Wir waren auf Japanreise vom 30.01. - 21.02.26! (≧▽≦)

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Donnerstag, 4. Januar 2024

Sunshine everywhere

I try my best to not trip, but I have to keep moving ever onward;
Because that hand, seeming able to grasp even the sun... was so terribly cold.

I try my best to not trip, but I have to keep moving ever onward;
Because that hand, seeming able to grasp even the sun... was so terribly cold.
https://lyricstranslate.com/en/answer-answer.html-3
I try my best to not trip, but I have to keep moving ever onward;
Because that hand, seeming able to grasp even the sun... was so terribly cold.
https://lyricstranslate.com/en/answer-answer.html-3

(BUMP OF CHICKEN - "Answer") 

 

Der erste Tag des neuen Jahres 2024 war ein ruhiger, denn wir schliefen endlich einmal aus. Das Wetter war einfach wunderschön, als ich die Vorhänge aufzog und ich traute meinen Augen kaum, dass sogar der in Luftlinie 97 km weit entfernte Fuji zu sehen war!


Auf den Zugfahrten hatten wir leider kein Glück, da wir auch oft auf der falschen Seite des Zuges saßen- aber an diesem Morgen sahen wir ihn!
 
Bei diesem schönen Wetter entschieden wir uns, zu Fuß noch einmal zu dem tollen Gyozaladen zu laufen, denn wir hatten extra gefragt, ob sie denn noch einmal auf hätten, während wir noch hier sind.
 
 
Der Weg vom Hotel nach Ikebukuro betrug ca. 1,2 km und wir wanderten gern durch die kleinen Gassen des Wohngebietes.
 
 
Leider gab es wohl einen Fehler in der Kommunikation, denn der Gyozaladen war geschlossen- auch das T's TanTan im Bahnhof Ikebukuro war zu, so wie viele Läden es am 1.1. hier halten.
 
 
Uns fiel mit unserem Hunger nur ein Ort ein, der ganz sicher auf haben würde- das Sunshine City in Ikebukuro. Also setzten wir den Spaziergang fort und merkten, wie die Menschenmassen mehr wurden, je näher wir an das Kaufhaus kamen.
 
 
Im Bahnhof Ikebukuro sahen wir das erste Mal auch so einen Pokémon-Plüsch-Automaten, wie er wohl auch am Flughafen Haneda stehen soll.
 
 
Auch im Sunshine City war wieder viel SpyXFamily Werbung- dieses Mal aber für eine Ausstellung in dem Center selbst!
 
 
Dort angekommen suchten wir als erstes was zu Essen, denn es war Mittag und wir immernoch hungrig, durch die ausgefallenen Gyoza...
 
 
Es gibt im Sunshine zwar eine ganze Menge Restaurants, aber mit vegetarisch-vegan wurde es etwas schwer.
 
 
Fündig wurden wir aber bei "Saladish", wo man sich entweder einen fertigen Salat/ Bowl aussuchen oder selbst zusammenstellen konnte.
 
 
Unser Mittagessen war eine Apfel-Rosinen Bowl mit extra-Portion Naturreis und Sesam-Dressing.
 
 
Im Anschluss ging es wie so oft... ins Pokémoncenter! Ulf hatte es sich auf dieser Reise in den Kopf gesetzt, einen Plüschi von Castellith zu finden, da er fand, dieser würde den perfekten Partner für Paras machen- doch wir hatten keinerlei Glück- er war überall ausverkauft. Da Ulf bald Geburtstag hatte und ihn das riesige Krokel Plüsch nicht losliess, eröffnete ich ihm, dass Okaasan mir Geld gegeben hatte, um ihm ein Geschenk zu kaufen- und schon war das Tier im Korb!!
 
 
Jedes Pokémoncenter in das wir gingen, war restlos überfüllt und man musste sich durchkämpfen- das war hier nicht anders gewesen.
 
 
Ob es wirklich das letzte, große Krokel war, wussten wir nicht- aber es war das letzte im Regal, das in Ulfs Einkaufskorb landete.
 
 
Für die Kasse hieß es wieder: anstellen, warten, warten, warten...
 


Wir hatte noch Lust auf etwas Süßes und entschieden uns deswegen, das Pikachu Sweets Café aufzusuchen, das gleich nebenan auf der gleichen Etage lag.
 

Das Café ist nicht eines zum hinsetzen, sondern eines, bei welchem man seine Bestellung am Tresen abholt und dann auf der Faust verzehrt. Damit bietet es aber eine gute Alternative für alle, die keine Reservierung im richtigen Pokémon Café bekommen konnten.
 

Ulf bestellte zwei Waffeln und ein Getränk und war sehr entzückt, dass er sich eine Oblate mit einem Wunschpokémon drauf aussuchen konnte.


Geschmacklich waren die Pikachu-Waffeln leider ein Reinfall- sehr dünn, kein fluffiger Teig und ziemlich kalt. Das mussten sie für die Glasur in Pikachufarben sicher auch sein, aber unseren Geschmack traf es absolut nicht.
 
 
Das Getränk hingegen war wirklich lecker- eine Art Orangen/ Grapefruit-Slushie mit leckerer Sahne! Und wer könnte dem süßen Krokel widerstehen?
 
 
Es gibt irgendwie gefühlt immer relativ wenig Sitzplätze für Verschnaufpausen hier, aber für den Verzehr unserer Waffeln hatten wir ein bisschen Glück und konnten diese Aussicht auf uns wirken lassen.

 
Nach den Pokémon-Einkäufen und der Snackpause wollte ich nochmal bei ein paar Modeläden schauen, ob ich etwas finde. Der Axes femme Store war hier deutlich größer und hatte Sale-Angebote und ein schönes Kleid kam noch mit in den Koffer nach Hause. So langsam mussten wir uns dann auch bremsen, denn wir wollten dieses Mal unbedingt vermeiden, einen neuen Koffer kaufen zu müssen. Es würde ein etwas beschwerlicherer Heimweg werden, denn mein kleiner, neuester Koffer war bereits leicht defekt- der Griff ließ sich nicht mehr komplett einklappen...
 

Hier einmal ein Foto von dem Kleid, das ich bei Axes femme im Sunshine City gekauft habe. <3 
 
Ulf wollte auf dem Heimweg nochmal zu Animate und ein bisschen im Gamecenter Geld loswerden und das taten wir auch. Ich wunderte mich kurz eine Sekunde, da ich gegen 16.30 Uhr auf meinem Handy eine Tsunamiwarnung von einer Japan-Reiseapp bekam, sowie eine Mail vom Auswärtigen Amt in Japan mit Evakuierungshinweisen für die Region Ishikawa... wir dachten uns nicht so viel dabei und waren auch etwas unter Stress, bald zurück ins Hotel zu kommen...
 

Ulfs akute Bocchi-Sucht meldete sich wieder, denn er hatte immer noch keine Kikuri (sein Lieblingscharakter) aus dem Ufo-Catcher geholt.
 
 
Doch es dauerte nicht lange und mit vereinten Greifautomaten-Skills konnten wir sie gewinnen!
 

 
 
Wir kauften uns für das Frühstück am nächsten Morgen noch zwei Donuts von MisterDonuts. Als wir im Hotel ankamen und uns ausruhten, bekamen wir erstmal richtig mit, was passiert war. 
 

Das Erdbeben in Ishikawa hatten wir überhaupt nicht mitbekommen. Wir hörten aber von unseren Freunden in Inuyama, dass sie es gespürt hatten und es sich leider genau wie bei Fukushima damals angefühlt hatte- es schüttelte lange Zeit ununterbrochen...
 
Wir lasen online von dem Erdbeben und der Tsunamiwarnung und dass es einige Tote gegeben hatten und waren bestürzt. Wir verbrachten den Abend damit, mit Freunden zu schreiben und uns zu vergewissern, dass es allen gut ging. Yaya und Levi hatten das Beben in ihrer Unterkunft in Ginza sogar leicht gespürt und auch in Nagoya hatte man etwas gemerkt. Online schrieben Leute, die an diesem Tag in Osaka waren ebenfalls, dass sie die Auswirkungen hatten fühlen können. Nachdem mir mehrere Leute privat schrieben und sich erkundigten, ob es UNS denn gut ginge, postete ich auf Instagram -fast peinlich berührt- dass wir auf unserer Shoppingtour wirklich null von allem mitbekommen hatten...

 
Bis dann,
eure Tsu & Ulf

 

Mittwoch, 3. Januar 2024

Comiket & Neujahr im basement

"Nihonjuu de dare ni mo makenai hitotsu
ga aru ni wa aru kedo
Kanashii ka na hito shirezu

Dakedomo hayaku wa hashirenai
Sonna ni joubu ni dekitenai
Iza ike fukutsu no MAI PEESU..."

 

(manzo - MY PACE daiou)



Noch in Deutschland hatten wir uns mit unseren Freunden Yaya und Levi verabredet, etwas gemeinsam zu unternehmen, wenn wir schon zur gleichen Zeit in Tokyo sein würden. Die Wahl das Ausflugs fiel auf die Comiket- die größte Mangamesse und Convention Japans! Während die Beiden sie schon einmal besucht hatten, war es für uns das allererste Mal und wir wussten noch nicht so recht, wie wir sie uns vorstellen sollten. Ich weiß, dass Ulf auch nicht so mega begeistert war, dorthin zu gehen, aber ich habe ihn in diesem Fall ein wenig in meine Interessenrichtung geschubst, weil ich es absolut spannend finde, so ein Event in einem anderen Land zu erleben. Im Vorfeld lief auch alles super. Wir wühlten uns ein wenig durch Reddit und die japanische Ticket-Bestellseite und hofften, eines der etwas teureren Early Entry-Tickets zu ergattern. Und wir hatten Erfolg, denn wir alle 4 bekamen die Zusage per Mail und mussten dann nur noch das Ticket am Automaten eines Kombini ausdrucken und zahlen. Wir hatten das während unserer Kyotoreise erledigt.

 

Am Morgen des 31.12. sah mein Frühstück etwas... kuchen-ig aus. Wir hatten am Tag zuvor eine große Menge Trinken und kleine Snacks gekauft, damit wir die Comiket durchstehen würden. Ulf hatte aufgrund meiner Liebe zu Animal Crossing diese Apfeltasche ausgesucht.

 

An diesem Tag zog ich zum ersten Mal meinen neuen Rock und den lila gestreiften Pulli aus Nagoya an.

 

Wir fuhren zum Bahnhof "Kokusai-tenjijo", da wir gelesen hatten, dass es dort etwas weniger voll sein würde als an der JR Big Sight-Station und dort auch keine Bauarbeiten sein würden. In der Bahn war es auch gar nicht so extrem voll, aber bei der Ankunft merkten wir dann, wie viele Menschen wirklich dorthin unterwegs waren. Man erkannte die meisten Besuchenden an ihren Anime-Anhängern an den Taschen oder den sogenannten "Ita-Bags"- spezielle Taschen mit durchsichtigem Fenster, um dutzende Buttons daran/-rin anzubringen.


Unsere Ankunft in Kokusai-tenjijo. Am Bahnhof war alles voll mit Anime-/Game-/ und sonstiger Comic-related Werbung.

 

Wir waren ganz schön beeindruckt, wie viele Security-Mitarbeitende, Polizist*innen und  Helfer*innen der Veranstaltung alleine am Bahnhof unterwegs waren, um den Strom an Menschen besser zu leiten und zu kontrollieren. Wir hatten etwas vergleichbares noch nie erlebt. Wir gingen nach draußen und warteten an dem Ausgang, den Ulf am Vortag per Chat an unsere zwei deutschen Freunde durchgegeben hatte und beobachteten die unterschiedlichsten Leute, die genau wie wir anreisten. Es war spannend zu sehen, dass die Leute nicht im Cosplay anreisten, sondern höchstens die Perücke und Kontaktlinsen schon trugen und dazu kleine Rollkoffer mit sich führten. So hatten wir es aber beim Bestellen der Tickets gelesen- es sei nicht gesellschaftlich akzeptiert, im Cosplay rumzureisen und man dürfe sich erst auf dem Gelände für Extrakosten umziehen und cosplayen... das Konzept war für uns erstmal seltsam, wenn auch in vielerlei Hinsicht verständlich.


Nach einer Weile merkten wir, dass etwas nicht stimmt, denn Yaya und Levi waren bereits an einer ganz anderen Stelle und vor allem: an dem anderen Bahnhof! Also gingen wir in Richtung der Halle und dann.. aber an ihr vorbei...?!!!

 

Wir konnten das Big Sight-Gebäude schon sehen, aber dann wurden wir mit einem großen Strom Menschen woanders hingeleitet... dabei hatten wir doch Early Entry Tickets?? Wir waren verwirrt und sehr frustriert.


Die lange Schlange, in die wir hier hineingeraten waren, war einfach eine für normale Ticketbesitzer, die erst zu Mittag Zugang erhalten sollten... und sich trotzdem morgen kurz nach 10 Uhr...
 

Wir fragten uns beim Staff und den Helfenden durch und es dauert weitere 20 Minuten, bis wir den Weg zur Halle wieder zurückgelaufen waren und dann endlich auch den Tisch fanden, wo unsere Tickets aus dem Kombini gegen die passenden Armbänder ausgetauscht wurden.

 

Das Armband für den zweiten Tag der Comiket mit Early Entry war leuchtend pink. Funfact: meine Armbanduhr zeigt die deutsche Uhrzeit an, damit wir ein wenig den Überblick behalten, wann ihr wach seid. :-D

 

Nachdem wir einmal in die richtige Richtung gestoßen wurden, fanden wir zum Glück relativ schnell zum richtigen Ort. Wahrscheinlich wäre uns der Irrweg nicht passiert, wenn die Kommunikation mit unseren Freunden besser geklappt hätte- aber der Ärger verflog schnell.

 

In der ersten Halle angekommen fanden wir es sehr angenehm, wie groß die Abstände zwischen den Ständen der einzelnen Händler waren- denn hier waren wir zuerst gelandet. Wir sahen beispielsweise Aniplex, Kyoto Animation, HoloLive oder auch Spielefirmen wie "YoStar". Es wurde aber schnell voller- dies war lediglich einer der kleinen Vorteile, die das Early Entry-Ticket mit sich brachte.

 

Auf unserem ersten besuch kam uns die Comiket wie ein wildes Labyrinth vor und wir besuchten nur ein paar der Hallen. Wir hatten aber auch nur von 10 bis maximal 16 Uhr Zeit. In diesen Aussenbereichen konnte man zwischendurch mal Luft tanken, was sehr nötig und angenehm war.

 


Ulf und ich fanden ein paar Kleinigkeiten bei unterschiedlichen Händler*innen, die wir kauften. So wie auch bei den Besucher*innen sind wir sehr begeistert von den neueren Serien "Bocchi- the Rock!" und "Frieren".


Nach den Händler-Ständen und Hallen und einem kurzen Treffen und drücken mit Yaya und Levi ging es ins wirkliche Abenteuer! Wir machten uns auf zu den Hallen mit den Dojinshis- den von Fans gezeichneten Mangas, die die unterschiedlichsten Inhalte hatten, zumeist jedoch sexueller Natur... Es waren so viele Tische mit den unterschiedlichsten Comics zu so vielen Serien vorhanden, dass wir einen guten Überblick darüber erhielten, was wir alles NICHT kennen. Es war sehr überwältigend aber auch toll, wenn wir ein Doujinshi zu einer Serie und Charakteren fanden, die wir kannten. Da jedes Comic-Heft nur zwischen 300 und 500 Yen kostete, schlugen wir zu und kauften insgesamt 9 Hefte! Als ich 16 war und riesiger Fan dieser Doujinshi-Hefte, hatte ich mir diese immer sehr teuer importiert... manchmal sogar für bis zu 35€ plus Versandkosten... und hier gab es sie so günstig. Wir genossen den kurzen Austausch mit den Zeichner*innen und lachten, wenn sich die Menschen hinter den Tischen auf japanisch fragten, ob Serie X oder Y überhaupt im Ausland guckbar wäre.
 
 
Ich müsste ganz schön viel zensieren, wenn ich euch hier alle Cover der Hefte zeigen wollen würde... darum hier nur... zwei... Exemplare... You get the idea.
 
Diese Erfahrung war wirklich spannend für mich, weil ich mich immer für meine Passion für diese Hefte und ihre Inhalte geschämt hatte und auch irgendwann ab 23 ganz mit dem Lesen aufgehört hatte. Hier verkauften und kauften alle Leute ganz enthusiastisch und es gab für manche Werke lange Schlangen. Ich liebte das reinschauen vor Ort und wie wunderschön die Zeichnungen umgesetzt oder coloriert waren- alte Leidenschaft neu entfacht!
 
 
Gegen 14 Uhr war für uns langsam Schluss- wir waren so alle vom rumlaufen, den Menschenmassen, dem Maske tragen... 4 Stunden hatten uns alle gemacht!


Wieder draußen: Wir kauften noch eine große Tüte mit dem Logo des 103. Comik Market und trafen uns mit Yaya und Levi, um etwas zu essen.
 
 
Im benachbarten Kaufhaus fanden wir freie Plätze- mal wieder bei Coco Ichibanya! Wir freuten uns, gemeinsam essen zu können und redeten und zeigten uns unsere Einkäufe. Die arme Yaya war genau wie ich den Großteil der Japanreise erkältet gewesen... so ein Mist!
 
 
Nach der Verabschiedung gingen wir wieder zu den Bahnhöfen, von denen wir jeweils angereist waren. Ulf und ich hatten die Befürchtung, dass wir erst in ein paar Stunden wieder am Hotel sein würden, aber der große Einsatz der Kräfte vor Ort sorgte dafür, dass wir nur 10 Minuten warten mussten- trotz eines riesigen Menschenauflaufs! Wir konnten es kaum fassen... mit einem guten Konzept klappte es problemlos, dass alle schnell nach Hause kamen. Wir sind wirklich komplett unfähig in Deutschland!!
 
 
Es war voll, voll, voll... aber die Organisation einfach top!
 
 
Für den Abend hatte Ulf sich gewünscht, dass wir in das hipsterige Viertel "Shimokitazawa" fuhren, um in das neue Jahr reinzufeiern. Er hatte von einem seiner aktuellen Lieblingsanime, "Bocchi- the Rock!" wohl ein Livehouse-Fieber abbekommen und wollte unbedingt mal dahin, wo neue Bands geboren werden und ihre ersten Auftritte in Tokyo gaben. Daran war ich mit meiner wieder aufgeblühten Liebe zum NANA-Anime wohl auch nicht ganz unschuldig...Jedenfalls suchte er einen Laden raus und wir machten uns auf den Weg dahin. Es war seltsam leer in den Bahnen, aber das war total verständlich- denn hier feiern wohl die meisten Leute mit ihren Familien in einem ruhigen Zuhaus-Ambiente. Ich zwang mich durchzuhalten, obwohl mein Hals mir wieder viele Schmerzen bereitete und trank an dem Abend nur Softdrinks statt Alkohol.

 
Das Stationsschild von Shimo-Kitazawa (zawa, zawa).

 
Eines Tages werde ich es vielleicht nochmal schaffen, in dieser Nachbarschaft zu shoppen, denn es gibt echt viele Secondhandläden und tolle kleine Cafés!
 
 
Die basementbar und das Three teilten sich die Kellerräumlichkeiten- dadurch konnten wir an dem einen Abend mehrere coole Bands im Wechsel der beiden Bühnen hören.
 
 
Dies war das Plakat, welches Ulf neugierig auf den Abend in den Livehouses gemacht hatte...
 
 
...und so wurden die Auftritte auf die beiden Bühnen verteilt. Wir fanden besonders "Juu" und "Ululu" richtig klasse.
 

 
So sah es im "Three" - Teil des Kellers aus.
 
 
Und das ist der Blick auf die basement-Bühne, auf der gerade "Juu" performt. Die Jungs waren richtig cool.
 
 
Ich habe eben noch von NANA gesprochen und jetzt schaut euch doch mal bitte ihren Gitarristen an, der an dem Abend einen auf Sid Vicious machte und sogar die Schloss-Halskette von Ren aus Nana trug! Waaah! <3
 
Die Getränkeauswahl war leider nicht sehr groß, aber dafür alles richtig billig. Das Klientel waren  überwiegend junge Japaner*innen, ein paar Fans der Bands und jede Menge Ausländer*innen wie wir. Die beiden Moderatoren des Three nahmen 15 Minuten vor Mitternacht hinter dem DJ-Pult Platz und fingen auf japanisch an, ein wenig zu reden und lästerten dabei auch leicht. Es fielen Aussagen wie "Naja, also ich glaube, da die meisten heut Abend hier Ausländer sind, verstehen die gar nicht, was wir hier labern.". Und dann redeten sie darüber, wie seit dem Anime "Bocchi- The Rock!" und der darin gezeigte in echt existierende Club "Shelter" einen großen Ansturm von Touristenbesuch zu verzeichnen hatte und sich in diesem Zuge auch Touristen in das Three und die basementbar verirren würden. Ein bisschen machte mich die "Kritik" traurig und aber auch nachdenklich, denn ich kam mir vor, wie nur eine weitere Touristin, die mit ihrem Wunsch, das Feeling der Serie zu erspüren, etwas für die Locals kaputtgemacht hätte... es fiel mir schwer, meine Gefühle dazu zu ordnen, aber ich weiß, ich habe mich in diesem Urlaub auch oft genug darüber beschwert, wie voll alles mit Touristen ist...


Die beiden Moderatoren realisierten in ihrer Erzählung, dass Ulfs kleine Tasche auch voll mit Anhängern aus dem Anime war und zeigten dann auch darauf und riefen sowas wie "DA! DA IST SO EINER, SEHT IHR?!". Wir nahmen es irgendwie mit Humor und ich drückte dem leicht angetrunkenen Ulf etwas in die Hand, was ich eigentlich als Geschenk für diesen Abend aus Deutschland mitgebracht hatte- eine kleine "Happy New Year"- Girlande. Und obwohl die Situation irgendwie komisch war, freuten sich die beiden Mods, als Ulf ihnen die Girlande mit den (japanischen) Worten "Hier ein Geschenk aus Deutschland!" überreichte. Sie hielten sie dann sogar pünktlich zum Countdown hoch.
 
 
 
Die Girlande hatte ich zu Beginn dieses Jahres aus einer 50cent-Grabbelkiste bei dm erstanden, denn ich war mir sicher, die könnten wir irgendwann nochmal einsetzen. Dieser Moment ist nun in Bild & Video festgehalten!
 
 
 
Allen, die es noch nicht von uns hören oder lesen konnten nochmal einen guten Start in das neue Jahr 2024!
 
 
 
Mir ging es mit meinem erkälteten Hals nicht so gut und wir fuhren relativ schnell nach dem Countdown zurück ins Hotel. Die Bahnen waren nochmal viel gespenstischer, bzw. leerer.
 
 

Als wir im Hotel ankamen, lagen diese süßen Packungen mit einem Gemüsebrühe-artigen Getränk als Geschenk für die Gäste aus- sogar mit einem Omikuji, also einem Glückshoroskop für das neue Jahr des Drachen!
 
Und so feierten wir in das neue Jahr hinein- nicht, indem wir Kohaku Uta Gassen im TV sahen, sondern mit schöner Livemusik und verschiedensten Sprachen und Genres. Ich fand den Beginn des neuen Jahres wirklich gelungen, auch wenn ich mir mehr Gesundheit wünschen würde. Für den 1.1. hatten wir uns vorgenommen, endlich einmal gebührend auszuschlafen, denn wir waren am letzten Tag des Jahres fast bis 3 Uhr morgens wach gewesen.
 
 
Akemashite Omedetou gozaimasu!
eure Tsu & Ulf

 

Dienstag, 1. Januar 2019

Wo...wo...wo war'n wir Silvester?

HAPPI NYUU YIHAA~!

Am 31.12. wollten wir ab 17Uhr mit den Yoshimizus gemeinsam in das neue Jahr feiern und so schliefen wir einigermaßen aus und machten uns um 11.15Uhr erst auf den Weg zum Hauptbahnhof Nagoya. Wir wollten zur großen Chuo-Hauptpost und nutzten ab Kanayama noch einmal unseren JR Railpass für diesen Weg, da er ab dem 3.1. ungültig werden wird. Wir versandten drei kleinere Päckchen nach Deutschland und bezahlten dafür gesamt fast 90Euro, obwohl es angeblich die günstigste Versandart war… das hatte ich so nicht in Erinnerung. Da es jedoch Geschenke waren und wir bisher nichts für Weihnachten rausgegeben hatten, beruhigte ich mich schnell wieder.

Wir hatten wirklich wieder tolles Wetter, auch wenn der Wind sehr kalt war.
Hatte ich diese Hundefamilie schon einmal fotografiert…? Irgendwie kam sie mir bekannt vor…
Ulf hatte mich gefragt, ob es in Ordnung wäre, wenn wir nochmal zum animate-Store wandern würden, was gar kein Problem war, da dieser auf der anderen Seite des Bahnhofsgebäudes lag. Es war wieder sehr voll an diesem Sonntag und wir entdeckten einige süße Dinge aus diversen Anime-Franchises. Ich selber kaufte mir jedoch nichts.

Der animate Store von außen, wo es sogar noch einen einzigen Gatcha mit Fullmetal-Alchemist Figuren gab- YAY!
Drinnen fotografieren ist nicht okay, aber hier ein Aufsteller mit Goblin Slayer… äh…
Doch heimlich aufgenommen: Auch hier gab es kleine Pokémon Plüschis...
...sowie Merch aus den gerade geendeten Animeserien.
Ulf kaufte sich einen Button vom Schleim-Anime ("That time i got reincarnated as a slime"), ein paar Kleinigkeiten von "Rascal does not dream of Bunny girl senpai" für einen lieben Freund, sowie einen Kugelschreiber mit dem Prinzen von "Run with the Wind". Er war etwas geknickt, weil er sich schon in Tokyo den 14. Mangaband von Sangatsu no Lion gekauft hatte- hier gab es ihn jedoch in einer Special-Version mit einer Häschen-Einkaufstasche mit Motiv von Chica Umino drauf. Ulf riss sich jedoch zusammen und kaufte den Manga nicht.

Der Eingang zu den Lashinbang-Katakomben.
Wir gingen noch weiter zu Lashinbang, welches nicht weit weg über die Straße gelegen war, aber nur eine Etage umfasste. Man schaute lange, doch kaufte nichts. Weil es schon nach 13Uhr war und wir hungrig, setzten wir uns ins nicht weit entfernte Tullys Coffee und aßen jeder einen schönen Pfannkuchen.

Ich hatte noch einen Neujahrs-Matcha-Drink dazu.
Nach dieser Mahlzeit bat ich Ulf, die große Nana-chan Statue am Bahnhof besuchen zu dürfen. Sie ist ein Wahrzeichen Nagoyas und trägt wechselnde, RIESIGE Kostüme. Wer hier lebt, kennt sie auf jeden Fall und beteiligt sich momentan um die rege Diskussion, was mit ihr passieren soll, wenn dieser Teil des riesigen Bahnhofs umgebaut werden wird...

Als ich Nana-chan traf, trug sie dieses Kostüm der Glücksgöttin „Benzaiten“- ist sie nicht hübsch?
Um solche Pannen wie mit unserem ersten Post-Sendeversuch zu vermeiden, entschieden wir uns in das Midland Square Gebäude zu gehen um direkt in Ulfs Wunschladen zu fragen, ob sie an seinem Geburtstag auf hätten.

In den Katakomben von Sunroad kaufte ich mir beim 3Coins (quasi 300Yen-Laden) noch drei Kleinigkeiten.
Als wir im Midland Square bei Soranoiro gecheckt hatten, dass es offen haben würde, kauften wir noch extrem leckeres Brot und eine Zimtrolle bei Sawamura und machten uns nochmal auf den Weg nach Osu Kannon.

An diesem Tag hatten die kleinen Stände geöffnet, aber wir waren von den Pfannkuchen extrem satt.
Ich holte mir bei BASE noch ein weiteres, reduziertes Shirt von Scolar.
Bei Komehyo, dem Laden, wo ich auch damals meinen Kimono gebraucht geholt hatte, kaufte ich mir eine wattierte Kimono-Jacke namens „Hanten“ die ich in unserem Wohnzimmer tragen werde, wenn es mich fröstelt. Wir hielten uns mit dem Luckybag des Süßigkeitenladens zurück und fuhren wieder heim, um die Sachen abzulegen.

Wir packten alle besorgten Getränke ein und waren pünktlich um 17Uhr bei den Yoshimizus. Sie hatten ein schönes Neujahrsessen für uns zubereitet und alles so gemacht, damit Ulf sich keine Sorgen um Fischhaltiges Essen machen musste.

Die Neujahrsdeko mit Kranich an der Tür!
Ulf und ich spielten im Wechsel mit Hiroto das Tipp-Kick-Spiel, das wir ihm geschenkt hatten. Dass er es so sehr lieben würde, hätten wir nicht gedacht!
Im Fernsehen lief ab 19Uhr das Kohaku Uta Gassen und wir sahen viele Sänger und Sängerinnen, die wir kannten und nicht kannten.
Wir hatten für alle Pombären mitgebracht und die kleine Miharu schien richtig arg süchtig danach zu sein… sie stopfte sich einen nach dem anderen in den Mund, sodass wir die Tüten verstecken mussten!
Für Ulf gab es eine Menge eingelegtes und Algen, die er essen konnte.
Und natürlich durften auch die traditionellen "Toshikoshi"-Soba nicht fehlen!

Es war ein schöner Abend, an welchem wir viel miteinander redeten und schließlich um Mitternacht mit einem schönen japanischen Weißwein anstießen.
Letzter Snack des Abends war "Zenzai", süße Bohnensuppe mit Mochi darin!
Wir beschlossen, am nächsten Morgen den Versuch zu wagen, einen Ghibli Lucky Bag zu bekommen und dafür bis nach Kami Otai zu fahren. Damit uns dies gelingen würde, machten wir aber um 2Uhr nachts nochmal einen Abstecher zum Takakura-san (Schrein), an welchem im Gegensatz zum großen Schrein kaum Leute anzutreffen waren. Er lag direkt auf unserem Heimweg:

Zunächst wuschen wir uns nach Tradition rituell die Hände und den Mund.
Da wir niemanden der dort betete stören wollten, fotografierte ich nur den Verkauf der Omamori nebenan.
Wir beteten für das erhalten eines Lucky Bags... Warum darum so ein Wirbel gemacht wird und ob wir es geschafft haben, könnt ihr natürlich im nächsten Blogeintrag lesen.

Eure Fukubukuro-Jäger,
Tsu und Ulf