage-Sachen.
Es gab hier im Vergleich zu unseren deutschen Flohmärkten in und um Kassel nur wenige richtige „Händler“ und dafür umso mehr private Anbieter und -bieterinnen mit den unterschiedlichsten Sachen. Mein Ziel für diesen Flohmarkt war es, ein gebrauchtes, aber sehr gut erhaltenes Portemonnaie von Vivienne Westwood zu finden. Wir spazierten bei allerschönstem strahlenden Sonnenschein durch die Parkhaus-ähnlichen Gänge und kauften ein paar Kleinigkeiten und schlemmten auch ein wenig bei den Food-Trucks (einmal Kakao für Ulf, bitte!). Mein Mann sah sich sehr viel bei den Pokémonkarten-Anbietern um und wenn es gebrauchte Anime-Goods gab und ich stöberte ein bisschen bei den Vintage-Klamotten. Im Gedächtnis geblieben ist mir, dass es nur eine hand voll Stände waren, die wirklich echte Vivienne Westwood Sachen hatten, doch ich fand was ich suchte- und kaufte mir sogar auch noch eine Handtasche. Ulf kaufte mir auch noch ein Food sample- einen Löffel mit Natto Gohan drauf, dass ich sehr süß fand.
Letztendlich verbrachten wir knappe 2.5 Stunden auf dem Flohmarkt, bevor wir uns auf den Rückweg machten. Und weil Ulf auf dem Hinweg nach Japan Kontakt mit Waka hatte, verabredete er uns auch gleich für diesen Abend: Das erste Karaoke mit seinen Kindern und Abendessen mit der Familie daheim! Wir holten uns unterwegs noch jeder ein Onigiri als Snack und fuhren dann Richtung Nakano mit den Geschenken für die Familie im Schlepptau. Wir trafen uns am abgesprochenen Bahnhof und gingen in einen kleinen No-Name Karaokeladen, wo wir ein Stündchen Anime- und Disneysongs sangen. Auch die Kinder machten ein wunderbares Debüt und da Yuuko-san HunterXHunter sehr liebte, konnten wir auch gemeinsam singen.
Wir liefen gemeinsam von der Karaokebox zu ihnen nach Hause und erzählten über die Strapazen der Anreise und was wir in Deutschland gerne einmal für sie kochen würden. Die Überraschung des Abends war, dass sie alles für uns vorbereitet hatten, um vegetarische Takoyaki zu machen! Und Ulf und ich mussten auch mitmachen und versuchen, die Teigbällchen vernünftig umzudrehen, damit sie auch gut durch wurden. Mir gelang das so einigermaßen, aber es war ungeübt nicht so einfach. Ich hatte das zuvor nur ein einziges Mal mit meiner Freundin Yayoi gemeinsam zu Leipziger Studienzeiten gemacht (Danke, Yayoi!). Ulf und ich spielten außerdem auch auf der Switch (oder Switch2?) mit den Kindern „Suika-Game“, ein japanisches Puzzlespiel das sich ein wenig wie „Fusions-Tetris mit Obst“ anfühlte. Die Kinder waren besser als wir darin, was noch mehr Spaß machte.
Ein Thema, das uns auf dieser Reise stetig begleiten sollte, weil es einfach ÜBERALL war, waren die super angesagten „BonBonDrop Seal“ oder auch BonBon Drop Sticker. Einfach jedes Kind hielt uns in diesem Urlaub sein Album unter die Nase, welches vollgepackt mit diesen niedlichen und sehr bunten 3D-Stickern in Glasoptik. Ein riesiges Thema war auch, dass es überall Fakes gab, da die heißbegehrte Original-Ware überall ausverkauft zu sein schien. Sana-chan schenkte mir ein paar Sticker und wir klebten sie auf eine leere Seite aus dem Stickeralbum, die ich mitnehmen durfte. Wir machten uns gegen 21:30 Uhr langsam auf den Weg zu Fuß zum Bahnhof und lachten und sangen, wie wir es schon einmal getan hatten. Sie brachten uns bis zur Schranke und es gab eine große Gruppenumarmung und die Hoffnung, sich bald mal wiederzusehen.
Am Bahnhof Akihabara liefen wir noch kurz in ein Gamecenter, aber mussten dann ins Hotel zurück, weil um 23 Uhr auch die letzte Einrichtung dieser Art zu machte. Im Hotel angekommen fiel ich schnellstmöglich ins Bett, denn am nächsten Morgen wollte ich um 9:30 Uhr beim neuen Büro meiner Firma in Shimbashi sein und abermals ein leckeres „Omiyage“ (Mitbringsel) für die Mitarbeitenden abgeben.

Montag, 6. April 2026

Tenth time's a charm... or a curse?!

Meine zehnte Japanreise, aber ich habe NICHT live gebloggt?! Ich wollte mir diesen Urlaub selbst etwas entzerren, vor allem nach dem ganzen Stress und den schlimmen Erlebnissen in 2025. Unser unfreiwilliger Umzug und der Tod unserer geliebten Katze Rieke waren nur zwei von vielen bedrückenden Ereignissen, von denen wir uns auf diesem Japantrip erholen wollten- und warum wir ihn überhaupt gebucht hatten. Ich war vor der Reise sehr ängstlich, aber am Tag vor dem Abflug wurde ich kurzweilig sogar etwas ruhiger, weil ich glaubte, das nicht mehr viel passieren könnte und viele süße Leute auf meiner Arbeit mir Mut zusprachen. Aber die positiven Gedanken hätte ich mir wahrscheinlich sparen können, denn an diesem Donnerstag nach der Arbeit plus einem Termin in der Kasseler Innstadt ging schon eine Menge schief und war irgendwie Vorbote für noch mehr Stress (und ich dachte, es ginge nicht NOCH stressiger, hahahaha… ha… ha….) - der Schneefall war am Nachmittag des 29. Januar 2026 so heftig geworden, dass alle Straßen spiegelglatt waren und keine einzige Bahn oder Bus mehr nach fuhr. Die Autos rutschten oder hatten durchdrehende Reifen als ich mich genervt auf den fast 5km langen Heimweg zu Fuß machte- mit kaltem Essen für mich und Ulf im Gepäck.
Mein Körper sagte mir ebenfalls auf seine Weise, dass Stress reichlich vorhanden war. Ich wachte am Abflugfreitag, den 30.01.2026 gegen 4:30 Uhr morgens grundlos auf und schaut sofort auf die Japan Airlines App auf dem Handy. Alles war in Ordnung- der Flug sollte planmäßig um 20:05 Uhr von Frankfurt starten. Wir würden gegen 14:30 Uhr aufbrechen und alles schaffen, so dachte ich. Als wir jedoch um 7:30 Uhr wieder auf die App schauten, war unser Flug gestrichen worden „due to maintenance“.
Es kam eine Mail mit einem Ersatzangebot, bei dem wir ganze 26 Stunden über Thailand/ Bangkok unterwegs sein würden. Meine Nerven lagen blank, da ich nicht damit gerechnet hatte, nur wenige Stunden vor Rreisebeginn noch sowas erfahren zu müssen. Ulf konnte deutlich besser damit umgehen und wir klickten uns durch die Japan Airlines Mail und versuchten den Flug umzubuchen. Da sprang sie uns entgegen: Die Möglichkeit, schon 15:15 Uhr mit Qatar Airways abzufliegen- ein Zwischenstopp am Flughafen in Doha und dann wären wir fast zeitgleich in Tokyo Narita. Wir sahen an unseren verpennten, noch im Schlafanzug steckenden Körpern herunter und fragten uns, ob wir diese Alternative, nämlich 5 Stunden früher abzufliegen, überhaupt schaffen könnten. Ulf war sich sicher, dass es mir meine eigene Unsicherheit nicht erlauben würde, ohne Schminke das Haus zu verlassen. Aber wir wollten es wagen!
Wir sprangen unter die Dusche, Ulf buchte den Zug für uns neu und wir schmissen alles restliche Benötigte in die Koffer. Wir hatten sogar noch 25 Minuten Zeit, bis wir zum Bus mussten, als mir auffiel, dass ich meinen Reisepass nicht hatte. Ich brach nach einigem Suchen halb weinend zusammen, weil es mir einfach schleierhaft war, wie ich das wichtigste Teil der Reise nicht fand und wahrscheinlich Schuld sein würde, dass wir es nicht schaffen. Dank Ulfs Geistesblitz konnten wir aber doch fahren- Ich hatte den Reisepass beim Kopieren im Scanner liegen gelassen… überhaupt nicht typisch für mich, aber leider wahr. Entgegen Ulfs Bedenken ging ich ungeschminkt aus dem Haus und wir frühstückten im Bordrestaurant des ICE noch etwas. Ich konnte das Schminken nachholen und wir fuhren sofort zum Terminal 2 und stellten uns am Schalter an. Die Frau war extrem nett und buchte uns für den zweiten Teil von Doha nach Tokyo sogar auf den Notausgangssitz mit viel Beinfreiheit. Es klappte alles wunderbar und wir aßen noch ein veganes Ramen, da wir sicher waren, dass wir kein veganes Essen erhalten würden.
Im Flugzeug schenkten wir der netten Besatzung die Kinder Schokolade, die wir eigentlich bei unserem ersten Japan Airlines Flug ausgeben wollten und sie freuten sich und bedankten sich nochmal persönlich. Es wartete auch eine Überraschung auf uns, von der wir nicht wussten, ob sie mittlerweile Standard war, aber: Wir bekamen beide spontan vegetarisches Essen statt dem typischen „Beef or Chicken“ und Ulf war sehr erleichtert. Wir aßen auf dem Flug nach Doha Gnocchi in Käse-Pilz-Tomatensauce und zu Dessert einen Brownie auf Sahnebett. Leider waren die Sitze sehr eng und Ulf tat mir sehr leid abermals so eingepfercht sitzen zu müssen.
Auf dem Flug nach Doha bekamen wir auch ein Amenity Kit und lernten eine super nette Sitznachbarin kennen und redeten fast den gesamten Flug über vorrangig Youtube-Deutschland, da dies mit ihrem Job zu tun hatte. Wir verbrachten die 3-stündige Umstiegszeit am Flughafen Doha und verabschiedeten uns dann, da es für sie nicht nach Japan weiterging.
Auf dem zweiten Flug nach Tokyo Narita saßen wir neben einem sehr netten älteren Japaner und Ulf genoss mit seinen 1,86m Körpergröße die Beinfreiheit am Notausgangssitz. Zu essen gab es hier einen Apple-Cinnamon cake mit Vanillepudding, quasi als "Frühstück". Das war so viel Kuchen, dass ich ihn garnicht aufessen konnte. Mir fiel außerdem auf, dass es bei Quatar Airways, genau wie bei JAL auch Besteck aus Metall gab anstatt Plastik-Cutlery. Als herzhaftes Essen gab es Pennenudeln in einer sahnigen Tomatensauce mit Pilzen.
Wir erreichten den japanischen Flughafen Narita nur eine Stunde später als ursprünglich geplant gegen 18.50 Uhr am 31. Januar 2026 und gingen durch den Immigrationsprozess der unfassbar lange dauerte im Vergleich zu 2024, als ich mit D. hier angekommen war. Wir bekamen danach sofort unsere Koffer, nur um uns wieder sehr lange anzustellen. Die Schlange für die Leute, die sich auf der Visit Japan Web Website vorab registriert hatten war leider länger als jene, die die nervigen Papierzettel im Flieger ausgefüllt hatten. Zum Glück funktionierte der Scan selbst aber reibungslos. Wir hatten am Gate in Frankfurt schnell alle unsere Daten editiert, da sich der Flug geändert hatte.
Wir waren dieses Mal mit 3 Koffern der Größe L angereist, bzw. hatten wir in dem großen, weichen Koffer noch einen kleinen Cabin sized Koffer drin, damit wir auf dem Rückweg noch etwas Stauraum hatten. In dieser zwei-Koffer-Kombi befanden sich fast alle unsere Geschenke für unsere Freunde, denn: Wir liefen zum Schalter von JAL ABC, einem „Takkyubin“- Koffer-Versanddienst, der es uns möglich machte, unseren Koffer in 12 Tagen in Nagoya in unserem Hotel wieder in Empfang nehmen zu können. So mussten wir unsere Geschenke, die wir erst später benötigten, nicht mit nach Tokyo, Aomori, Sendai, Nagano und Gero Onsen schleppen. Ich war durch die lange Reisezeit allerdings so geplättet, dass es mir irgendwie nicht gelang, den Versandschein dafür vernünftig auszufüllen. Ich bekam zweimal einen neuen von dem aber sehr lieben und geduldigen Mitarbeiter. Wir zahlten dafür umgerechnet nur 15 €… wirklich ein Witz und eine mega Entlastung, denn wir hatten nun nur noch jeder einen Koffer und unseren Rucksack dabei (na gut, ich noch die Laptoptasche…). Wir holten am Automaten unser erstes japanisches Bargeld ab, kauften uns ein Getränk und sicherten uns ein Low-Cost-Bus-Ticket für 1.500 Yen pro Person, da es uns am einfachsten erschien, einfach einzusteigen und bis zum Bahnhof Tokyo sitzen zu bleiben.
Wir fuhren um 19:55 Uhr Ortszeit los, stiegen nochmal am Tokioter Bahnhof um und checkten schließlich im Via Inn Akihabara ein. Gegen 22:05 Uhr entschieden wir, nochmal schnell zum nahen Coco Curry zu laufen, denn aus irgendeinem Grund hatten wir richtig schlimm Hunger. Wir warteten kurz und bestellten uns jeder einen Teller mit Lieblingstoppings und bemerkten: In dieser Filiale waren die Schärfegrade anscheinend etwas härter als wir es in Erinnerung hatten!
Im Kombini kauften wir noch ein paar Snacks (Fullmetal Alchemist Brotherhood in 2026...? Is this Heaven?!) und fielen glücklich und müde ins Bett. So kamen wir zwar über Umwege aber doch nicht wesentlich später in Japan an und hatten fortan einen stressfreien Urlaub vor uns... oder...? ODER?!

Sonntag, 3. November 2024

Making of: Pokémon Design Lab-Shirt

Even if things don't go as you like
It's not as if you've thrown your life away

(Utada Hikaru - "Flavor of Life")


Der regnerischste Tag in Tokyo überhaupt war der 2. November. Anfangs plante ich noch mit D. und ein paar Bekannten von ihm zum Baseball zu fahren, aber das Spiel wurde aufgrund des schlechten Wetters sowieso gecancelt. Dadurch war für mich klar: Der Samstag war der einzige Tag, an dem ich es schaffen könnte, Ulf einen Wunsch zu erfüllen: Den Wunsch von einem Pokémon DesignLab- T-Shirt!

Im Pokémon Center im Kaufhaus Parco von Shibuya kann man sich sein eigenes Pokémon-Shirt an einem PC/ Terminal gestalten und drucken lassen. Darum machte ich mich schon um 9 Uhr los um mich gegen halb zehn in die Schlange zum Eingang des Kaufhauses zu stellen.

Mein Outfit des Tages... das wird vielleicht nochmal wichtig, denn... ich wurde später am Tag etwas "seltsam" darauf angesprochen.

Da es in Shibuya regnete waren alle mit Schirmen unterwegs. Kurz vor 9:30 Uhr konnte man aber viel entspannter noch als sonst über die Straße und durch die Gassen spazieren.

Ich lag zeitlich gar nicht schlecht, denn vor mir waren zwar einige Leute, aber ich konnte in 3 Meter Entfernung die ersten Design-wütenden Mitstreiter*innen noch erkennen.

Zuvor hatte ich online gelesen, dass es besser sei, NICHT am Wochenende zu kommen, aber... aufgrund der anderen Termine hatte ich nicht wirklich eine Wahl. Umso mehr freute ich mich, dass ich als Nummer 24 dran sein würde.

Wie das mit dem Design Lab bei mir funktionierte war eigentlich:
Man stellt sich in die Schlange vor die Terminals und erhält von einem Staffmember eine kurze, mündliche Unterweisung. Wenn man der langen Wartezeit zustimmt, bekommt man ein einlaminiertes A4 Blatt mit einer Nummer drauf in die Hand. Auf japanisch werden dann die Nummern mit Mikrofon & Lautsprecher aufgerufen, wenn einer der 4 Terminalplätze frei ist. 

Wie ihr hier seht, gab es auch Beispiele für die T-Shirt-Größen an Bügeln hängend.

Die "Regeln" stehen auch nochmal auf Englisch dran.

Was ich nicht so toll fand, aber was theoretisch ging: Ich hätte alleine auch einfach 2 oder mehr Shirts am Stück machen können. Aber ich glaube, man sollte es perspektivisch auf eines pro Person limitieren. Ich seufzte jedenfalls innerlich und guckte die beiden Englischsprechenden Touristen, die 4 Shirts auf einmal gestalteten, etwas böse an... haha, sorry. Es gibt pro Tag leider begrenzte Anzahlen an Shirts, die produziert werden können, deswegen finde ich es auch sehr schade, wenn Leute extra kommen und leer ausgehen, weil andere 4 Shirts machen...

Dieses "Massendesginen" war leider auch einer der Gründe, warum es super lange dauerte, bis ich überhaupt anfangen konnte, Ulfs Shirt zu gestalten... und leider war das ja auch noch nicht der letzte Schritt! Ich musste also wirklich eine ganze Stunde im Laden darauf warten, dass meine Nummer 24 aufgerufen wurde. Ich kaufte in der Zeit noch ein paar Kleinigkeiten für Freunde ein und war sehr enttäuscht, dass es kein einziges Plüschi mehr gab, das Ulf mich gebeten hatte, mitzubringen.

Dann war ich also dran! Man hat für die Gestaltung am Terminal 20 Minuten Zeit, wenn man zuvor die Bedingungen akzeptiert hat. Es gab 4 unterschiedliche Arten, wie man das Shirt designen konnte und der nette Staff erklärt es einem auch gern auf Englisch oder Japanisch nochmal. Die Shibuya-Pokémoncenter exklusiven Artworks waren beispielsweise sehr schön, genauso wie die jetzt bereits verfügbaren Weihnachtsillustrationen einiger weniger Pokémon, wie zum Beispiel Pikachu. Aber es war auch möglich, ein Shirt mit Stempeln zuzukleistern, oder ein Template zu benutzen. Vor der Reise bat ich Ulf, mir seine Top 10 der liebsten Pokémon zu nennen, damit ich ihm diese zusammenstellen könnte. Möglich war es aber nur, diese auszuwählen, wenn man feste Artworks verwendete, unter die sich kein eigener Text mehr drucken ließ. 

Ich habe aus Angst, es nicht in 20 Minuten zu schaffen, alle Nummern und Namen (auch englisch und japanisch!!) der Pokémon die Ulf draufhaben wollte, im Voraus notiert, aber letztendlich brauchte ich das nicht... Die Pokémon waren ganz anders sortiert! Falls auch ihr euch so ein Shirt mit eurem Team zusammenstellen wollt, ist es also für ein schnelles Gestalten viel wichtiger, dass ihr wisst, zu welchem Typ euer Pokémon gehört und parallel dazu, aus welcher Region es stammt... ihr müsst nicht mal wissen, welche Generation es ist, denn sie sind alle nach aufsteigenden Nummern geordnet.

Ich rundete das Souvenir für Ulf noch mit einem Schriftzug ab. 

Wenn man fertig ist, ruft man einfach den Staff und bestätigt seinen Entwurf. Man bekommt einen Zettel, auf den der oder die Mitarbeitende euch die Zeit schreibt, zu der das Shirt fertig sein würde. Diesen Zettel kann man dann an der Kasse bezahlen, wobei ein Shirt 4400 Yen kostet. Eure Quittung könnt ihr dann ca. 1 Stunde nach Fertigstellung des Shirts an einem Extra-Tisch vorzeigen, welcher sich hinter den Kassen am Ausgang aus dem Pokémoncenter gleich rechts befindet.

Ich wartete übrigens nicht die 1 Stunde und 10 Minuten bis das Shirt fertig war im Pokémoncenter ab- es wurde immer voller und unangenehmer und ich wollte lieber einen kleinen Snack essen oder gucken, ob ich noch woanders stöbern könnte. Also ging es raus aus Parco und hin zu Mandarake, der aber leider geschlossen war, als ich gegen 11:20 Uhr dort Aufschlug. Animate daneben hatte offen, aber ich gatcha-te nur und kriegte bei jedem Automaten die schlechtesten Pics... HILFE.

Da um die Ecke ein Daiso war, entschloss ich mich, das erste mal auf der Reise in den 100 Yen Shop zu gehen und suchte nach Yuzu-Süßigkeiten für eine Freundin und ein paar weiteren Dingen auf meiner Liste. Ich fand wieder wunderschöne Sticker, aber leider nicht das meiste, was ich suchte.


Um 12:35 Uhr wollte ich das Shirt holen, aber... ich musste nochmal 25 Minuten in der Kassenschlange stehen, weil ich den Shirtbon nicht vorher mit meinem Einkauf zusammen bezahlt hatte... dumm gelaufen- LERNT AUS MEINEM FEHLER, KINDER!

Um ca. 13 Uhr war das Shirt dann mein- in diesem hübschen Beutel inklusive Wasch- und Pflegetipps.

Und so sah das fertige Shirt dann aus- es würde mich mega freuen, wenn Ulf es auch mag. Alles in allem musste ich also an diesem Samstag Zeit von 9.35 Uhr bis ungefähr 13 Uhr einplanen, um ein Poké Lab-Shirt zu bekommen.


Mein Hunger nach all dem war entsetzlich groß und ich hatte Hunger auf etwas ganz Bestimmtes: Okonomiyaki! Ich googelte den Weg nach Harajuku und lief dann doch mit Schirm durch den Regen, weil es nur 22 Minuten zu Fuß zum Sakuratei waren. Mein Wunsch wurde erhört und ich konnte ohen Reservierung dort essen. Ulf und ich hatten hier bei unserem ersten Besuch eine sehr unfreundliche Kellnerin, aber dieses Mal war alles spitze!

Wani bekam sein erstes Melon Soda auf dieser Reise.

So sah mein veganer Mix aus- rechts noch Pilze und Kirimochi, die ich als Topping extra wählte.

Nach kräftigem Rühren und Öl auftragen, formte ich mein Okonomiyaki auf der heißen Platte. Mir gelang es 10 Minuten später tatsächlich, es ohne Probleme zu wenden- obwohl das bei der veganen Version aufgrund des fehlenden Eis gar nicht mal so leicht war.

Wani war auch sehr glücklich, dass wir hierher gekommen und uns den Bauch vollgeschlagen hatten.

Mein Weg führte mich nach dem Essen dann doch besseren Wissens um die Überfülltheit des Ortes durch die Takeshita-Street. Ich entschied mich, bei Noémie, ANAP, Daiso und Paris' Kids vorbeizuschauen.

Ich mag die eher sportliche Mode von ANAP echt ganz gerne!


Ich kaufte mir dieses Knit-Set und ein paar Socken im Sale... eigentlich habe ich schon so viele Socken geholt, ich hätte gar keine mit nach japan bringen müssen!!

Noémie sah von außen dann doch gar nicht nach meinem Stil aus, darum ging ich letztlich doch nicht hinein.

Im Harajuku-Daiso kaufte ich anscheinend ein paar der letzten Pop Team Epic Blindbox-Anhänger und fühlte mich endlich mal erfolgreich, da ich meine Wunschanhänger rausbekam!

Als ich mir bei Paris' Kids Haaraccessoires ansah, hatte ich leider eine unangenehme Begegnung, die ich nicht so recht einzuordnen wusste und mit der ich auch nicht anders umzugehen wusste, als damit zu spaßen. Mich tippte ein fremder Mann von hinten an und sagte mehrmals laut "EXCUSE ME", auch nachdem ich mich schon umgedreht hatte. Ich sprach in meiner Perplexität japanisch zu ihm, aber er zeigte nur auf sein Handy und sagte "I am English Beginner! Do you speak english?". Ich bejahte und er tippte auf seinem Handy in Google Translator, um mir die Übersetzung einer Frage in Mandarin-Englisch zu zeigen: "Are you an adult?".

Ich hatte überhaupt keine Ahnung, worauf diese Frage abzielen sollte und fühlte mich instant unwohl, weil mir überhaupt nicht klar war, was er mit dieser Frage beabsichtigte. Ich fragte und wiederholte auch nochmal: "Why do you ask this question?, da er mir abermals sein Handy hinhielt, als wolle er gestikulieren "Jetzt antworte doch!". Als ich nichts antworten wollte und konnte, fragte er dann, ob ich ein Model sei, was ich vehement verneinte. Er winkte wild mit der Hand und bewegte sich rückwarts weg von mir mit ungefähr fünf "SORRY"s... Ich hatte keine Ahnung, was das sollte und war sehr verunsichert...

Ich machte mich um 15:55 Uhr auf den Weg zurück in das Hotel in Tamachi. Ich musste noch Wäschen waschen und langsam anfangen, ein wenig zu packen, da es am 4.11. weiter nach Nagoya gehen würde.

Hier seht ihr meinen Stickerhaul des Tages von beiden Daiso-Filialen- sogar mit Washitapes & Briefpapier!

Und diese Dinge kaufte ich zusätzlich dort: Unter anderem auch Yuzu Bonbons und Furikake.

Hier mein erster Pokémoncenter Haul aus der Filiale in Shibuya. Endivie und Glurakbutton sind Geschenke.

Diese süßen Sachen habe ich bei Daiso und Paris' Kids geholt, denn ich möchte der Tochter meiner Arbeitskollegin etwas mitbringen.

Und zum Abschluss für euch noch der bekloppteste Fund des Tages... eine... Pizza... Badebombe?!
Und sie riecht auch noch nach Cola... JETZT REICHT ES MIR ABER!!11!1


Ich fiel müde und glücklich nch dem Bloggen ins Bett und war gespannt, wie es am nächsten Tag beim Baseball wohl werden würde- es stand jedenfalls kein Regen mehr auf dem Plan!

eure Tsu