Wir waren auf Japanreise vom 30.01. - 21.02.26! (≧▽≦)

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Sonntag, 3. November 2024

Making of: Pokémon Design Lab-Shirt

Even if things don't go as you like
It's not as if you've thrown your life away

(Utada Hikaru - "Flavor of Life")


Der regnerischste Tag in Tokyo überhaupt war der 2. November. Anfangs plante ich noch mit D. und ein paar Bekannten von ihm zum Baseball zu fahren, aber das Spiel wurde aufgrund des schlechten Wetters sowieso gecancelt. Dadurch war für mich klar: Der Samstag war der einzige Tag, an dem ich es schaffen könnte, Ulf einen Wunsch zu erfüllen: Den Wunsch von einem Pokémon DesignLab- T-Shirt!

Im Pokémon Center im Kaufhaus Parco von Shibuya kann man sich sein eigenes Pokémon-Shirt an einem PC/ Terminal gestalten und drucken lassen. Darum machte ich mich schon um 9 Uhr los um mich gegen halb zehn in die Schlange zum Eingang des Kaufhauses zu stellen.

Mein Outfit des Tages... das wird vielleicht nochmal wichtig, denn... ich wurde später am Tag etwas "seltsam" darauf angesprochen.

Da es in Shibuya regnete waren alle mit Schirmen unterwegs. Kurz vor 9:30 Uhr konnte man aber viel entspannter noch als sonst über die Straße und durch die Gassen spazieren.

Ich lag zeitlich gar nicht schlecht, denn vor mir waren zwar einige Leute, aber ich konnte in 3 Meter Entfernung die ersten Design-wütenden Mitstreiter*innen noch erkennen.

Zuvor hatte ich online gelesen, dass es besser sei, NICHT am Wochenende zu kommen, aber... aufgrund der anderen Termine hatte ich nicht wirklich eine Wahl. Umso mehr freute ich mich, dass ich als Nummer 24 dran sein würde.

Wie das mit dem Design Lab bei mir funktionierte war eigentlich:
Man stellt sich in die Schlange vor die Terminals und erhält von einem Staffmember eine kurze, mündliche Unterweisung. Wenn man der langen Wartezeit zustimmt, bekommt man ein einlaminiertes A4 Blatt mit einer Nummer drauf in die Hand. Auf japanisch werden dann die Nummern mit Mikrofon & Lautsprecher aufgerufen, wenn einer der 4 Terminalplätze frei ist. 

Wie ihr hier seht, gab es auch Beispiele für die T-Shirt-Größen an Bügeln hängend.

Die "Regeln" stehen auch nochmal auf Englisch dran.

Was ich nicht so toll fand, aber was theoretisch ging: Ich hätte alleine auch einfach 2 oder mehr Shirts am Stück machen können. Aber ich glaube, man sollte es perspektivisch auf eines pro Person limitieren. Ich seufzte jedenfalls innerlich und guckte die beiden Englischsprechenden Touristen, die 4 Shirts auf einmal gestalteten, etwas böse an... haha, sorry. Es gibt pro Tag leider begrenzte Anzahlen an Shirts, die produziert werden können, deswegen finde ich es auch sehr schade, wenn Leute extra kommen und leer ausgehen, weil andere 4 Shirts machen...

Dieses "Massendesginen" war leider auch einer der Gründe, warum es super lange dauerte, bis ich überhaupt anfangen konnte, Ulfs Shirt zu gestalten... und leider war das ja auch noch nicht der letzte Schritt! Ich musste also wirklich eine ganze Stunde im Laden darauf warten, dass meine Nummer 24 aufgerufen wurde. Ich kaufte in der Zeit noch ein paar Kleinigkeiten für Freunde ein und war sehr enttäuscht, dass es kein einziges Plüschi mehr gab, das Ulf mich gebeten hatte, mitzubringen.

Dann war ich also dran! Man hat für die Gestaltung am Terminal 20 Minuten Zeit, wenn man zuvor die Bedingungen akzeptiert hat. Es gab 4 unterschiedliche Arten, wie man das Shirt designen konnte und der nette Staff erklärt es einem auch gern auf Englisch oder Japanisch nochmal. Die Shibuya-Pokémoncenter exklusiven Artworks waren beispielsweise sehr schön, genauso wie die jetzt bereits verfügbaren Weihnachtsillustrationen einiger weniger Pokémon, wie zum Beispiel Pikachu. Aber es war auch möglich, ein Shirt mit Stempeln zuzukleistern, oder ein Template zu benutzen. Vor der Reise bat ich Ulf, mir seine Top 10 der liebsten Pokémon zu nennen, damit ich ihm diese zusammenstellen könnte. Möglich war es aber nur, diese auszuwählen, wenn man feste Artworks verwendete, unter die sich kein eigener Text mehr drucken ließ. 

Ich habe aus Angst, es nicht in 20 Minuten zu schaffen, alle Nummern und Namen (auch englisch und japanisch!!) der Pokémon die Ulf draufhaben wollte, im Voraus notiert, aber letztendlich brauchte ich das nicht... Die Pokémon waren ganz anders sortiert! Falls auch ihr euch so ein Shirt mit eurem Team zusammenstellen wollt, ist es also für ein schnelles Gestalten viel wichtiger, dass ihr wisst, zu welchem Typ euer Pokémon gehört und parallel dazu, aus welcher Region es stammt... ihr müsst nicht mal wissen, welche Generation es ist, denn sie sind alle nach aufsteigenden Nummern geordnet.

Ich rundete das Souvenir für Ulf noch mit einem Schriftzug ab. 

Wenn man fertig ist, ruft man einfach den Staff und bestätigt seinen Entwurf. Man bekommt einen Zettel, auf den der oder die Mitarbeitende euch die Zeit schreibt, zu der das Shirt fertig sein würde. Diesen Zettel kann man dann an der Kasse bezahlen, wobei ein Shirt 4400 Yen kostet. Eure Quittung könnt ihr dann ca. 1 Stunde nach Fertigstellung des Shirts an einem Extra-Tisch vorzeigen, welcher sich hinter den Kassen am Ausgang aus dem Pokémoncenter gleich rechts befindet.

Ich wartete übrigens nicht die 1 Stunde und 10 Minuten bis das Shirt fertig war im Pokémoncenter ab- es wurde immer voller und unangenehmer und ich wollte lieber einen kleinen Snack essen oder gucken, ob ich noch woanders stöbern könnte. Also ging es raus aus Parco und hin zu Mandarake, der aber leider geschlossen war, als ich gegen 11:20 Uhr dort Aufschlug. Animate daneben hatte offen, aber ich gatcha-te nur und kriegte bei jedem Automaten die schlechtesten Pics... HILFE.

Da um die Ecke ein Daiso war, entschloss ich mich, das erste mal auf der Reise in den 100 Yen Shop zu gehen und suchte nach Yuzu-Süßigkeiten für eine Freundin und ein paar weiteren Dingen auf meiner Liste. Ich fand wieder wunderschöne Sticker, aber leider nicht das meiste, was ich suchte.


Um 12:35 Uhr wollte ich das Shirt holen, aber... ich musste nochmal 25 Minuten in der Kassenschlange stehen, weil ich den Shirtbon nicht vorher mit meinem Einkauf zusammen bezahlt hatte... dumm gelaufen- LERNT AUS MEINEM FEHLER, KINDER!

Um ca. 13 Uhr war das Shirt dann mein- in diesem hübschen Beutel inklusive Wasch- und Pflegetipps.

Und so sah das fertige Shirt dann aus- es würde mich mega freuen, wenn Ulf es auch mag. Alles in allem musste ich also an diesem Samstag Zeit von 9.35 Uhr bis ungefähr 13 Uhr einplanen, um ein Poké Lab-Shirt zu bekommen.


Mein Hunger nach all dem war entsetzlich groß und ich hatte Hunger auf etwas ganz Bestimmtes: Okonomiyaki! Ich googelte den Weg nach Harajuku und lief dann doch mit Schirm durch den Regen, weil es nur 22 Minuten zu Fuß zum Sakuratei waren. Mein Wunsch wurde erhört und ich konnte ohen Reservierung dort essen. Ulf und ich hatten hier bei unserem ersten Besuch eine sehr unfreundliche Kellnerin, aber dieses Mal war alles spitze!

Wani bekam sein erstes Melon Soda auf dieser Reise.

So sah mein veganer Mix aus- rechts noch Pilze und Kirimochi, die ich als Topping extra wählte.

Nach kräftigem Rühren und Öl auftragen, formte ich mein Okonomiyaki auf der heißen Platte. Mir gelang es 10 Minuten später tatsächlich, es ohne Probleme zu wenden- obwohl das bei der veganen Version aufgrund des fehlenden Eis gar nicht mal so leicht war.

Wani war auch sehr glücklich, dass wir hierher gekommen und uns den Bauch vollgeschlagen hatten.

Mein Weg führte mich nach dem Essen dann doch besseren Wissens um die Überfülltheit des Ortes durch die Takeshita-Street. Ich entschied mich, bei Noémie, ANAP, Daiso und Paris' Kids vorbeizuschauen.

Ich mag die eher sportliche Mode von ANAP echt ganz gerne!


Ich kaufte mir dieses Knit-Set und ein paar Socken im Sale... eigentlich habe ich schon so viele Socken geholt, ich hätte gar keine mit nach japan bringen müssen!!

Noémie sah von außen dann doch gar nicht nach meinem Stil aus, darum ging ich letztlich doch nicht hinein.

Im Harajuku-Daiso kaufte ich anscheinend ein paar der letzten Pop Team Epic Blindbox-Anhänger und fühlte mich endlich mal erfolgreich, da ich meine Wunschanhänger rausbekam!

Als ich mir bei Paris' Kids Haaraccessoires ansah, hatte ich leider eine unangenehme Begegnung, die ich nicht so recht einzuordnen wusste und mit der ich auch nicht anders umzugehen wusste, als damit zu spaßen. Mich tippte ein fremder Mann von hinten an und sagte mehrmals laut "EXCUSE ME", auch nachdem ich mich schon umgedreht hatte. Ich sprach in meiner Perplexität japanisch zu ihm, aber er zeigte nur auf sein Handy und sagte "I am English Beginner! Do you speak english?". Ich bejahte und er tippte auf seinem Handy in Google Translator, um mir die Übersetzung einer Frage in Mandarin-Englisch zu zeigen: "Are you an adult?".

Ich hatte überhaupt keine Ahnung, worauf diese Frage abzielen sollte und fühlte mich instant unwohl, weil mir überhaupt nicht klar war, was er mit dieser Frage beabsichtigte. Ich fragte und wiederholte auch nochmal: "Why do you ask this question?, da er mir abermals sein Handy hinhielt, als wolle er gestikulieren "Jetzt antworte doch!". Als ich nichts antworten wollte und konnte, fragte er dann, ob ich ein Model sei, was ich vehement verneinte. Er winkte wild mit der Hand und bewegte sich rückwarts weg von mir mit ungefähr fünf "SORRY"s... Ich hatte keine Ahnung, was das sollte und war sehr verunsichert...

Ich machte mich um 15:55 Uhr auf den Weg zurück in das Hotel in Tamachi. Ich musste noch Wäschen waschen und langsam anfangen, ein wenig zu packen, da es am 4.11. weiter nach Nagoya gehen würde.

Hier seht ihr meinen Stickerhaul des Tages von beiden Daiso-Filialen- sogar mit Washitapes & Briefpapier!

Und diese Dinge kaufte ich zusätzlich dort: Unter anderem auch Yuzu Bonbons und Furikake.

Hier mein erster Pokémoncenter Haul aus der Filiale in Shibuya. Endivie und Glurakbutton sind Geschenke.

Diese süßen Sachen habe ich bei Daiso und Paris' Kids geholt, denn ich möchte der Tochter meiner Arbeitskollegin etwas mitbringen.

Und zum Abschluss für euch noch der bekloppteste Fund des Tages... eine... Pizza... Badebombe?!
Und sie riecht auch noch nach Cola... JETZT REICHT ES MIR ABER!!11!1


Ich fiel müde und glücklich nch dem Bloggen ins Bett und war gespannt, wie es am nächsten Tag beim Baseball wohl werden würde- es stand jedenfalls kein Regen mehr auf dem Plan!

eure Tsu



Donnerstag, 31. Oktober 2024

Ein Messetag mit Happyend

Eines Tages könntest du
diese wertvolle Zeit plötzlich vermissen
Doch verweile nicht darin,
schau' nicht zurück und
lauf' stetig weiter,  denn du bist okay

Ganz sicher
Ganz sicher

(SPYAIR - "Orange")

Der erste Tag der TIFFCOM für uns startete mit einem Melonpan und einer Soya-Kaffee-Milch aus dem Tetrapack. Nach ein paar Startschwierigkeiten, weil wir beide an diesem Morgen etwas aufgeregt waren und diverse Sachen oben im Zimmer vegaßen, ging es schnurstracks nach Hamamatsucho in die Halle, Hamamatsucho-kan. Wir waren 20 Minuten vor unserem ersten Gesprächstermin da und orientierten uns kurz. Unser Tag bestand ungefähr aus insgesamt 8 Terminen, die im halbstündlichen Wechsel stattfanden. Angesichts dieser Taktung war an vernünftiges Essen nicht zu denken, und so gab es zwischendurch nur ein gesalzenes Onigiri und einen Apfelstrudel für mich. Irgendwie hielt ich das aus und wir hatten gute Gespräche, bei denen ich mich ein, zwei Mal aber auch nicht bremsen konnte und spontan kommentierte, wie „gut ich Anime X/Y fand!“.

Irgendwie ist das Melonpan von FamilyMart nicht mein Favorit... ich werde wohl noch mehrere durchprobieren müssen. ;-)

Zu diesem Getränk habe ich auf Instagram ziemlich viele Fragen bekommen... einfach danach, was das sei. Super verständlich, denn das Bild verrät einem NULL zum Inhalt. Es ist einfach Soyamilch mit Kaffeegeschmack von Kikkoman. Leider nicht vegan, denn es ist teils Gelatine enthalten...

Ihr müsst euch die TIFFCOM vom Aufbau her einfach wie typische Messehallen vorstellen.

Der erste Tage war am intensivsten geplant, da wir die 8 Termine in sehr heftiger Taktung hintereinander hatten. Bei jedem Gespräch das wir führten, verschenkten wir zum Schluß kleine Haribotütchen und eine Packung Leibniz Kekse, die wir vorbereitet hatten. Das sorgte sehr oft für Freude bei allen Beteiligten.


Als wir mit TOHO Global sprachen, bekamen wir beide am Ende jeweils einen Detektiv Conan Plüschi geschenkt- bei mir war es Kazuha! Wie niedlich sie einfach ist!

Pony Canyon als auch Crunchyroll hatten beide eigenes Wasser bedrucken lassen. Ich fand das irgendwie logisch für den Messekontext, aber auch ein bisschen seltsam, dass es nicht ein Drink mit Elektrolyten oder sowas war.


Wani bekam an einem der Stände auch endlich mal wieder ein Stück seiner über alles geliebten Schokolade.

Selfie mit D. zusammen - wann sonst würden wir uns mal wieder im Casual Business Outfit treffen anstatt im Animeshirt und Cosplay?

Als wir fertig waren, quatschten wir noch eine Stunde mit einem deutschen Kollegen und fuhren dann für ein kurzes frischmachen ins Hotel zurück. Ich kam mit der Uhrzeit total durcheinander und dachte, ich hätte noch mehr als 70 Minuten Zeit, bis wir losmussten, aber... ich hatte nur 10 Minuten! Glücklicherweise schaffte ich irgendwie alles und wir machten uns auf zu Ryota, wo wir am Abend eingeladen waren. Die Bahnfahrt mit der Asakusa- und Ginzalinie dauert um die 45 Minuten und es war extrem voll. Ich dachte, dass wir selbst laufen würden, aber als ich Ryota im Messenger wissen ließ, dass wir da waren, kam er mit seinem Sohn Haruto zum Bahnhof gelaufen und holte uns ab. Ich fragte mich, was er wohl mit seiner Nachricht meine "Wir kommen auf euch zugelaufen und es hat einen großen Fisch auf dem Kopf, den man nicht verfehlen kann"... bis wir die beiden sahen. Ryota trug einen sehr witzigen Hut aus der Super Nintendo World in Form eines Fischs von Super Mario. Haruto hatte eine Geist-Laterne in der Hand, die Shin auch sehr witzig gefunden hätte.

Zuhause warteten Sana-chan und Yuuko auf uns und es wurde ein schöner Abend, an welchem D. sein Japanisch ausprobieren konnte. Es gab allerle vegetarisches und für D. extra noch Ebi Tempura und Gyudon mit sehr leckerem Genmai-Reis. Wir nahmen uns die Zeit und machten wenig Fotos, sondern genossen einfach zusammen zu essen und zu reden. Die Mitbringsel für die beiden Kinder waren im ersten Moment nicht ganz so interessant, aber hinterher hatte Ryota mir nochmal geschrieben, dass sie sich wirklich gefreut hatten.


Auch das noch: Auf der Fahrt mussten wir 25 Minuten lang auf dieses blöde Plakat starren- PROST! lol


Als wir erzählten, dass wir den ganzen Tag nichts vernünftiges gegessen hatten, gab es sofort für jeden ein Dorayaki auf die Faust, hehe.


Yuuko stand abermals in der Küche und zauberte tolle Sachen für uns... ich fühlte mich wieder schlecht, weil wir jedes Mal so groß bedient wurden, wenn wir da waren.


Zum Schluss gab es wieder ein schönes Erinnerungsfoto von allen. <3 Bitte habt Verständnis dafür, dass ich Niemanden in meinem Blog unzensiert zeigen werde, der oder die dies nicht möchte.

Wir hatten eine schöne Zeit und callten auch kurz per WhatsApp mit Ulf. Ich hatte das Gefühl, dass er den Tränen sehr nah war, dass er nicht dabei sein konnte und weil Ryota ihn bat, dringend wieder nach Japan zu Besuch zu kommen. Noch ist nichts geplant, aber auch ich wünsche mir, dass Ulf bald wieder eine Reise hierher machen kann. Ich bat Ulf in dem Call übrigens, den Wein, der uns beiden auf dem diesjährigen Weinfest in Wesel am besten geschmeckt hatte, in die Kamera zu halten. Eine Flasche davon hatte ich nämlich auch für Ryota und Yuuko mitgebracht.


Ryota hatte natürlich wieder ein Geschenk in petto- eine MyHeroAca-Figur von Tomura Shigaraki für Ulf!

Wir fuhren mit der Bahn gegen 22 Uhr wieder zurück zum Hotel und verfuhren uns leider kurz um 2 Stationen, weil die Richtung in die wir herfuhren witzigerweise auch die war, in die wir weiter mussten... dumm gelaufen. Ich bekam auf dem Rückweg Hunger auf ein Matcha-Eis (ja, schon wieder) und holte mir ein veganes für 500 Yen, was aber nicht ganz so extrem lecker war.


Ich fiel um 0:15 Uhr müde ins Bett und bloggte am 31.10. ab 5:30 bereits wieder, was sich tagsüber für meinen Körper rächen sollte... bereits nach dem ersten Termin am Donnerstagmorgen bemerkte ich, dass ich extrem müde war und mein Kreislauf nicht mitmachte. Seit dem 30.09. war ich bereits krank- erst mit Corona, sodass ich zeitweise um die Reise bangen musste, später noch weiter mit einem Infekt, dessen Reste ich jeden Tag noch in meinem Hals spürte. Wahrscheinlich war es die Kombination aus nicht ganz gesund sein, wenig Schlaf und viel Stress, die mich nun in die Knie zwang.

Es blieb mir nicht viel anderes üblich, als D. die restlichen zwei Termine übernehmen zu lassen und ins Hotel zurück zu fahren... Ich fühlte mich extrem schlecht und traurig, als ich in einem Drugstore Medizin und Getränke besorgte, um mich für den Rest des Tages hinzulegen...
Somit war der Halloween Abend für mich in diesem Jahr eine "Silent Night of Halloween"...

Wie der letzte Tag der TIFFCOM und der Freitagabend verliefen, darüber schreibe ich im nächsten Blogeintrag.


eure Tsu



Sonntag, 27. Oktober 2024

Hisashiburi no Narita

 "The sadder the song, the more I loved it.
It mde me feel gentle and kind.
I was searching for a brighter place,
but I was afraid to reach out and touch it."

(Kessoku Band - "Seishun Complex")


Am Freitag, den 25.10.2024 machte ich mich gegen 7:30 Uhr in Kassel auf den Weg zum Frankfurter Flughafen. Natürlich inklusive der obligatorischen, roten Warnung in der DB-Navigator-App, die mir sagte, dass ich mit mindestens 45 Minuten Verspätung würde rechnen müssen…

 

Ulfs kleines Pokémonplüschi Wani ist als Vertretung dabei, was bedeutet, dass es jeden Tag mit ausreichend Schokolade gefüttert werden will… deshalb startete sein Tag mit Haferkakao!


Farblich passende Koffer zum Pokémonplüschtier sind doch in Deutschland gesetzlich verpflichtend… oder wurde ich angelogen?!



Ich hatte meine Bahnpunkte für ein Update in die 1. Klasse genutzt und so konnten wir den ersten Teil der Fahrt entspannt sitzen. Danach hieß es noch 15 Minuten im Gang stehen… typisch.


Letztendlich war ich nur 7 Minuten später an meinem Ziel angekommen und fuhr mit dem Shuttlebus zum Terminal 2. Ich sah mich in Ruhe um und hatte schon so eine böse Ahnung, dass die riesige Schlange, die bereits an Schalter 851 stand, zu mir und meinem Kumpel D. gehört, der mit mir mitfliegen würde. Ich sollte Recht behalten und da D. mir schrieb, dass er leider mit Schienenersatzverkehr in einem Stau stand (Ursache war wohl ein Unfall), stellte ich mich schonmal an.

 

We made it!! Ich hatte sehr viel Zeitpuffer eingeplant und es war locker ausreichend.

Kleiner, türkiser Engel- nur echt mit über 32 Zähnen.

 

Von weitem erahnte ich schon, dass dies unsere Schlange war… 500 Leute für ein Flugzeug und nur 1 Economy-Schalter…? Die waren ja mutig…

Ich hatte mich für den Flug um 14:30 Uhr gegen 10.36 Uhr angestellt und ich glaube, kurz bevor wir dran waren, gegen 12. 15 Uhr, kam D. zu mir. Beim Check-in fragten wir noch, ob unser Gepäck bis Tokyo durchgehen würde (wir hatten einen Zwischenstopp in Shanghai Pudong), ob mein veganes Essen vermerkt worden war und ob wir wenigstens auf dem Langstreckenflug nebeneinander würden sitzen können. Zunächst verneinte die nette Frau am Schalter das Essen- aber bestätigte es dann doch, denn sie hatte fälschlicherweise gedacht, es müsse bei D.s Namen vermerkt sein. Ich freute mich sehr, dass mein Anruf beim Kundenservice etwas gebracht hatte. Und für die ersten 10,5 Flugstunden setzte sie uns nebeneinander- indem sie uns kostenlos auf Sitze am Notausgang upgradete! Wir waren richtig glücklich darüber! Vor dem Abflug aßen wir noch eine Kleinigkeit.

 

Ich hatte erwähnt, dass es auf dieser Reise viel Schokolade geben würde, oder?


Wir stiegen ins Flugzeug ein und ich überreichte der netten Stewardess am Eingang des Fliegers eine große Tüte Haribo Goldbären mit vielen kleinen Einzeltütchen und sagte ihr, dass das für den Staff an Board sei- ich hatte sowieso zu viel gekauft und ich wollte diesen Flug „on a good note“ starten. Sie rastete förmlich aus vor Freude (ich hatte ein wenig Angst!) und fragte mich nochmal extra nach meinem Sitzplatz… warum tat sie das wohl…? Wir starteten relativ pünktlich und happy mit unseren Plätzen und der Flug verlief super.

 

Unsere Sitze waren einfach toll- so viel Beinfreiheit hätte ich mir in der Vergangenheit für Ulf gewünscht! Doch die üblichen 70€ Aufpreis sind auch eine Ansage…

Wani hatte auch einen tollen Sitzplatz mir gegenüber gefunden.


Viele negative Bewertungen zu den Flügen mit China Eastern Airlines bezogen sich auch auf die Qualität des Essens. Aber entgegen meinen sehr niedrigen Erwartungen war ich richtig glücklich, denn beide vegane Essen auf diesem Boeingflug waren lecker und ausreichend. Ich vermisste ein wenig was Süßes, aber ich hätte auch selbst Schokolade dabei gehabt.

 

Als erstes bekam ich ca. 2 Stunden nach Abflug Tofusteaks mit Reis, einen Reissalatmix und Früchte. Am Ende gab es auch nochmal ein warmes, kleines Brötchen für alle Mitreisenden. Der Tofu war etwas stark gesalzen, aber doch lecker zubereitet.

 

Wir flogen mit China Eastern Airlines über Russland und konnten das auch wie gewohnt am Bildschirm verfolgen. Das Entertainment war jedoch so gut wie nicht vorhanden… wenig und nur alte Hollywoodfilme und kein einziger Film, den ich sonst hätte gucken wollen. Die Spielefunktion war einfach… leer. Es gab keine Spiele, lol!


Ich kaufte aufgrund von langeweile Board-Internet, was ein schwerer Fehler war- Ich bezahlte fast 20 Euro und es funktionierte den gesamten Flug über nicht ein einziges Mal. Ich überlege noch, wann und wie ich das am besten reklamiere…

 

Mein zweites Essen war zwar etwas seltsam gemixt, aber trotzdem mochte ich es! Ich bekam Baked Beans mit Pilzen, einer gedämpften Tomate und Spinat. Es schmeckte mir richtig richtig gut. Dazu noch ein Salat mit Essigöl-Dressing und wieder Früchte.

Als wir diese Mahlzeit aufgegessen hatten, kam die Stewardess, der ich die Haribos gegeben hatte zu mir und D. und gab uns beiden als Überraschung jedem ein Vanille-Eis! Da D. noch Hunger hatte, freute er sich ebenso sehr wie ich… ich hatte nichts erwartet, aber das war wirklich sehr nett und schön!


Wir landeten nach 10 Stunden und 45 Minuten in Shanghai Pudong und wuselten uns erstmal durch den Transfervorgang mit erneutem Sicherheitscheck und Co.! Wir hatten 4 Stunden Zeit und D. holte sich noch etwas zu Essen bei einem der wenigen offenen Restaurants am Flughafen. Wir hatten beide maximal 30 Minuten geschlafen, aber er war etwas kaputter als ich. Wir brachten die Zeit bis zum Weiterflug jedoch gut rum.



Der Flughafen wirkte sehr riesig und steril und es gab wenig offene Geschäfte und Restaurants.

 

Ich hatte vorab gelesen, dass es am Flughafen kaltes und kochendes Wasser gratis gab und mir einen Becher und Instant Kaffe + veganen Kaffeeweißer eingepackt. Das tat wirklich gut!

Es regnete in Pudong und in dem Flughafengebäude war es einfach richtig furchtbar schwül… wir litten ganz schön in unseren Pullovern und Jeans.

Wir stiegen schließlich in den Airbus ein, der uns innerhalb von 3 Stunden nach Tokyo Narita bringen würde. Diesen Flug würden wir nicht zusammen sitzen und auf mich wartete eine blöde Situation. Als ich an meinem Platz ankam, hatte ein Mann, welcher nur Russisch sprach, seine Tasche und Jacke auf meinem Platz abgestellt und zeigte wortlos mit dem Finger auf einen Platz noch weiter hinten im Flugzeug. Ich sagte auf Englisch, dass die Nummer XX mein Platz sei. Er redete etwas in lautem Ton auf Russisch und zeigte wieder auf den anderen Platz. Neben ihm erschien jetzt seine Frau, die auch stand und sich nicht zum ihr zugewiesenen Platz begeben wollte. Ihre beiden Töchter schritten schließlich ein und sagten mir, dass er will, dass ich den Platz wechsele, während hinter mir schon eine Stewardess auftauchte, um die Situation zu klären. Ich fand die Art von dem Mann extrem Scheiße, aber ich hatte keine Lust zu diskutieren und sagte schließlich „okay.“. Die Stewardess dankte mir überschwänglich mit einem „THANK YOU MISS, THANK YOU, MISS!“. Von dem Mann und seiner Frau kam kein einziges Wort des Dankes… aber wer bin ich, dass ich diesem Pärchen das Zusammensitzen verwehren würde?

Sehr witzig war, dass der russisch sprechende Mann zwei Minuten nach dem Hinsetzen vom Steward angesprochen wurde, ob er veganes Essen vorbestellt hätte und wieder absolut nichts verstand. Die Stewardess, die mir gedankt hatte, klärte jedoch die Situation und ich konnte mein vorbestelltes Essen am neuen Platz erhalten.

 

Ich bekam CousCous mit Gemüse in Tomatensauce und einen Gurkensalat, Brot und Melonenstücke. Ich fand es sehr schön, dass ich so unterschiedliches Essen und auch noch in vegan bekommen hatte!


Wir landeten in Tokyo Narita gegen 16 Uhr und D. und ich trafen wieder aufeinander. Es war ein weiter Weg vom Gate 65 zur Immigrationsstation und der Gepäckausgabe, weswegen alles sehr lange dauerte. Ich zog mich vorher kurz um, denn mit Pullover war es bei 22 Grad definitiv zu warm! Wir hatten beide im Voraus schon unsere Daten für Zoll & Co. bei „Visit Japan Web“ eingetragen und konnten somit sehr schnell den QR Code scannen. Wir standen jedoch mit extrem vielen Menschen in der Schlange und darum dauerte alles super lange. Das Gepäck war am einen Ende der Halle gelandet und der Zoll-Check wieder am anderen, also mussten wir hin- und herlaufen und auch wieder lange stehen.

Nachdem alles geschafft war und auch der Drogen Spürhund unsere Koffer beschnuppert hatte, holten wir uns erstes Bargeld und kauften zwei Tickets für den Airport Bus, der zur Tokyo Station fuhr. Die Züge waren überfüllt mit anderen Touristen und wir wollten einfach mit Jetlag ruhig sitzen und W-Lan haben. Für uns war diese Entscheidung die Richtige.


Hallo, Flughafen Narita! Das letzte Mal dass ich hier gelandet und weggeflogen bin war glaube ich 2008… jetzt fühle ich mich wirklich alt.

Wir bezahlten 1500 Yen für die Fahrt und waren 1:10 h unterwegs zum Bahnhof Tokyo. Auch schon nicht ganz so ideal gelegen, der Flughafen, aber wir schafften es zum Glück noch gut.

Getränk des Tages war Pocari Sweat- das holten wir beide uns noch kurz vor Busabfahrt am Automaten.

Ein Blick in den Bus, der relativ leer war. Wir konnten gut entspannen und ich z.B. auch meine E-Simkarte aktivieren, damit ich für die 2 Wochen komplett Internet haben würde.


Wir checkten gegen 19:38 Uhr Ortzeit am 26.10. im Hotel ein, nachdem wir vom Tokioter Bahnhof aus hingefahren waren und bezogen unsere Zimmer, die sogar nebeneinander lagen. Es erwartete uns noch eine kleine Überraschung, denn es sah so aus, als wären wir geupgradet worden- auf jeweils ein Standard Doppelzimmer!


Ich finde das Zimmer richtig toll und konnte die erste Nacht sehr gut schlafen.

Auch war es möglich, die Koffer auszubreiten- nicht immer Standard hier in Tokyo.


Das Bad bot ebenfalls ein paar Annehmlichkeiten für uns und die Amenity Bar unten in der Lobby noch mehr!

 

Beim Kombini um die Ecke gab es noch einen Snack für mich…

…und für Wani!


Ich war noch nicht richtig müde und entschied mich, die Koffer komplett auszupacken und auch schonmal die Geschenke und meine Kleidung vorzusortieren. Dabei fiel mir auf, dass mein Haaröl leider minimal ausgelaufen war und sich über einen cropped Cardigan verteilt hatte- den würde ich erst waschen müssen. Ich wischte mit meinen Desinfektionstücher die restlichen Sachen ab und war erleichtert, dass der Schaden nicht weiter schlimm gewesen war. Besser so, alsdass es die Weinflasche für Ryota getroffen hätte! Mir fiel zudem auf, dass ich den falschen Steckdosenadapter eingesteckt hatte- er passte nur für mein Handyladekabel, aber nicht den Laptop… so ein Mist! Letztes Jahr hatte ich den richtigen Adapter sogar umsonst dabei, denn die Hotels hatten alle Adapter gestellt.

Gegen 22.30 Uhr schlief ich dann ein und hatte einen wundervoll erholsamen Schlaf- den brauchte ich auch, denn D. hatte vor, mit mir am Sonntag in Yokohama shoppen zu gehen! Ob ich dort einen Adapter für meinen Laptop gefunden habe, erfahrt ihr im nächsten Blogeintrag! 😉

eure Tsu & Wani