Wir waren auf Japanreise vom 30.01. - 21.02.26! (≧▽≦)

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Sonntag, 24. Dezember 2023

Ghibli Park Adventures

 Arukou, arukou... watashi ha genki!
("Sanpou" - Azumi Inoue)


Der langerwartete 23. Dezember war gekommen- der Tag an dem wir mit den Yoshimizus und den Mutos  in den "neuen" Ghibli Park fahren würden. Da die Tickets auf eine feste Zeit geschrieben waren, stärkten wir uns aber vorher noch gemeinsam bei einem zum Park benachbarten Sobarestaurant. Wir freuten uns sehr, wie viele Gedanken sich alle im Voraus beim raussuchen gemacht hatten, denn wir konnten im "SobaYasue" ein authentisches, japanisches Essen geniessen und uns sogar für eine vegane oder vegetarische Variante entscheiden.

 

Das Gebäude des Restaurants von außen- innen erwarteten uns Tatami-Matten und schöne Sitzkissen.

 

Wir aßen beide des Winter-Special-Set, dass im Shoujin-Ryouri-Stil daherkam. Wenn man den Eierstich-Pudding in der kleinen Dose oben rechts (rot-weiß) weglässt, ist es sogar vegan!

 

Unsere große Runde beim gemeinsamen Mittagessen. <3

 

Leider ging es mir an diesem Morgen nicht so gut und mir war die ganze Autofahrt über leicht schlecht... das legte sich aber glücklicherweise an der frischen Luft im Park! Angekommen hiess es erstmal in die Schlange anstellen, damit man in die große Halle hineinkam.


Schon vom Parkplatz aus konnte man den schick renovierten Fahrstuhl sehen, der einen in die direkte Nähe der GrandHall transportierte.

 

Die Schlangen im Park waren zwar überall sehr sehr lang, aber mit Öffnung des Zeitslots für unseren Besuch ging der Einlass extrem schnell. Nur bei den Fotospots musste man lange warten, sodass wir auf die meisten verzichteten...

 

Drinnen angekommen war es super warm, sodass wir uns bald unserer Jacken und Co. entledigten. 

 

Wir bekamen am Eingang noch ein Ticket für einen Film, ähnlich wie im Ghibli Museum in Mitaka.

 

Wenn man beispielsweise diese Wendeltreppe nach oben zu einem Fotospot steigen wollte, musste man sich relativ lange anstellen.


Wir wussten alle noch nicht so recht, wo es langging, da diese Halle keinen vorgegebenen Weg hatte, dem man zwingend folgen musste. Als erstes watschelten wir mit der Menschenmasse und kamen durch eine Art dunkles Requisitenlager, wo alle möglichen Figuren, Gerüste, Aufsteller und anderes standen, auf die man im halbdunkeln heruntersehen konnte. Lui-kun sagte witzigerweise, dass die so hässlich seien, dass es doch fehlgeschlagene Deko-Elemente sein müssten... wir lachten zwar, aber eigentlich dachte ich das nicht.

 

Die Requisitenkammer- man schritt als Besuchende über eine Brücke, die sich über den gelagterten Dingen befand.

 

Es waren eigentlich alle möglichen Ghibli-Filmfiguren vertreten und sogar ein paar etwas unbekanntere!

 

Sehr eindrucksvoll fand ich besonders die ganzen Flugzeuge- und -Schiffe, die sich teilweise sogar bewegten. Diese sah man aber auch an der Decke der großen Halle im Licht.

 

Nach diesem ersten Eindruck kamen wir auch schon zu dem Arietty Bereich, in welchem man sich wie ein Borger ganz winzig fühlen konnte. Es gab einen offenen Bereich mit jeder Menge wunderschöner überdimensional großen Blumen und auch ein kleines Highlight in Form einer Art Höhle zum entlanggehen, bei der man sich fühlte, als ob man Ariettys Familie durch den Riss in der Wand zu ihrem Zuhause folgte.

 

Wandern durch Ariettys Welt... und die passende Haarklammer hatte ich auch dabei!


Es war zwar voll, aber alle Leute wirkten trotzdem sehr rücksichtsvoll und lieb, wenn man sich gegenseitig signalisierte, dass man gerne ein Foto machen würde.

 

Ich liess es mir nicht nehmen, mein rotes Winterkleid, das ich mir eigentlich für meinen Job gekauft hatte, an diesem Tag zu tragen und sozusagen halbverkleidet als Arietty den Park zu besuchen. Damit war ich auch nicht alleine, denn es cosplayten einige Leute an diesem Tag, ob ebenfalls als Arietty oder Howl und Sophie aus "Das Wandelnde Schloß".

 

Als man die Treppe aus dem Ariettybereich hoch kam, stand dort der süße Roboter aus Laputa. Ich konnte einen Schnappschuss von Ulf erhaschen, ohne dass wir uns lange anstellen mussten.

 

Nach diesem Bereich gab es erstmal eine kleine Pause, für die Kyoko sich in der Schlange anstellte und uns Ramune kaufte. Wir lachten mit Kenji über die Aufschrift "viel zu gewöhnliche Limonade".

 

Auch wenn der Geschmack gewöhnlich war, das Design mit den kleinen Meerjungfrauen war doch süß!

Die Kinder spielten eine ganze Weile in dem riesigen Bereich, der ganz für sie bestimmt war- natürlich auch mit einem lebensgroßen Katzenbus in dem neuen Patchworkdesign. Wir erwachsenen gaben gegenseitig zu, dass wir ein bisschen eifersüchtig waren und auch gerne Fotos damit gemacht hätten- fotografieren war aber für alle hier gänzlich verboten.  

Als eine halbe Stunde vergangen war, gingen wir weiter und sahen das Büro von Yubaba aus Chihiros Reise ins Zauberland, was eigentlich so ein kleines, rundes Kabuff war.

 

Dieses Mal nur ein schnelles Bild im vorbeigehen, denn für diesen kurzen Blick musste man ebenfalls anstehen.

 

Danach hieß es auch schon Entscheidungen treffen: Entweder man sah sich den Film über die Erbauung des Parks und die Konzept-Art an, oder man besuchte den offiziellen Shop der großen Halle. Ulf und ich wollten natürlich einkaufen und fanden auch eine Menge schöner Dinge. Wir sagten auf japanisch mehrmals, wir seien nun Bankrott, aber es habe sich gelohnt.

 

Der Eingang zum offiziellen Shop, der ein paar bekannte, aber auch exklusive Sachen zu bieten hatte.

 

Obwohl der Shop brechend voll war,  ging es an der Kasse selbst richtig schnell. Wir merkten auch hier wie schon zuvor auf der Reise: Tüten aus Plastik und auch Geschenktüten kosteten nun Geld und waren kein Teil des Service mehr. Unsere japanischen Freunde fluchten ein bisschen, dass eine Geschenktüte aus Pappe der Größe M schon 300 Yen kostete, aber wir nahmen sie trotzdem mit, da wir wissen, dass unsere Liebsten auch die Tüten sehr schätzen und haben wollen würden.

 

Die Mini-Handtücher, die auch super als Waschlappen funktionieren wollten wir unbedingt mitnehmen, da uns in den letzten Jahren die ältesten (fast 12 Jahre alt!!) kaputt gegangen sind.

 

Er war mit fast 4000 Yen sehr teuer, aber auch das von Ulf am meisten gewollte Item des Tages: Der Patchwork Katzenbus!!

 

Wir kauften auch noch einige Pins und Postkarten und waren insgesamt sehr sehr happy. Nur irgendwie fand ich den Hut aus "The Wind Rises", um den mich eine liebe Freundin gebeten hatte, nicht in dem Shop und ich hatte schon Angst, dass er ausverkauft wäre. Auf Nachfrage erfuhr ich jedoch, dass er bei dem anderen großen Shop direkt neben dem Parkplatz erhältlich sein müsste. Wir beeilten uns also alle und verliessen die Grand Hall, um zum Mononoke Dorf zu gehen.


Schon von weitem konnten wir bekannte Charaktere und Gebäude aus "Prinzessin Mononoke" erkennen.

 

Dieses Mal gibt es auch wieder ein Foto von uns beiden: Zusammen mit dem besessenen Wildschwein, dass im Film gleich zu Beginn das Dorf von Hauptcharakter Ashitaka angreift.

 

Als nächstes folgte schon das kleine Highlight des Bereichs: Wir konnten Gohei-Mochi selbst über einen speziellen Ofen braten und schmierten diese mit Walnuss-Miso Paste ein. Ulf fand an diesem Tag einen seiner neuen japanischen Lieblingssnacks.

 

Hier sehr ihr das gebratene Endergebnis, dessen Reis eine herrliche Kruste hatte.


 Wir trugen mit Teruyo zusammen die 6 Gohei-Mochi zu dem Ort, wo Kyoko und die anderen warteten, denn wir hatten einige Zeit dafür anstehen müssen und konnten deshalb nicht den Mononoke-eigenen Shop besuchen. Als die Mochi fertig waren, war es bereits Zeit für das Mononoke-Dorf zu schließen.


Es wurde bereits dunkel, als wir uns um ca. 17.15 Uhr auf den Weg zurück zum Fahrstuhl machten, um zum anderen Shop und dem Auto zurück zu gelangen.

 

Und plötzlich war er dann doch da: das Objekt der Begierde alias DER HUT!

 

Nachdem wir die letzten Einkäufe getätigt hatten, stiegen wir wieder in die Autos und fuhren zu einem Ort, den ihr als Dauerleser sicher schon kennt: Dem italienisch-angehauchten Restaurant ZenZero!

 

Unsere Freunde hatten eine Reservierung vorgenommen und uns total damit überrascht!!

 

Wir bestellten eine ganze Reihe von Gerichten und teilten alles mit allen, was wir wie immer super cool fanden. Hier seht ihr eine Pilz-Weißwein-Pasta, die es so sicher nicht in Italien gibt.

 

Sie war uns vom letzten Besuch in 2018 noch bekannt, aber wir hatten nicht damit gerechnet, sie wiederzusehen: Die berüchtigte Pizza 4 Käse mit einer Packung Honig zum drübergießen!

 

Paras freundete sich mit Miharus weißem Häschen an und im wilden Spiel heirateten die beiden sogar- Sehr praktisch, denn dann brauchen wir gar kein weiteres Pokémon-Plüschtier mehr zu kaufen, das Paras Partner*in werden kann! xD

 

Es war wieder ein wundervoller Abend, auch wenn ich endlich realisierte, wie kurz die gemeinsame Zeit dieses Mal wieder war... Zwei Tage sind zu wenig... aber auch eine Woche war letztes Mal zu wenig... HACH.

 

Kenji und Satoko fuhren uns nach dem Restaurantbesuch wieder zurück zum Hotel und auch dabei kamen mir schon wieder die Tränen. Wir waren so voller Dankbarkeit, dass sie uns den Konzertbesuch in Tochigi ermöglicht hatten und hofften wie jedes Mal, dass uns wirklich bald jemand von unseren Freunden in Deutschland besuchen möge. 

Wir packten im Hotel noch ein wenig unsere Sachen um, denn der 24. Dezember bedeutete: Abfahrt nach Inuyama!

 

Mata ashita!
eure Tsu & Ulf



Dienstag, 8. Januar 2019

Ulfs Geburtstag - Ein Gastbeitrag


Es schreibt für Sie heute: Ulf.

Hallo, mein Name ist Ulf und ich wurde von Tsubomi in diesem Blog schon häufig erwähnt. Nachdem mein „falscher Geburtstag“ – wie ihr vor 2 ½ Jahren selbst hier lesen konnte – schon einmal in Japan gefeiert wurde, wurde es dieses Jahr auch Zeit, meinen echten Geburtstag zu feiern. Zu diesem Anlass habe ich einen Gastbeitrag verfasst und werde euch darüber aufklären, wie man mich überraschen konnte. Tsu hat dabei alle Aktivitäten sowie das gesamte Essen des Tages bezahlt.

Direkt zu Beginn des Tages konnte einer meiner größten Wünsche erfüllt werden: Ich durfte ausschlafen. Ihr wisst sicherlich noch, wie früh wir am 1. und 2. Januar aufstehen mussten, um uns für die Lucky Bags anzustellen. Auch wenn wir auch am 3. Januar ein ziemlich straffes Programm hatten, wollte ich unbedingt einmal etwas länger schlafen. Im Gegensatz zu mir ist Tsubomi eine Frühaufsteherin und begann den Tag damit, den Blog für den 2. Januar fertigzustellen sowie das Frühstück vorzubereiten. Ich freute mich hingegen, dass ich meinem großen Vorbild Relaxo nacheifern und einfach nur rumliegen konnte.


Die erste Überraschung gab es direkt zu Beginn des Tages: Tsu schenkte mir einen großen Anhänger und zwei kleine Aufstellfiguren von Steins; Gate 0. Überraschend konnte ich auf der gesamten Reise kaum Merchandise von der Serie entdecken, obwohl ich mir fest vorgenommen hatte, etwas mitzubringen.


Nach einem sehr leckeren Frühstück begann der Tag dann erst gegen 10:00 Uhr so wirklich. Das Gebäck kauften wir am Vortag beim Bäcker „Sawamura“. Im Gegensatz zu andere japanischen Bäckern hat dieser mir sehr gut gefallen, da er sich stark an deutschen und italienischen Waren orientiert. Ein Einkauf hier ist wirklich sehr „Nazukashii“(nostalgisch).

Erster Stopp: Nagoya Aquarium. Fleißige Leser sollten schon wissen, dass ich Pinguine wirklich sehr gerne mag. Als ich erfahren haben, dass die vier antarktischen Pinguinarten (Adelie, Chinstrap, Kaiser, Gentoo) im Aquarium gehalten werden, war mir klar, dass ich unbedingt einmal dahin fahren muss.



Leider werde ich in Japan immer noch süchtiger nach Glücksspiel als ich sonst schon bin. Ich muss also in jeden Gacha-Automaten, den ich sehe, meine 100 Yen Stücke stecken. Eine ziemlich Blöde Schwäche, wenn in Japan an wirklich jeder Ecke dutzende Automaten stehen. Auch das Aquarium hatte einige Automaten. An einem konnte man unterschiedliche Pinguinfiguren bekommen. Neben den sechs normalen Figuren hatte dieser Automat noch eine „Secret-Figur“ – eine Kaiserpinguinkolonie. Durch mein Geburtstagsglück konnte ich genau diese Figur bekommen! Für nur 400 Yen bekomme ich nirgendwo so eine schöne Figur!




Es ist wirklich schwer zu beschreiben, wie süß diese flugunfähigen Vögel sind. Glücklicherweise hat Tsu einige Bilder für euch gemacht. Beachten solltet ihr speziell den Größenunterschied zwischen den unterschiedlichen Arten. Kaiserpinguine sind viel größer als ihre anderen Artgenossen und fallen daher immer stark aus der Masse heraus. Leider wirkt das Gelände der Pinguine relativ klein, wenn man beachtet wie viele Tiere hier gehalten werden.


Der Körperbau der Tiere ist nicht besonders praktisch. Durch ihre eher runde Körperform und die nicht besonders starken Füße wirken Kaiserpinguine immer sehr tollpatschig. Dieser Pinguin hier macht es deshalb mir nach und liegt einfach nur herum. 




Doch es gibt natürlich auch andere Tiere im Aquarium. Die große Attraktion sind die Delfine und Wale. Kinder und Touristen verharrten minutenlang an den Wassertänken, um die großen Meerestiere einmal in Aktion zu sehen. Natürlich werden auch Shows mit den Tieren angeboten. Ich bin kein großer Fan von diesen Shows. Auch diese Tiere haben ein viel zu kleines Becken und werden für diese Shows häufig sehr schlecht behandelt. 

Süßer finde ich hingegen die Schildkröten, die man auch im Aquarium finden kann. Eine Schildkröte mit Sonnenbrille, die bei der Feuerwehr arbeitet, konnten wir aber nicht finden. 



Ein kleines Highlight der gesamten Tour waren die Quallen, über die ich vorher kaum etwas wusste. In einem stark verdunkelten Raum konnte man verschiedenste Quallen in sehr kleinen Becken beobachten. Diese Becken wurden mit Lichtern unterschiedlicher Farben beleuchtet. 






Nachdem wir im Museums-Shop mehr Geld ausgegeben haben als wir eigentlich geplant hatten (Pinguine sind halt süß!), wollten wir natürlich Essen gehen. Geplant war eigentlich, dass wir zum Nagoya Hauptbahnhof zu fahren, um da veganes und glutenfreies Ramen auszuprobieren. Als wir ankamen dann aber der Schock: Das vegane Ramen ist ausverkauft. Da alle anderen Suppen Fleisch enthalten und ich als Vegetarier somit in dem Laden nichts essen könnte, mussten wir uns etwas anderes zu suchen. Durch das frei verfügbare W-Lan wurden wir auf ein kleines Salatrestaurant namens „Green Green“ aufmerksam. Nach 7 Minuten Fußweg der nächste Schock: Es ist geschlossen. Das ist sehr verwunderlich, da sogar am Restaurant selbst die Öffnungszeiten stehen und es eigentlich geöffnet sein müsste. Der einzig erklärbare Grund ist, dass auch hier jemand den Neujahrsurlaub etwas verlängert hat (wie viele andere Geschäfte auch). Etwas frustriert entschieden wir uns dann bei Seven Eleven schnell nur ein paar Kleinigkeiten zu essen, da es abends ja auch noch ein warmes Essen geben würde.


Da mir Tsu noch etwas Gutes tun wollte, gingen wir hinterher noch zu Baskin Robbins, um mir ein Eis zu kaufen. Da wir gerade das Jahr des Wildschweins haben kann man in Japan viele verschiedene Lebensmittel in Wildschweinform kaufen. Bei Baskin Robbins kann man für 490 Yen eine Kugel Eis mit sehr liebevollen Verzierungen bekommen. Ich entschied mich für „Schokolade-Minze“ Eis und wurde auf keinen Fall enttäuscht! Das Schwein war fast zu süß zum Essen. 




Nachdem wir am vorherigen Tag eher wenig Glück mit dem Pokemon Center hatten, versuchten wir noch einmal unser Glück. Da wir den Lucky Bag nicht bekommen haben, wollte ich mir unbedingt noch ein Karnimani kaufen (eines meiner absoluten Lieblingspokemon!). Leider war das Center auch heute stark überfüllt. Da wir aber auch für einen Freund noch etwas kaufen mussten und Tsu die Relaxo-Handcreme (wer möchte sowas nicht haben?) auch noch nicht gekauft hatte, stellten wir uns an. Zwischen 20 und 30 Minuten musste man anstehen – am Vortag war die Schlage etwa dreimal so lang.

Danach ging es nur noch schnell zu Tower Records in Nagoya. Ich hatte noch etwas Geld über und ich wollte mir unbedingt eine CD der Band „Goose House“ kaufen. Danach hieß es: Schnell nach Hause., eine Stunde zum Ausruhen nehmen und dann auf zur Gastfamilie, denn Abends sollte es zum Karaoke gehen! 


Den ganzen Mittag fragte ich mich, warum Tsu nicht bei Coco Ichiban Curry (Bester Laden ever!) essen wollte. Am Abend habe ich es erfahren. Die Yoshimizus suchten einen Karaokeladen heraus, in dem man selbst essen mitbringen konnte. Wir gingen also vor dem Singen zu Coco Ichiban Curry und holten unsere bereits bestellten Gerichte habe. Jenny suchte für mich das vegetarisch Auberginen-Curry in der 4. Schärfestufe aus: Eine sehr gute Wahl!



Nach und nach trafen dann auch die anderen Freunde ein und man begann zu singen. Da es mein Geburtstag war, durfte ich besonders oft zum Mikrofon greifen – für meine Mitmenschen war dies sicherlich nicht besonders positiv. Daneben wurden sehr viele Songs für die 6 Kinder gesungen, die auch beim Karaoke dabei waren. Beliebt waren hier Captain Tsubasa, Totoro und Ultraman!




Gegen 20 Uhr erklang auf einmal ein bekannter Sound: Alle Japaner sangen gemeinsam mit Tsu „Happy Birthday“ für mich. Doch damit nicht genug: Sie hatten sich abgesprochen und mir einen Plüsch-Totoro gekauft – und zwar in der Version, die ich immer haben wollte. Ich freute mich unfassbar, da ich nicht gedacht habe, dass ich den Totoro noch einmal bekommen würde. Auch die meisten Kinder freuten sich über das Geschenk und spielten den Tag über mit mir und Totoro zusammen.


Doch nicht nur ich wurde überrascht. Auch Tsu sollte ein Geschenk bekommen. Die japanischen Freunde überraschten sie mit einem T-Shirt der Serie „Urusei Yatsura“. In Harajuku wollte sie sich schon ein T-Shirt aus der Kollektion kaufen, sie konnte aber keines mehr finden. Glücklicherweise konnten die Freunde Online noch ein schönes Shirt finden.


Nachdem wir noch einige Karaokesongs gemeinsam geschmettert haben, trennten wir uns gegen 21:00 Uhr. Eigentlich war geplant, dass wir direkt nach Hause gehen, Tsus Freundin Satoko lud uns überraschend aber noch zu einem Tee ein. Im Endeffekt verbrachten wir drei Stunden in der schönen Wohnung der Familie. Dabei redeten wir über Anime und Manga in Deutschland, unserer Verbindung zu der Szene und viele andere Themen. Gemeinsam mit den beiden kleinen Söhnen durfte ich an der Wii dann noch ein Taiko-Spiel spielen. Leider war die Erkennung der Trommelschläge bei der Wii-Version viel ungenauer als in den Arcade-Hallen, sodass ich sogar gegen den 4-jährigen Sohn verloren haben. Gegen 24 Uhr sind wir dann sehr müde ins Bett gegangen – aber nicht ohne meinen neuen Totoro noch einmal zu schmusen!

Es war ein wirklich sehr schöner Tag. Ich hoffe, dass mein nächster Geburtstag in Deutschland auch nur halb so spaßig wird.

Liebe Grüße,
euer Ulf